#152 GYSI GEGEN GUTTENBERG: Hilfe, ein Arzt! Warum Männer so ungern zum Doc gehen
Shownotes
Gibt es die Männergrippe wirklich? Warum wird der Gang zum Urologen so oft vermieden? Und wie gehen Männer tatsächlich mit Krankheit und Verletzungen um?
Heute sprechen Gregor Gysi und Karl-Theodor zu Guttenberg über die Gesundheit von Männern.
Dabei wird es auch persönlich: Eigene Erfahrungen mit Krankheiten und Verletzungen zeigen, wie unterschiedlich Männer reagieren - zwischen Wehleidigkeit, Tapferkeit und Verdrängen.
Der Umgang mit Gesundheit unterscheidet sich dabei oft deutlich - auch im Vergleich der Geschlechter. Während Vorsorgeuntersuchungen für viele Frauen selbstverständlich sind, schieben viele Männer sie oft auf.
Auch ein Thema, das lange tabuisiert wurde, kommt zur Sprache: psychische Probleme. Warum fällt es vielen Menschen so schwer, darüber zu reden, und was passiert, wenn sie es tun? Guttenberg erzählt, auf welche Reaktionen er selbst gestoßen ist.
All das und mehr in der neuen Folge. Viel Vergnügen!
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Transkript anzeigen
00:00:03: Gisie
00:00:03: gegen Gutenberg, GisIE gegen Guten Berg.
00:00:13: Der Deutschland-Bautkast!
00:00:19: Hallo und herzlich willkommen liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer zu einer neuen Ausgabe unseres Podcastes mit siebenfachen O zwischen Gregor Gisi und Mia Carti Guttenberg.
00:00:30: GGG Giszie Gegen Gutenberg.
00:00:32: Wir sitzen in Berlin und befassen uns heute mal nicht tiefgehenden, beschwerenden, irgendwie depressiv machenden politischen Thema.
00:00:42: Sondern mit uns Gregor, mit dir und mir zwei zumindestens äußerlich unfassliche jugendfrischen Charakteren die mal den Auftrag bekommen haben von der Redaktion über etwas zu sprechen was wir freiwillig gar nicht tun würden nämlich über unsere eigene Gesundheit Und wie wir damit umgehen ... Über
00:01:03: die Gesundheit der Männer überhaupt.
00:01:06: Das
00:01:06: Verhalten der Männer, ja!
00:01:07: Vor
00:01:07: allem der Männer so also über Begriff Männerschnupfen, Männergesundheit als solches das Zipperlein da oder dort.
00:01:15: aber bevor wir dorthin kommen und Dinge offen legen, die wir bislang noch nie offengelegt haben und die uns jetzt schon vorauseilen die Charme röte ins Gesicht treibt interessiert mich Gregor was hast du in der vergangenen Woche erlebt, dass du unbedingt teilen musst und das dich so erschüttert hast.
00:01:33: Dass du jetzt auf dem Beichtstuhl sitzt und es der Welt mitteilen
00:01:36: musst.".
00:01:36: Ich war in einer letzten Woche eingeladen in drei kirchliche Einrichtungen.
00:01:41: Du bist endlich katholisch?
00:01:42: Einmal katholisch zweimal evangelisch!
00:01:45: Und da ich ja nicht religiös bin habe ich mich gefragt woran das liegt.
00:01:50: Ich frage mich ja
00:01:50: mal warum
00:01:50: machen die erste Variante und das hab ich dir auch gefragt die Pasturen und die Paraden.
00:01:56: Die erste Variante war, es liegt doch wahrscheinlich am Personalmangel in der katholischen und evangelischen Kirche.
00:02:01: Da wärst du da letztendlich zurückgreifen würden?
00:02:03: Eben!
00:02:04: Das fand ich ja auch unwahrscheinlich.
00:02:06: aber dann ist es mir erklärt worden und das habe ich mir in Wirklichkeit auch gedacht Es ist die Verunsicherung über die Weltlage Und auch die Lage in Deutschland und plötzlich interessieren sich auch andere Meinungen.
00:02:17: Die landen natürlich anderen Leute ein und wollen das hören.
00:02:22: die Evangelien machen mit mir auf Folgendes, was die Katholiken nie machen.
00:02:25: Die Evangelien schicken mich immer hoch auf die Kanzel.
00:02:28: und da hab ich festgestellt wenn ich auf der Kanzl stehe und spreche krieg' ich einen pasturalen Ton weil man so von oben her runter
00:02:34: wird.
00:02:34: Den kriegst du nicht nur auf der kanzel?
00:02:36: Doch!
00:02:37: Nur dort.
00:02:37: Und dann nach zwei Minuten sage ich mir immer Sogie sie jetzt Quatsch mal wieder normal damit ich wieder eine normale Stimme bekomme.
00:02:45: Das ist mir aufgefallen aber das war ein sehr interessante Begegnung.
00:02:49: Und witzig sind sie auch, weil Sie sagen ansonsten ist es hier nur Weihnachten so voll.
00:02:54: Das macht mich dann auch etwas stolz, dass viele in die Kirche kommen.
00:03:01: Wann
00:03:02: hast du das letzte Mal in der Kirche gesprochen?
00:03:04: Gar nicht, gar nicht so lange her.
00:03:05: Ich gehe gelegentlich auch in die Kirche um nicht dort zu sprechen.
