#149 GGG Demenz in der Familie – was können wir tun?

Shownotes

Diagnose Demenz. Was jetzt? Wie kann man den anstehenden Herausforderungen begegnen? Nicht nur als Mensch mit Diagnose, sondern auch als Angehörige*r. Unsere Hosts Karl-Theodor zu Guttenberg und Gregor Gysi sprechen über eine Krankheit, die uns alle betrifft und wenn sie es nur tut, indem sie uns Angst macht. Welche gesellschaftlichen Lösungen gibt es, wenn man körperlich noch der selbst Mensch ist, aber geistig starke Veränderungen erlebt. Wie geht es der Familie, die sich neben der emotionalen Belastung mit dem Pflegesystem, Gesetzen und der Justiz konfrontiert sieht.

Welche Tests oder Präventions-Maßnahmen gibt es schon?

Demenz ist ein schwieriges Thema, zu dem man bestimmt viel sprechen muss. Wir wagen heute einen Anfang.

Viele Vergnügen bei der neuen Show.

+NEWS+

Für uns bei der Open Minds Media, hat eine aufregende Zeit begonnen!

Wir haben unsere Medienmarke GUTTENBERG und damit einige neue, spannende Formate gelauncht. Dienstags gibt es immer Land in Sicht-der Newstalk mit Klaus Brinkbäumer & Friends. Finden können Sie den Podcast hier:

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Freitags gibt's immer die neue Folge des USA-Talks „Make America GOOD Again“ mit der Gysi-gegen-Guttenberg Produzentin Ricardia Bramley 🎙️ und KT Guttenberg. Make America GOOD Again ist hier zu finden:

Spotify: https://open.spotify.com/show/35hEyPYLSc6rb7uNGWqS56?si=2e52aced02bb4341 Apple: https://podcasts.apple.com/de/podcast/make-america-good-again/id1872629250?l=en-GB YouTube: https://www.youtube.com/@MakeAmericaGOODagainDerUS-Talk

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Transkript anzeigen

00:00:03: Hello und herzlich willkommen, liebe Zuhörer zu einer neuen Ausgabe unseres Podcastes Gizi gegen Gutenberg.

00:00:28: Ich bin heute in den USA.

00:00:29: es ist relativ früh am Morgen.

00:00:30: Gregor ist im kühlen oder kalten Berlin.

00:00:34: das wird er uns gleich noch sagen.

00:00:37: Wir freuen uns, dass Sie zugeschaltet haben.

00:00:39: Und wir werden uns heute mit einem etwas schwierigen sehr persönlichen Thema befassen, zu dem ich gleich kommen werde.

00:00:46: Bevor ich dies allerdings tue, möchte ich Gregor fragen was ihm denn in Berlin oder an einen dieser vielen Orte die er außerhalb Berlins und das ist wahrscheinlich der Mehrzahl seiner Tageswochen- und Monatsabläufe besucht wie der Fahngeschehen ist, was Ihnen letzte Woche zum Nachdenken gebracht hat.

00:01:03: Was ich nicht als Ausnahme betrachten würde, sondern ihn möglicherweise erschüttert, gerührt oder vielleicht auch in irgendeiner Form bewegt habe.

00:01:14: Guten Tag liebe Nutzerinnen und Nutzern!

00:01:16: Grüße Sie ebenso herzlich.

00:01:18: Ja, ich mache ja eine Woche Winterurlaub jedes Jahr Und ich fahre dann blaue rote und schwarze Abfahrten.

00:01:25: nun werde ich aber jedes Jahr Ich weiß nicht ob sie das auch kennen Ein Jahr älter.

00:01:31: Das hat auch unangenehme Züge und auf jeden Fall habe ich plötzlich gemerkt, nee schwarze Abfahrten sind zu viel.

00:01:40: du bist jetzt siebenundsiebzig wirst in kürzer achten siebzig das reicht.

00:01:45: brauer- und rote abfahrten also nicht die ganz schweren Und dann hab' ich mich aber nicht getraut dass zu sagen Selbsttäuschung weil ich ja meinen Sohn und einen weiteren Verbanden also wesentlich jüngere Begleiter hatte Und ich dachte, die wollen ja unbedingt schwarze Abfahrten fahren.