00:03:07: Mich würde sich interessieren!
00:03:09: Was machst Du eigentlich wenn sie beten?
00:03:11: Schaust Du dann andächtig oder guckst Du auf Deine Schuhe?
00:03:14: Schaus Du aus dem Fenster?
00:03:15: Nein, ich sitze dann still daneben.
00:03:17: Denkst
00:03:17: Du an Karl Marx?
00:03:18: Nein nein, ich höre genau zu.
00:03:21: Ich sitze da still danebend und sage mir ja ... Wahrscheinlich haben Sie es leichter.
00:03:28: Weil sie an etwas glauben, was sie ja auch aufrichtet.
00:03:31: Es ist gar nicht so schlecht.
00:03:33: und wenn ich wirklich ein Paradies oder eine Hölle glaube und glaube ... Ich habe mich so genommen dass ich doch eher ins Paradies komme macht das vielleicht eine andere Hoffnung als wenn man wie ich glaubt, dass man zunüscht wird.
00:03:43: Dass einfach Schluss ist?
00:03:45: Ja.
00:03:45: Und so kann ich das gut
00:03:48: verstehen.
00:03:49: Glaubst du das wirklich?
00:03:51: Oder hast du irgendeine Hoffnung?
00:03:52: Nein, der Körper verfällt völlig und wandelt sich.
00:03:56: Das ist ganz klar.
00:03:57: Was mich interessiert ist, Energie geht ja nie verloren.
00:04:00: Die kann man nur umwandeln.
00:04:02: Was wird aus meiner Gedanken oder Gefühlswehr?
00:04:06: Ist die einfach nur weg?
00:04:09: Aber ich glaube sie ist nur weg.
00:04:11: Ich glaube nicht!
00:04:13: Jetzt reden wir mal über Gesundheit und Männer.
00:04:16: Also ich will kurz von mir erzählen ... Und drei Sachen.
00:04:20: Das eine bin insofern ein Sonderfall, dass ich als Kind sechs Monate und eine Woche im Krankenhaus war.
00:04:26: Das ist schlimm.
00:04:28: Zum Glück gab es in der DDR in der Zeit auch immer Schulunterricht für uns so, dass sich keine Klasse wiederholen musste ... Am Krankenbett!
00:04:35: Aber das hat mich geprägt.
00:04:37: Das zweite was mich gepreckt hat, ist mein Krankheitsjahr, das ich zwei Tausendundvier hatte Und ich erledige so was wirklich in einem Jahr.
00:04:47: Ich hatte drei Herzinfarkte und eine Gehirnoperation, alles in einem Ja.
00:04:51: Alles schwerwiegende gravierende Sachen.
00:04:53: Ich war auch nicht mehr in der Politik, ich war nur noch als Anwalt.
00:04:56: Ich weiß gar nicht ob ich irgendwas verdient habe oder wie ist auch egal.
00:05:01: Und seitdem geht es mir wieder gut.
00:05:02: und jetzt mein dritter und letzter Hinweis.
00:05:05: Nicht bewundere Kinder und Frauen wenn ich auch nur Und
00:05:27: wenn es um ... Wenn irgendetwas zwickt, ist es doch tatsächlich so dass wir das Gefühl haben, dass wir eigentlich schon auf der Bahre liegen.
00:05:36: Und neben dieser Bare stehen aber dann meistens recht humorbefreite oft Frauen, die uns sofort ansehen, welches Schauspiel wir da abziehen und das manchmal aber in dem Schaus Spiel glücklich auch gewährend lassen.
00:05:52: Ich hab bei mir meine ... Nein ich
00:05:53: bin da wirklich richtig ... Ich mein, ich habe selten Fieber, aber wenn ich ein bisschen Fieper habe, bin ich richtig platt.
00:05:59: Hebt sich das alleine von mit magischer Hand auf gefühlte .
00:06:06: Also meine Krankheitsgeschichten sind vielfältig und auch wieder nicht.
00:06:11: Ich habe Glück gehabt verschont geblieben zu sein von einer wirklich großen schweren Erkrankung, bislang habt ihr natürlich oft erleben müssen bei anderen Menschen auch solchen.
00:06:20: Dimennale standen.
00:06:25: Immer wenn ich wieder am Operationstisch lag, lag das meistens an einer unfasslichen Dummheit.
00:06:30: Also insbesondere nachdem ich Sportarten gemacht habe, wo man einfach auf der Ich-Zuerst-Liste des verletzten Daseins steht.
00:06:38: Also ich war Springreiter und Vielseitigkeitsreiter, wo er dann gelegentlich unterm Pferd landet und nicht auf dem Pferdsitzung bleibt wie sich das empfiehlt.
00:06:48: Und beim Skifahren sind mir immer wieder Dinge passiert aber ... Das waren dann die Momente, wo ich relativ tapfer war, wenn mir was wirklich weh getan hat.
00:06:58: Wo ich
00:06:59: die jegliche Tapferkeit flöten gehen lasse... Also in dem Moment, wo es einfach nur Kleinigkeiten
00:07:05: sind?
00:07:05: Überhaupt mich um, andere Sachen nicht!
00:07:09: Da tue ich auch so als ob nichts wäre.
00:07:13: Es geht nicht mehr, du musst jetzt zum Arzt.
00:07:15: Aber es gibt diese Männerkarriere wenn was wehtut.