00:02:01: Wenn sie nicht mit mir zusammenfahren können ist das auch doof!

00:02:04: Also habe ich mich gar nicht getraut ihnen das zu sagen und wieder mal gemerkt was Selbsttäuschung

00:02:09: ist.".

00:02:10: Als ich es ihnen sagte, waren die halb froh.

00:02:12: Weil sie auch nicht gerne schwarze Abfahrten fuhren.

00:02:14: Darauf bin ich aber nicht gekommen!

00:02:16: Und das war eigentlich ein schönes Erlebnis, dass wir dann alle gesagt haben ... Nee, wir fahren blau und rot?

00:02:22: Okay, das reicht.

00:02:23: Man muss sich auch begrenzen können.

00:02:25: Wenn man älter wird, habe ich festgestellt, Jüngere, wo man immer denkt, die sind ehrgeizig wollen unbedingt schwarzer Abfahrt, fahren die gar nicht.

00:02:33: Fahren gut, sehr gut Zucker.

00:02:35: Aber... Die sind gar nicht darauf erpicht, es unbedingt riskant zu gestalten.

00:02:40: Ja das Schöne selbst zur Täuschung Gregor ist, dass sich ja immer so ein kleines Fitzelchen Eitelkeit auch in Sicht... Klar!

00:02:46: Also ich kann von viele Lieder singen und kann diese Geschichte sehr nachvollziehen.

00:02:54: Wenn wir über Älter werden reden, sind wir gerade schon auf dem richtigen Pfarrz unserem Thema heute.

00:03:00: Wir wollen nämlich heute, liebe Zuhörerinnen und Zählern – das wusste ich jetzt ja, dass vielleicht das darf ich noch einschieben.

00:03:05: Ich spreche aber von Zuhören und Zuhöhrer wenn ich sie anspreche und Gregor von Nutzerin und Nutzer!

00:03:11: Ich frage mich immer was der Unterschied ist?

00:03:13: Mir kam es aber doch gerade ein Nutzer oder eine Nutzerin muss nicht zwingend zuhören.

00:03:19: wir wollen aber, dass Sie zuhören.

00:03:20: deswegen bleibe ich beim Zuhäurer Und Gregor wird weiterhin von den Nutzern sprechen.

00:03:26: Na ja, wenn sie sich nicht nutzen können Sie auch nichts zuhören!

00:03:30: So einfach ist es.

00:03:32: Mein Begriff ist etwas allgemeiner.

00:03:34: Deiner ist spezieller.

00:03:37: Ja so ist es rum.

00:03:39: So und bevor wir uns in die Abgründe dieser Diskussion begeben, sprechen wir heute nicht über das älter werden aber über eine zunehmende Folge des Älterwerdens.

00:03:50: Wir wollen nämlich über Demenz sprechen Richtig.

00:03:53: Und jetzt werden einige sagen, höchste Zeit bei den beiden weil wir das Gefühl haben dass sie genau eben die immer mal wieder leiden wenn Sie versuchen politisch zu argumentieren.

00:04:03: aber es geht hier um ein sehr sehr ernstes Thema und wir wollen uns nicht darauf beschränken über die Krankheit als solche zu reden über die viel geschriebenem gesprochen geforscht wird auch sondern einen Aspekt in den Mittelpunkt stellen Gregor der in meinen Augen sehr sehr unterschätzt wird.

00:04:23: Und zwar haben wir in unserem Land, in Deutschland haben wir laut aktueller Studien etwa eine Million Menschen mit einer Demenzerkrankung.

00:04:34: Da gibt es ja unterschiedliche Formen Aber die Betroffenheit der Familien ist etwas was oftmals aus dem Blick gerät.

00:04:40: Die Betroffenheit derer, die sich um ihre Lieben kümmern Kümmern müssen, kümern sollten Oft nicht können in dem Maße wie sie es wollten.

00:04:50: Und was bedeutet das?

00:04:52: Was bedeutet das für den Einzelnen, was bedeutet es für die Gesellschaft.

00:04:55: Welche Möglichkeiten gibt es?

00:04:57: wo kann man Verbesserungsansätze suchen?

00:05:00: und bevor sie jetzt abschalten und sagen wir reden ja heute gar nicht über Iran Russland die USA oder ähnliches bleiben Sie dran weil die Wahrscheinlichkeit dass sie entweder selbst eine Betroffenheit in der Familie haben oder eine solche betroffenheit haben werden ist extrem hoch.

00:05:17: Ich bin auf dieses Thema aufmerksam gemacht worden von einer guten Freundin, die eine Stiftung gegründet hat.

00:05:23: Die Desideria heißt, die sich genau damit befasst und ich habe in dieser Diskussion erst mal gemerkt welche Dimension dieses Feld für uns alle hat.

00:05:37: Und von daher glaube ich es ist an der Zeit das wir uns auch mit dieser Thematik beschäftigen und auch den Hinweis geben dass hier politisch mehr geschehen muss.

00:05:46: Gibt es in deiner Familie Fälle, wie sehr bist du damit in Verrührung gekommen und wie sehr beschäftigt das dich?

00:05:54: Weil ich meine wir beide sind jetzt nicht mehr die Jüngsten.

00:05:57: Und bei mir ist es natürlich auch eine Grundsorge Ich möchte nicht sagen eine Angst aber eine Sorge und Es wird so angst wenn ich das Gefühl habe dass Familienmittel getroffen sein könnten was bei mir auch schon der Fall war.

00:06:09: Also es ist ein höchst persönliches Problem.

00:06:12: Natürlich kenne ich solche Fälle auch aus meiner Familie.

00:06:15: Meine Mutter war zum Schluss eben auch ein Pflegefall und das war verbunden mit dieser Krankheit.

00:06:21: Das Zweite ist, dass die Zahl der Demenzkranken nicht abnehmen sondern zunehmen wird.

00:06:27: also nach wissenschaftlichen Einschätzungen werden, wird sich die Zahl über unsechtigjährigen Menschen mit Demenz bis zu zwei Tausend Fünfzig auf zwei Komma drei bis zwei Kommasieben Millionen Menschen erhöhen.

00:06:40: Davon müssen wir ausgehen.

00:06:42: Also fast eine Million mehr noch mal, als heute.

00:06:44: Fast eine Millionen mehr!

00:06:46: Wir müssen uns überlegen wie die Gesellschaft damit umgehen kann ob das mit unseren Krankenkassen so nachstimmt, ob es mit den Pflegeeinrichtungen stimmt, ob Familienangehörige nicht überfordert sind.

00:07:00: Es wird immer gerne der Satz gesagt ja man liebt ja seine Mutter oder seinen Vater und dann kümmert man sich viel intensiver drum.

00:07:10: Wenn man aber jeden Tag überfordert ist, wenn man das überhaupt nicht mehr bewerkstelligt, dann kann sogar aus einer Zuneigung Abneigung werden.

00:07:19: Weil es ja nicht derselbe Mensch ist mit dem man es vorher zu tun hatte oder zumindest scheinbar nicht der selbe Mensch is'.

00:07:25: Nur körperlich derselben Mensch, aber geistig nicht dersELBE Mensch!

00:07:28: Also müssen wir uns wirklich gesellschaftliche Lösungen einfallen lassen.

00:07:33: Ich kann dir nur schildern, das erste Problem besteht im folgenden wir haben verschiedene Pflegestufen bis du einen Gutachter bekommst.

00:07:41: dass dauert Was der denn entscheidet, welche Pflegestufe gerechtfertigt ist oder nicht?

00:07:48: Da hast du immer auch den Eindruck das ist zufällig.

00:07:51: Hast du den allen?

00:07:51: Kriegst du die Pflegeschlufe?

00:07:53: Hast du eine andere?

00:07:54: Kriegsst du eine anderen Pflegelstufe?

00:07:55: Dann muss das Gericht das noch entscheiden!

00:07:58: Das sind alles Gänge.

00:07:59: wenn du das erledigen willst und wenn man etwas privilegiert ist ich sage das so offen dann geht es schneller.