00:07:19: also man sagt doch so gewiss ich habe Knie und dann ist dann irgendwann sagt man da is ein bisschen was am Knie Und dann gibt es vielleicht noch eine Zwischenstufe und irgendwann ist man schon sehr schnell dabei, dass man sagt ich kann nicht mehr laufen.
00:07:35: So natürlich könnte man noch laufen aber um diesen Aufmerksamkeitsgrad zu bekommen... Was ist das?
00:07:42: Ist das eine zutiefst männliches Streben nach Aufmerksamkeit?
00:07:48: Ist es das nicht zugestehen wollen?
00:07:49: eigentlich?
00:07:50: weil im Grunde ist darum gekehrt.
00:07:51: wir wollen doch eigentlich keine Schwäche zugestehn.
00:07:53: also zumindest wird uns das nachgesagt und plötzlich sind wir die absoluten Was schlappen auf dieser Erde?
00:08:01: Gleichzeitig sind wir aber auch nicht in der Lage gekommen.
00:08:02: Ich frage mich, ob das bei dir so ist.
00:08:05: Wann gehen Männer schon mal freiwillig zum Arzt immer dann, wenn es viel zu spät ist?
00:08:09: Wenn der Arzt einem sagt, sie hätten eigentlich schon längst kommen müssen.
00:08:12: Es gibt
00:08:13: z.B.,
00:08:14: Frauen gehen doch ... Das wunderbare Geschlecht auf dieser Welt geht einfach regelmäßig und aus gutem Grunde zum Gynäkologen.
00:08:25: So, wann gehen wir mal zum Urulogen?
00:08:28: Das ist eine Situation, vor der wir uns mehr schieben als vor irgendetwas anderes.
00:08:35: Es gibt wirklich etwas Schlimmes an Krankheit finde ich, Schmerzen kenne ich nicht.
00:08:40: Hast du eine
00:08:42: hohe Schmerzschwelle wahrscheinlich auch?
00:08:43: Ja,
00:08:45: ich weiß gar nicht, dass mein Kopf weht hat.
00:08:47: das weiß ich vielleicht sehen mal in meinem Leben passiert aber
00:08:50: dann richtig
00:08:50: häufig nicht.
00:08:52: Und aber da hab ich festgestellt, wenn ich das immer hätte.
00:08:55: Das wäre für mich eine blanke Katastrophe.
00:08:57: und da gibt es dann so Psychologen die darüber hinweghelfen.
00:09:01: Frauen ja wir sind ist es so.
00:09:04: die frauen reagieren ja auch unterschiedlich.
00:09:07: manche wollen den helden typ und manchmal wollen denen dem man helfen kann und durch sich verletzt.
00:09:14: nach Situation spielt man entweder das eine oder das andere, je nach den eigenen Bedürfnissen.
00:09:22: Trotzdem ist es schon wahr, wir gehen häufig viel zu spät zum Arzt und dann ist der Schaden viel größer als er an anderen Fallen gewesen wäre.
00:09:32: Gerade bei Krebs ist ja wirklich eine furchtbar mitteufliche Krankheit.
00:09:36: Und wenn man den rechtzeitig erkennt kann man viel mehr machen, als wenn man ihn zu später kennt.
00:09:41: Ich finde mal müsste einfach sagen einmal im Jahr gehe ich auf jeden Fall zum Hausarzt ... mach ich immer und lass mich einmal untersuchen, das Blut abnehmen und weiß nicht was alles.
00:09:50: Um festzustellen ob die Werte alle noch okay sind.
00:09:52: Sollte
00:09:53: man es verpflichtend machen?
00:09:54: Na ja, du darfst Verpflichten immer nur einführen wenn es zwingend notwendig ist.
00:09:59: Das ist mein juristisches Denken.
00:10:02: Was ich interessant finde ist wie ein Umfeld prägen kann... den Zipperlein umgeht.
00:10:09: Also ich hab zwei Einflussferne meiner Familie, federlicherseits bin ich aufgewachsen in einer Gruppe von absoluten Hardcore-Hypochondern.
00:10:24: also da war es wirklich so wenn jemand Schnupfen hatte stand man wirklich kurz vor dem Ende und die andere Seite mütterlicherseits war so geprägt, dass selbst wenn der Tumor schon tennisballgroß war und man gefragt hatte wie es dem jeweils anderen denn ginge.
00:10:45: immer die antwort war fabelhaft.
00:10:47: So die folge ist eigentlich fast die gleiche nämlich das man viel zu spät eigentlich angemessen reagiert auf Dinge auf die man reagieren müsste.
00:10:59: den hypo ronda wird nämlich nichts geglaubt.
00:11:01: in dem moment wo er um die ecke kommt und wirklich was hat sagt man da ja der jammert wieder.
00:11:06: Und auf der anderen Seite ist es dann so, dass man tatsächlich zu lange behauptet hat.
00:11:11: Es ging eigentlich wirklich gut und nicht hinreichend deutlich gemacht wie schlecht das einmal eigentlich tatsächlich geht.
00:11:19: Ich habe mich wahrscheinlich eher für die Hypohonderrote entschieden?
00:11:26: Glaub ich auch ja!
00:11:27: Dafür
00:11:29: kennen wir uns mittlerweile lang genug.
00:11:32: Aber ich hab das große Glück, eben auch eine relativ hohe Schmerzschwelle zu haben.