00:08:05: Wenn du aber nicht privilegierter bist dann dauert das Und da haben wir irrsinnige Zeitabläufe.

00:08:11: Wir haben zu wenig Personal, sowohl in der Justiz als auch in der Medizin und im Begutachtungswesen.

00:08:19: Also ich glaube, wir sind hinken dieser Krankheit wie auch anderen Krankheiten aber besonders hinterher.

00:08:25: Es gibt für mich eine Hoffnung – das will ich auch sagen -, dass es so viele gibt und es keine seltener Krankheit gibt arbeitet die Pharmaindustrie natürlich verstärkt an der Erforschung von Mitteln dagegen.

00:08:37: Und da gibt es zwei interessante Sachen, es gibt eine Demenzerkrankungen, die heilbar ist aber das ist der geringere Teil der Kranken und wenn man es frühzeitig erkennt kann man wesentlich mehr dagegen unternehmen als wenn man sie spät erkennt.

00:08:53: Jetzt ist meine Frage wie schaffen wir denn ein System wo man eine solche Krankheit frühzeitig erkennen?

00:09:01: übernehmen das die Kassen.

00:09:03: Sagen Sie, gehen Sie jedes Jahr einmal zum Arzt machen sie eine gründliche Untersuchung.

00:09:07: wir bezahlen das weil es ist für uns letztlich billiger wenn wir rechtzeitig wissen welche Gefahr in Ihrem Körper lauert und wir Mittel dagegen einsetzen als wenn wir nachher die Spätfolgen zu behandeln haben dass alles viel viel teurer.

00:09:22: aber so ein Denken gibt es bei uns nicht.

00:09:26: ja Prävention ist etwas was bei uns jetzt Inflationär ausgeprägt ist.

00:09:31: Also zunächst einmal im Handeln jedes Einzelnen, weil man ja oftmals auch Angst davor hat mit einer unbequemen Wahrheit konfrontiert zu werden.

00:09:40: Es gibt mittlerweile solche Tests wo die in den USA sich beispielsweise jetzt auch eine wachsenden Annahme erfreuen nämlich dass man einen Test machen kann wo die Wahrscheinlichkeit dann herauskommt wie hoch oder beniedrig eine Demenzerkrankung sein wird.

00:10:03: Da verschäuen sich natürlich viele, weil wenn dann plötzlich es heißt dass sie zu seventy Prozent Demenz bekommen werden und zu acht oder zu neunzig Prozent Das Leben natürlich von einer ständigen Angst geprägt sein kann wann tritt das ein?

00:10:18: Aber

00:10:19: gleichzeitig

00:10:19: ist es aber trotzdem

00:10:21: Weißt du da gibt's ja mit um das zu verlangsamen.

00:10:23: insofern wäre es gut man wüsste

00:10:27: Das ist der Punkt.

00:10:29: Also so richtig heilbar ist es offensichtlich noch nicht, es gibt unterschiedlichste Formen das ist richtig und es gibt Forschung und auch Mittel die jetzt wo immer wieder von Durchbrüchen gesprochen wird aber die auch schnell in Zweifel gezogen werden was eine wirklich fundamentale Verlangsamung der Erkrankungen der unterschiedlichen Erkranken betrifft.

00:10:52: Ich bin, was das anbelangt jetzt gar nicht so hoffnungslos und wir haben ja auch schon darüber gesprochen in unserem Podcast wie du sagst dass wir durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz jetzt zunehmend schnellere Entwicklungsschritte gerade in der Medizin in der Forschung bei solchen Dingen auch herbeiführen können.

00:11:11: Und gerade in diesem Feld tut sich enorm viel.

00:11:15: also ich kann mir schon vorstellen, dass in den nächsten zehn Jahren oder hoffentlich vielleicht zu den nächsten zwei oder fünf Jahren, es zur Durchbrüchen kommen mag.

00:11:22: Nur das ist natürlich dann immer auch gekoppelt daran was der Einzelne letztlich daraus macht.

00:11:29: und jetzt bin ich bei dem Punkt, den du angesprochen hast Vorsorge!