00:11:36: Ich habe Folgendes gemerkt, als ich meinen ersten Herzinfarkt hatte ... Ich hante was es ist!
00:11:42: Ich war gar nicht meine Art in meinem Anreiz zu machen und das Fenster aufgemacht, damit ich überhaupt atmen kann.
00:11:48: Dann bin ich nach Hause gefahren und dann kam meine Frau und verentsetzt wie ich aussah.
00:11:53: Ich sagte, wir müssen sofort zur Rettung stellen.
00:11:59: Dann habe ich gezangt, weil ich das nicht wollte erst am nächsten Tag und so weiter.
00:12:04: Und sie hat sich dann durchgesetzt und ich habe noch in derselben Nacht ein Stand gesetzt bekommen,
00:12:08: etc.,
00:12:09: weil es doch einen relativ schlimmer Herzenfakt war.
00:12:13: Da habe ich wieder festgestellt, dass ich das da nicht wahrhaben will.
00:12:19: Ach, das geht wieder weg.
00:12:20: Morgen ist es wahrscheinlich vorbei und so... Aber
00:12:22: du hast dein Leben danach auch nicht wirklich verändert?
00:12:25: Also wenn ich mir überlege ... Ich meine, du bist davor wie ein Brummkreisel unterwegs gewesen.
00:12:29: Und das hat es bei dir bis heute ausgesagt mit mir sehr ähnlich.
00:12:33: Ich
00:12:34: negiere sowas.
00:12:35: Ich
00:12:36: tentiere dazu, es zu negieren.
00:12:37: Es gibt eine Sache die ich jetzt mehr mache als früher bewusst mehr mache.
00:12:42: Das sind bestimmte Sportarten, wo mich auch interessieren.
00:12:45: Was du heute an Sport anbaust?
00:12:46: Also Kitesurfen und Langstrecken laufen ...
00:12:51: Nein!
00:12:54: Ich wandere gerne das.
00:12:55: es war aber ich jogge nicht.
00:12:57: Das finde ich furchtbar.
00:12:59: Aber ich fahre auch gerne Fahrrad natürlich ein bisschen mit Schummel also E-Bike.
00:13:03: Wenn's bergauf geht ist mir schon wichtig.
00:13:06: Ich schwimme, ich spiele Tischtennis und eine Woche lang Falschi.
00:13:11: Da hatte ich auch einmal einen Schulterbruch, aber sonst nicht.
00:13:14: Und das macht mir auch Spaß vor allem da bin ich eine ganze Woche an der frischen Luft.
00:13:19: Das ist sowas von gesund.
00:13:22: Aber was ist eigentlich ja Grund?
00:13:24: Ich mache es um ein Gewicht zu halten.
00:13:26: Hängig gesagt bin ja wegen der Gesundheit.
00:13:29: allerdings sage ich mir auch immer man muss sich bewegen wenn man nicht stocksteif werden will.
00:13:35: Ich hab das Glück, dass ich von extrem sportlichen Menschen umgegeben bin.
00:13:39: Die mir ein schlechtes Gewissen verschaffen, nicht jeden Tag Sport zu machen.
00:13:43: Ich versuch's immer hinzubekommen in der halb dreiviertel Stunde ... Das schaff' ich
00:13:49: bei bestem Willen nicht mehr.
00:13:50: und was hast du da verborgen?
00:13:51: Das mach ich meistens oft zu Hause.
00:13:54: Das nennt man heute neu-deutsch-workout.
00:13:57: Du
00:13:57: läufst auf so einem Band
00:13:58: oder?
00:13:58: Nein, sondern mit Gewicht gearbeitet, aber auch tatsächlich jede Treppe ... Also jetzt in New York macht man, wenn es im dreißigsten Stock geht nicht jede Treppe.
00:14:08: Aber dass man versucht überall dort zu laufen, wo man da irgendwie laufen kann?
00:14:11: Ja
00:14:11: also ich laufe treppen immer gerne runter nur nicht hoch.
00:14:15: Da bin ich wirklich begeisterter Skifahrer und sobald ich irgendwas Runde sehe was im Zweifel in ein Tor oder in der Netz oder wo auch immerhin geschossen oder geworfen werden kann, dann bin ich wieder ein kleiner Bub und spiele einfach gerne mit was man in dem Alter nicht zwingend immer machen sollte.
00:14:31: Also Sport ist das eine, das andere ist tatsächlich dass ich irgendwann versucht habe mich etwas vernünftiger zu ernähren was mal gelingt und mal dramatisch misslinkt.
00:14:41: Meistens dann misslinket wenn irgendwo eine offene Gummibärchentüte herum liegt und ich glaube nachdem wir ein paar Mal gemeinsam schon unterwegs waren und nach irgendwelchen Veranstaltungen uns auch an das Frühstücksbefehl gegeben haben.
00:14:54: wage jetzt hier einmal den Zuhörerinnen und Zuhören zu sagen Frühstück mit dem Begriff gesund, vielleicht eher euphemistisch umschrieben ist.
00:15:05: Also vor dir ist keine Leberwurst sicher und... Nein,
00:15:07: nein, das ist wahr!
00:15:12: Augenblick zum Frühstück, wenn es gibt in Hotels.
00:15:15: Aber zu Hause auf jeden Fall Vollkornbrot.
00:15:17: und so mache ich schon ... Ja eins!
00:15:19: Da kommt noch Käse und Senf drauf.
00:15:22: Das wurde früher immer aus welchem Grund als Kommunistenstuhl bezeichnet, weil das mehrere Schichten gab.
00:15:28: Ich weiß nicht, wie der wirklich zustande war.
00:15:30: Stimmbarett
00:15:31: hat ja keine Schichten
00:15:33: mehr.
00:15:35: So war das dann oft das andere.
00:15:37: kommt Brang schon ein bisschen Schinken oder ein bisschen Wurst.
00:15:39: Das ist wahr, Tomaten grogen und so esse ich auch.
00:15:42: mittags esse ich eigentlich nichts und abends esse ich
00:15:45: Beinfisch
00:15:48: und Gemüse oder Fleisch und Gemüsse was ich inzwischen ein bisschen bedauere.
00:15:55: also ich esse da keine Kohlenhydrate abends bräuchte auch nicht.
00:15:59: Ausnahme ist natürlich wenn ich meine Italien bin muss ich Spaghetti mit Tomatensoße oder Bolognese essen und das ist klar.
00:16:05: aber ich finde ja Nicht vegan und auch nicht vegetarisch.
00:16:10: Aber ich finde, wir essen zu viel Fleisch.
00:16:13: Das war in meiner Kindheit ganz anders.
00:16:15: Da gab es einmal Sonntag, Mittag, Fleisch und das Reichte.
00:16:18: Dann überleg ich mal was haben wir denn sonst gegessen?
00:16:20: Eierkuchen, Kartoffelpuffer, eintopf ...
00:16:24: Ganz wie mit Kartoffeln!
00:16:26: Nudelauflauf
00:16:27: gab es ja.
00:16:28: Und Fisch immer Freitagsfisch.
00:16:30: Freitag gab's bei uns auch Fisch.
00:16:33: Jetzt sind
00:16:33: wir wieder zurück bei der Kirche.
00:16:34: Eigentlich ist der Fisch hier etwas, was den kirchlichen Traditionen entspringt?
00:16:38: Wir haben ja auch alle in der DDR Weihnachten und Ostern gefeiert und wäre ja auch traurig gewesen, wenn man das nicht
00:16:44: ... Und da auch Kommunistenstullen gefuttert.
00:16:47: Ja!
00:16:48: Wer diesen Begriff erfunden hat weiß ich auch nicht.
00:16:51: Aber das gab es.
00:16:52: Nee weißt du, dass bei mir ist es so... Ich mache nur Sport, wenn ich dazu die Zeit habe.
00:16:58: Die hab' ich häufig nicht, was sich dann wiederum bedauere.
00:17:02: Und ich sage immer allen Leuten, also macht etwas Sport bewegt euch.
00:17:08: Erstens ist man beschäftigt und zweitens geht es einem hinterher immer besser.
00:17:13: Der Punkt ist ja, ich plant mir einen im Tag.
00:17:15: Das war einfach ein... das ist ein Termin für mich am Tag.
00:17:17: Ja!
00:17:17: Und ich meine wir beide arbeiten manchmal sechzehn Stunden und was jetzt auch nicht jedem zum Vorbild gereichen soll.
00:17:23: aber die halbe oder dreiviertel Stunde kann man sich eigentlich immer nehmen gerade wenn man so viel arbeitet wie wir.
00:17:29: Ich will ja den Alten noch einen Tipp geben.
00:17:31: Ja, aber nicht so
00:17:32: viel, ne?
00:17:33: Ja wirklich!
00:17:34: Da ich ja selber alt bin du bist ja noch so eine Mitlife-Kreise Zeit.
00:17:38: Bin dich auf zwei Beinen.
00:17:40: Ja wir
00:17:40: schon lange hinter mich gebracht und zwar liebe Alte.
00:17:45: also ich lasse uns alten nach halbe Stunde am Tag durchgehen, halbe Stunde.
00:17:50: Aber hört auf den ganzen Tag über Krankheiten zu quatschen?
00:17:54: Davon wird man nicht gesund!
00:17:56: Da steigert man sich nur in die Krankheiten hinein.
00:17:59: Halbe Stunde ja und dann ist Schluss.
00:18:01: Fieberträume wie wir von dir schon gelernt haben.
00:18:04: Andere Themen muss man dann einfach anschneiden.
00:18:08: So ist es.
00:18:09: Nach meinem Hinweis jetzt an die Alten, worüber wir nicht den ganzen tag sprechen sollten was mich aber auch sehr beschäftigt Weniger mich selbst, aber immer mehr Menschen ist diese psychische Beeinträchtigung bei vielen und die nimmt zu.
00:18:22: Warum nimmt ihr eigentlich zu?
00:18:25: Das hängt das mit der Arbeit zusammen, hängt es mit Minderwertlichkeitskomplexen zusammen.
00:18:30: Ich weiß nicht, weshalb das so zuhört?
00:18:32: Es hat
00:18:33: so viele Faktoren und du kannst dich eigentlich glücklich schätzen weil du zählst zu einer Gruppe die kleiner wird, die in ihrem Leben noch nie mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte oder mit seelischem Problem zu kämpfen hatte sind.
00:18:46: mittlerweile gibt's ja Zahlen die sagen dass über zwanzig Millionen in Deutschland davon mittelbar oder unmittelbar betroffen sind.