00:11:33: Ich habe das bei einer oder anderen Frage selbst.

00:11:36: Ich gebe unumwunden zu Privatversicher zu sein und selbst die privaten Versicherungen tun sich schwer gewisse Vorsorgeleistungen entsprechend zu erstatten Und bei den gesetzlichen ist es ja dann entsprechend nicht und teilweise noch Trasse ohne jetzt in die Details hinein abgleiten zu wollen.

00:11:57: Aber es ist mir manchmal komplett unverständlich, dass eine Vorsorgeuntersuchung ist etwas was enorme Kosten später zu vermeiden.

00:12:05: Rieche!

00:12:06: Ich frage mich immer warum diese Rechnung offensichtlich nicht aufgeht?

00:12:10: Also das ist etwas, was meinen Intellekt ... offenbar bei Weitem übersteigt und überreizt.

00:12:18: Aber da muss sich viel tun, aber da muss ich beginnend auch in den Köpfen der Einzelnen viel tun dass man eben bereit ist das auch zu tun.

00:12:24: Man beginnt viel zu spät mit seiner Kolonoskopie.

00:12:27: Man beginnen viel zu Spät mit dem Untersuchungen seines Herzens und ähnlichen.

00:12:32: meistens erst dann wenn es irgendwo zu Zwicken begonnen hat.

00:12:34: oder bei der Demenz weil sie unaufhaltsam ist kann man gar nicht früh genug anfangen um letztlich zumindest die Verzögerung herbeizuführen und das dann zu schaffen.

00:12:45: Und tut damit – jetzt sind wir bei unserem Punkt wieder – all jenen, die größte Freude, die einem ja am liebsten sind, nämlich seinen Nächsten und seiner Familie um dann wenn man irgendwann darauf angewiesen sein wird hoffentlich auch diese Liebe und Pflege zu erfahren, die nicht darin besteht dass man möglichst schnell in eine Einrichtung abgeschoben wird sondern dass es weiterhin so lange wie möglich diese Form der Beziehung gibt.

00:13:09: Du hast ja auch schon mal gesagt, man ist ja mehrfach sozusagen ein Anführungszeichen in seinem Leben.

00:13:15: Ist man ein Pflegefall als Kind, Pflegefallen Anführung Zeichen?

00:13:19: Ist man auf die Hilfe der Eltern angewiesen?

00:13:21: Dann später versucht man sich irgendwie selbst zu versorgen und seine Kinder zu versorgten wenn wir das Glück hat welche zu haben und später ist man darauf angewiesen wieder versorgt zu werden.

00:13:29: Es ist ein seltsamer etwas prachialer Kreislauf denn unser Leben darstellt Jetzt zunächst einmal ist dieses gesellschaftliche, was dann politisch unterfüttert werden müsste.

00:13:40: Da bist du näher dran als ich es heute bin und Ich habe allerdings das Gefühl da fehlt es noch an allen Ecken und Endpunkt.

00:13:47: Und das dritte ist natürlich das Angebot, dass die Gesellschaft sich selbst geben kann wie man Familien unterstützen kann damit herzuerwerden und ich habe eine solche Achtung vor vielen Menschen, die ich kenne in Großteil ihres Tages Opfern um den Menschen, die beginnen sie zu vergessen diesen Menschen das Gefühl zu geben weiterhin geliebt zu werden und dass ihnen geholfen wird in den letzten Augenblicken ihres Lebens.

00:14:16: Also am schwersten hat es die sogenannte Sandwich Generation.

00:14:20: Die muss sich um kleine Kinder kümmern Und um die dementen Eltern.

00:14:25: du bist also richtig dazwischen.

00:14:27: Du darfst deine kleinen Kinder logischerweise nicht vernachlässigen, du darfst auch deine Eltern nicht vernachtlässigend.

00:14:32: Die sind in einer extrem schwierigen Doppelbelastung und wenn sie dann noch beruflich tätig sind oder gar studieren oder ähnliches, sind sie ja noch zusätzlich

00:14:41: belastet.".

00:14:43: Das ist das eine.