00:18:52: also ist eine riesige Zahl Und wir tun uns noch so wahnsinnig schwer darüber offen zu reden.
00:18:58: Ich kenne mich ein bisschen damit aus, weil ich hatte diese Phase einmal und bei mir war es aber eher etwas, was frühkindlich verandlagt war und wo man mir dann eine Depression diagnostiziert hatte.
00:19:09: Und dich aber dann Gott sei Dank ... Weil ich mich dem offengestellt habe... Ich hab mich am Anfang auch schwer getan, wollte nicht.
00:19:14: Hab das angekämpft und gesagt, dass gibt's nicht!
00:19:16: Und ich bin stark und wenn diese Dinge die andere an mir festgestellt haben, habe ich versucht zu negieren.
00:19:23: Und dann irgendwann hat mir aber da sehr gut in den USA gewesen zu sein, wo man sehr viel offener damit umgeht als bei uns.
00:19:30: Da hatte ich mir die entsprechende Hilfe gesucht und war nach einem Jahr tatsächlich wieder glücklich kuriert.
00:19:36: Das Problem Mental Health wie das heute neudeutscher umschrieben wird... ist natürlich sehr viel weitergefasst.
00:19:43: Es muss ja noch gar nicht eine Depression sein, das können auch Stimmungslagen sein.
00:19:48: Ich glaube der Schlüssel liegt darin, dass man sich eine gewisse Offenheit erlaubt und dass man Menschen nicht stigmatisiert.
00:19:54: Dass man es nicht als Schwäche apostrophiert wenn sich jemand dazu äußert sondern ihm das als Stärke letztlich dann entsprechend... für seine Stärke letztlich dann auch würdigt.
00:20:09: Und da ist der erste Schritt im Grunde auch in ein Heilungsprozess gegeben, aber es nimmt wirklich dramatisch zu und die Faktoren sind natürlich ... Sind die Ängste, die draußen herrschen?
00:20:21: Es ist oftmals das Gefühl von Überlastung.
00:20:24: Es ist eine gewisse Perspektivlosigkeit, hat einen anderen Zusammenhang schon darüber gesprochen.
00:20:29: Vieles kommt da zusammen und dann natürlich... oftmals unterschätzt sind Altersdepressionen.
00:20:36: Also du grade übers Alter gesprochen hattest, da spielt dann Einsamkeit eine Rolle die hineinkommt?
00:20:40: Die Sorge, die Angst vor dem Moment wo sie eben nicht mehr weitergeht und und und
00:20:44: also.
00:20:48: Es gibt leider nach wie vor eine Fehleinschätzung.
00:20:51: einer kein Mensch hat Schwierigkeiten darüber zu sprechen dass er sich den Arm gebrochen hat oder sowas.
00:20:57: aber psychische oder gar psychiatrische Störungen davon reden die Menschen höchst ungern weil das eine Distanz zur Andernschaft, denen plötzlich dieser Mensch etwas befremdlich ist.
00:21:09: Wenn er mal psychiatrisch auffällt oder wenn er psychisch
00:21:11: belastet... Aber das ist eigentlich den Moment wo ich das gemacht habe und darüber auch gesprochen habe wie viele Menschen mich darauf angesprochen haben gesagt haben Ich hätte mich auch gerne getraut.
00:21:21: Oder Gott sei Dank macht es mal jemanden.
00:21:22: Dafür müssen wir sorgen.
00:21:24: Auch die Medien müssen dafür sorgen dass wir viel offener umgehen auch mit psychischen Störungen Und dass das genauso eine Krankheit ist wie ein Bruch, natürlich in einer anderen Form und man darüber genau so sprechen kann.
00:21:37: Dazu müssen wir noch die Atmosphäre herstellen und es ist gut wenn du das gemacht hast und dich dann viele daraufhin angesprochen haben.
00:21:43: Mit mir sagt man immer eher du kommst aus so einer grundsätzlich fröhlichen Familie.
00:21:47: Das ist im Gentechnisch bedingt.
00:21:49: bei anderen sieht das anders aus.
00:21:50: Kann alles sein?
00:21:52: Das weiß ich nicht!
00:21:53: Ich finde nur man sollte mit diesen Dingen möglichst offen umgehen.
00:21:56: Wenn man damit offen umgeht oder hast du völlig recht dann wird man viel schneller los, als wenn man sich verkampft heimlich zu einer Psychologin geht.
00:22:04: Keiner darf es wissen und so weiter was alles gibt, was nicht gut ist?
00:22:09: Ich mein Männer sind ja über Männer sprechen, wir haben's ja schon angedeutet Meister im Verdrängen!
00:22:17: Und ich hab das Gefühl dass sich Männer da noch schwerer tun.
00:22:20: und auch das Eingeständnis von Schwäche... Also das ist etwas anderes als dieser Männerschnupfen.
00:22:26: Ist doch nochmal was anderes.
00:22:28: Und ... bist du ein Verdränger?
00:22:33: Tja, muss ich mal drüber nachdenken.
00:22:36: Also insofern verdränge ich, als ich so schnell wie möglich eine Krankheit überwunden sehen will um dann nicht mehr darüber nachdenkend zu machen.
00:22:45: Vertränkst du auch Sorgen?
00:22:47: Das kriege ich nicht fertig.
00:22:49: Selbst wenn ich es will!