00:14:43: Das zweite ist, ich habe auch viele Hoffnungen dass die Forschung auch mithilft der künstlichen Intelligenz hier bald weh gefindet.

00:14:51: aber das es dauert wissen wir vom Krebs.

00:14:52: Hautkrebs ist heute schon behandelbar anderer Krebs wenn er eben wieder zu spät erkannt wird nicht.

00:14:58: Ich verstehe dass ökonomische denken weder der gesetzlichen Kassen Krankenkassen noch der privaten Krankenkasten?

00:15:05: Ich würde sogar umgekehrt machen.

00:15:07: das klingt jetzt ein bisschen abenteuerlich.

00:15:09: also ich würde als Krankenkasse verlangen, dass meine Mitglieder einmal im Jahr sich gründlich untersuchen lassen.

00:15:18: Und jetzt war sozusagen ein bisschen als Bedingung weil ich das bezahle dieser eine Untersuchung Und dann rechtzeitig erfährt man von irgendwelchen Erkrankungen, die dann viel leichter zu heilen sind oder verlangsamen sind.

00:15:34: Das ist unterschiedlich und das ist viel kostengünstiger als wenn jemand zwanzig Jahre lang nicht zum Arzt geht und plötzlich stellt sich heraus, die Krankheit ist soweit fortgeschritten.

00:15:44: Dann müssen die teuersten Mittel eingesetzt werden.

00:15:47: in Operation Verstehe nicht, warum die nur so kurz denken und sagen ach wieso soll ich dann so eine blöde Voruntersuchung bezahlen?

00:15:54: Anstatt darüber nachzudenken dass sie hinterher sehr viel Kosten sparten.

00:15:59: Also ich finde wir müssen als Gesellschaft neu darüber nachdenken.

00:16:02: vielleicht sollten wir uns alle selbst verpflichtet fühlen aber auch die Krankenkassen müssten das eigentlich... verlangen, einmal im Jahr uns gründlich untersuchen zu lassen.

00:16:11: Dann brauchste allerdings wieder Ärztinnen und Ärzte die dazu in der Lage sind, die gründliche Untersuchungen zu machen und wirklich festzustellen wo es problematisch wird in deinem Kopf oder an deinem Körper und wo man rechtzeitig Maßnahmen einleiten sollte.

00:16:26: ich glaube wir würden ganz viel ersparen.

00:16:29: Ich habe neulich als Gast gehabt einen berühmten Ernährungswissenschaftler.

00:16:33: Der hat mir erklärt wie viele Krankheiten verhindert werden könnten, wenn wir uns gesünder ernähren.

00:16:39: Wird das unterrichtet an Schulen?

00:16:41: Ich glaube nein.

00:16:43: und da geht es mir nicht um die Frage vegan, vegetarisch oder all das nicht sondern es geht wirklich um wichtige Fragen der gesundheitlichen Ernährung, die so viele Krankigkeiten verhindern können.

00:16:54: Da gibt's natürlich eine Lebensmittelindustrie, die gar diesen Ernährungswissenschaftler nicht leiden weil er ja immer bei bestimmten Prozessen darauf hinweist dass das halt ungesund ist.

00:17:03: Ich glaube, wir müssen hier den Mut haben andere Wege zu gehen als bisher.

00:17:09: Anders heranzugehen um die Gesundheit wirklich zu fördern und um es sogar kostengünstiger zu machen für die Kassen.

00:17:16: Also gesund ernähren tun wir uns beide.

00:17:19: wahrscheinlich nur in eine Maße wo wir uns gelegentlich auch selbstkritisch fragen müssen tun wir das genug?

00:17:26: ich erinnere uns uns beide daran wenn wir gelegenlich essen waren dass man jetzt auch gesünder machen könnte.

00:17:33: Zumindest ist was den Sport anbelangt.

00:17:34: Die Bewegung, die ja auch entsprechend dazu führt dass man letztlich Prävention betreiben kann hast du mit zwar dem Verzicht auf schwarze Pisten aber mit zumindest der blauen und roten Piste bis hast du den um Weihnachten herum entsprechend Rechnungen getragen.

00:17:53: Es kommen ganz banale Dinge hinzu und trotzdem merkt man wie komplex es ist, ausreichend Schlaf.