00:22:51: Die sind einfach da und die erwischen mich dann immer.
00:22:54: Das ist zum Beispiel... Ich ändere mich selten an meine Träume, aber wenn sind sie meistens furchtbar.
00:23:00: Und da kommt das alles wieder, woran ich am Tag nicht gedacht habe?
00:23:06: Das haben wir gemeinsam.
00:23:07: Ich bin leider auch ein sehr schlechter Träumer.
00:23:09: Ja.
00:23:09: Bin ein guter Schlefer, aber ein schlechter Dräumer!
00:23:11: Ja,
00:23:12: ich auch.
00:23:13: und das Einzige was ich noch weiß bei meinem Hungerstreik war ja witzig.
00:23:17: Da hab' ich jede Nacht dasselbe geträumt.
00:23:19: Am Tag habe ich es überhaupt nicht gedacht
00:23:21: Und plötzlich von solchen Schnitzeln.
00:23:23: Ja, nee und da saß er mal ein Fürst der bis in eine riesen Keule und war auf die Weg und ich hinterher.
00:23:29: Das heißt, da war das Hungergefühl im meinem Unterbewusstsein sehr wohl.
00:23:33: Also
00:23:33: du hast stundenlang vom Kommunistenstollen geträumt?
00:23:36: Von Stuhl nicht!
00:23:37: Das war ne
00:23:38: Keule.
00:23:39: Der Witz war daran dass am Morgen wenn ich aufwachte spielte es wieder für mich keine Rolle.
00:23:45: Das fand ich auch interessant.
00:23:47: Man kann sich auch daran gewöhnen, aber Helmut Kohl hat mir erklärt, dass das kein Hungern ist.
00:23:52: genauso wenig wenn seine Kinder mal keinen Mittag bekamen weil sie zum Röntgen mussten und so dann haben die immer schon davon gesprochen, dass sie hungern.
00:23:59: Also Helmut Kohl sah es nicht wie jemand aus der sich wirklich intensiv mit Hunger beschäftigt hätte.
00:24:03: Als er sechzehn war Kriegsende, da sagte er ... Er hatte mich gar nicht wieder
00:24:08: durch im Unrecht.
00:24:10: Und da bin ich durchs Land gelaufen und wusste nicht, ob ich jemals wieder was zu essen kriege.
00:24:16: Und von wem?
00:24:17: Das ist Hunger!
00:24:19: Sie hätten beim Hungerstreik jeden Tag sagen können so, ich hab keine Lust mehr, ich geh nach Hause und schmiere mir ein Brot
00:24:24: etc.,
00:24:24: das konnte ich nicht.
00:24:26: Und Hunger besteht auch nicht wenn du weißt, dass du mit achtundvierzig Stunden nichts kriegst, das ist auch kein Hunger.
00:24:32: Er hat mir erklärts, Gibt es erst dann, wenn du oder Hungern besteht daran, dass du gar nicht weißt ob und wann du ehemals wieder was zu essen bekommst?
00:24:40: Das belastet dann deine Seelung.
00:24:43: Ja klar.
00:24:43: Später konnte man sich das bei ihm schlecht vorstellen.
00:24:46: Ja, später war's beim Spiel.
00:24:47: Aber als er vorstellbar... ...sechzehnmal so interessant muss
00:24:51: sein.
00:24:51: Wobei Kriegsende, das kann ich mir gut vorsprechen!
00:24:53: Ich wusste dich gar nicht.
00:24:54: die Erfahrung von ihm.
00:24:54: Die habe ich viel mit ihm.
00:24:56: beschäftigt, weil ich ja trotz allem eine faszinierende Figur fand, die ihn auch oft erleben durfte.
00:25:01: Wir haben aber nie darüber gesprochen also habe ich ihm sehr unrecht jetzt gerade geteilt.
00:25:04: meine Mutter hat mir erzählt Als sie nach dem Krieg das erste Mal ein Kehrpaket aus den USA bekam, da war eine Fleischdose dabei.
00:25:12: Da haben sie sich gefreut und aufgehört.
00:25:15: Und dann waren die mit lauter Rosinen gepickt.
00:25:18: Was ihnen überhaupt nicht gefiel?
00:25:20: Sie wollten jetzt mal so richtig ... Nicht so'n süßen Kram!
00:25:23: Find ich auch ganz witzig, dass es sich
00:25:24: stürzt.
00:25:25: Waren das von der Mutter, waren das die klassischen Rosinen aus dem Rosinen-Bomba damals, die kamen oder?
00:25:30: Nee, nee, das war ... Kehrpaket.
00:25:34: Und eins kam zufällig auch zu dieser Familie, das war ja ein bisschen zufältig organisiert und da waren die Freude immer groß.
00:25:41: und außerdem haben die Amis das Haus ihrer Eltern beschlagnahmt und da hat sie sich ich weiß gar nicht was sie gemacht hat hat sie dort eine Tätigkeit angenommen, um immer mal einen wertvollen Gegenstand nach dem anderen mitgehen zu lassen.
00:25:55: Weil sie nicht wollte, dass das verschleppt wird.
00:25:58: Solche Geschichten finde ich dann auch immer spannend, ja?
00:26:00: Dass sie plötzlich ein Hausmädchen war und die das gar nicht mitbekommen.
00:26:05: Ich weiß bloß nicht was sie kann also kochen kann sie nicht vielleicht sauber machen.
00:26:09: Also, liebe Zuhörer und Zuhöhrer, nachdem Sie ja Leute mitbekommen haben, dass es uns beiden immer wahnsinnig schlecht geht.
00:26:16: Und wir sehr, sehr leiden freuen wir uns um das aufzugreifen was Gregor gerade gesagt hat über Kehrpakete.
00:26:23: Und dem Gregor können sie die Rosinen schicken?
00:26:25: Mir nicht!
00:26:26: Das ist nicht das, was ich am allerliebsten habe.
00:26:30: Es war einfach heute einmal das etwas leichtere Gespräch
00:26:37: kann man so sagen.
00:26:38: Aber gehen Sie einfach offen mit Ihren Krankheiten um, sprechen Sie darüber auch wenn es psychische Störungen sind oder auch wenn sie mal zu einer Psychiaterin oder zu einem Psychiator müssen?
00:26:47: Das sind alles Krankheiten wie die anderen auch, wo man drüber spricht.
00:26:52: Vorsorge und den Männern rufen wir zu der Orologe ist kein Monster.
00:26:56: Nein!
00:26:57: Es gibt sehr gute und viele spezialisierte Ärztinnen und Ärzte.
00:27:01: und außerdem sage ich noch einmal Wir Männer liegen eben bei etwas Fieber restlos flach und sollten dafür auch die Kinder und Frauen bewundern, weil sie völlig anders damit umgehen können.
00:27:14: Aber wir wollen trotzdem entsprechend beachtet
00:27:15: werden?
00:27:16: Ja, selbstverständlich!
00:27:17: So... Und wenn Sie ein Buch lesen wollen empfehle ich Ihnen von KT zu Gutenberg drei Worte, neue Notizen aus der Gegenwart.
00:27:26: Das sind seine Kolumnen sehr spannend zu lesen was ja zu welcher Zeit eigentlich gedacht und geschrieben ist.
00:27:32: Da ist sogar
00:27:32: eine beim Männerschnupfen dabei.
00:27:34: Dann haben wir noch ein Spiegelbesseller, nämlich Gisi gegen Gutenberg.
00:27:39: Das können wir auch empfehlen und werden unsere Gespräche wiedergegeben.
00:27:42: Genau!
00:27:43: Auch interessant mit
00:27:44: dem gleichen Tiefgang wie heute.
00:27:45: unser Gespräch ja.
00:27:47: und dann empfehle ich sehr Gregor letztes Buch mein Leben in breitsten Büchern.
00:27:53: Und jedes dieser dreizehn Bücher ist eine Handlungsanweisung, wie man am besten leidet.
00:27:58: Nein es sind sehr, sehr lohnend.
00:27:59: Es sind kluge und wichtige Bücher der Weltliteratur dabei und der Bezugspunkt zu Gregor's Leben entsprechend aufgezeichnet und aufgezeigt.
00:28:08: Und dann empfehlen wir wahrscheinlich mal... Wie hieß dieses Buch?
00:28:11: Kennst du den?
00:28:11: Kennste Alex Hacke oder haste Axlake?
00:28:16: heißt er Ein Journalist, Kolumnist und Schriftsteller der genau über dieses Verhalten von Männern sehr klug geschrieben hat.
00:28:27: Ich habe jetzt ein Titel dieses Buches vergessen aber gucken Sie es nach das finden sie irgendwo.
00:28:30: Ganz bestimmt!
00:28:31: Das wünsche ich auch.
00:28:32: So wenn Sie uns schreiben wollen Sie wissen ja dass wir inzwischen beide die E-Mail Adresse auswendig können nämlich gggatopenmines.media dann nehmen wir gerne Ihre Kritik zur Kenntnis.
00:28:45: noch lieber Hören wir natürlich Würdigungen ab, aber beides ist absolut zulässig.
00:28:51: So und dann haben wir öffentliche Veranstaltung das kannst du ja mal sagen.
00:28:55: also Siebenundzwanzigsten Mai sind wir in Aachen, im Eurogräs in Aachen und machen dort unsere Leifveranstaltung.
00:29:05: Am neunzwanziger September in neuen Kirchen gibt es eine Halle, in der es entweder bläst oder in der uns da Marsch geblasen wird oder so viel gebläse ist das man uns nicht hört heißt nämlich Gebläserhalle.
00:29:17: Am dreißigsten Oktober sind wir im Bochum, im Rurkongress und am ersten Zwölften führt uns der Weg zurück nach Kulmbach Freilich noch Oberfranken und dort werden wir einfach wahrscheinlich nicht nur ein gutes Bier genießen.
00:29:32: Und Brot wascht, wie es dort üblicherweise der Fall ist sondern hoffentlich auch viele Menschen die Freude an uns haben und wir an ihnen.
00:29:41: So
00:29:41: jetzt wünsche ich Ihnen vor allem Gesundheit!
00:29:44: Das wünsche Ich Ihnen auch und wenn Sie so gesund sind dass ihr noch den Link zu den Tickets finden wollen.
00:29:49: das ergibt sich aus den Show Notes.
00:29:51: alles Gute und Tschüss bald.
00:29:54: Gizy gegen Gutenberg ist eine Produktion der Open Minds Media GmbH.
00:29:59: Neue Folgen hören Sie jede Woche, überall wo es
00:30:02: Podcast gibt!
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