00:17:59: Wir hören nicht immer mal wieder auch testen zu lassen, dass wenn man eine depressive Veranlagung hat – auch darüber haben wir schon gesprochen -, dass man sich da behandeln lässt.

00:18:08: Auch das ist in unserem Staat schwer genug geworden aber oft ein Auslöser für Demenz.

00:18:13: Also Bewegung, geistige Fitness kann man heute gemeinsam und alleine kann man sowas immer auch spielerisch testen.

00:18:20: Da gibt es bis hin zu Apps auf den iPhones viele Dinge.

00:18:24: Und ich glaube das allerwichtigste ist etwas was irgendwie für normale achtet wird und heute nicht mehr normal ist.

00:18:33: Das sind soziale Kontakte und das ist der Austausch mit anderen Und das ist Familie, das sind Freunde.

00:18:42: Das ist die Möglichkeit seinen Geist zu trainieren indem man kommuniziert miteinander.

00:18:47: und warum sage ich das?

00:18:48: Weil es... Ich habe gerade vor kurzem eine etwas verwegende Schaubild veröffentlicht was nicht wirklich wissenschaftlich sich begründet wo mal deutlich gemacht wurde wie sich zwischen zwei zwischen neunzehntund dreißig und zwanzig-vierundzwanzig das Verhalten der Menschen verändert hat bzw wie die sozialen Kontakte sich verändert haben und was im Umgang für Menschen das Wichtigste ist.

00:19:13: Was früher die Familie war, was der Küchentisch war, ist heute für sechs bis siebeneinhalb Stunden pro Tag es online zu sein und zwar alleine.

00:19:25: Sich entweder mit seinem Handy zu beschäftigen oder vor dem Fernseher zu sitzen, vor den Bildschirmen zu sitzen.

00:19:30: Sechs bis sieben- halbstunden pro Tag, vierzig bis fünfundvierzig Prozent der wachen Zeit des Menschen verbringt der Mensch über alle Alterskategorien hinweg mittlerweile vor den Bildschirmen.

00:19:40: Früher hatte man mit der Familie verbracht, dann hat er noch mal fünfzehn Prozent mit Freunden verbracht.

00:19:48: Das hat sich komplett verschoben!

00:19:49: Und wenn man sich dann wundert, dass aus dieser Einsamkeit heraus teilweise natürlich eigentlich nicht ein gesünderer Mensch entsteht.

00:19:57: Auch wenn man sagt ich kann mir ja mal im Handy irgendwie meine entsprechende Therapien herunterlesen und ähnliches das meiste was man allerdings macht ist nicht über Therapien sich schlau machen sondern ganz andere Dinge auf diesem Ding zu betreiben sie irgendwelche soziale Medien hineinzuziehen Dann muss man sich nicht wirklich wundern.

00:20:14: und wenn dieses diese sozialen Kontakte Die Grundlage dafür sind für das, was man hier eigentlich braucht.

00:20:20: Also wir brauchen zur Entlastung auch von Familien die momentan dran sind.

00:20:24: Brauchen wir ambulante Pflegedienste, brauchen Tagespflege, brauchen Selbsthilfegruppen, wir brauchen Betreuungsgruppen und ehrenamtliche Helfer.

00:20:31: All das funktioniert nicht wenn man sich in die Selbstisolation wickelt.

00:20:35: Und das ist der Ansatz wo ich sage dass wir vor so einem gewaltigen gesellschaftlichen selbst auferlegten Problem momentan stehen und diese Entwicklung zum einen haben Zum anderen aber auch wieder, dass menschlich sein finden müssen, was nur im Zwischenmenschlichen stattfinden kann.

00:20:53: Und das ist glaube ich wahrscheinlich mit das größte Geheimnis, was dann zu dem führt, was wir am Anfang benannt haben nämlich, dass Familien bereit sind sich umeinander zu und füreinander zu kümmern Aber gleichzeitig auch die politischen und die entsprechenden Grundlagen dafür geschaffen werden Dass Familien das machen können ohne befürchten zu müssen, selbst damit sich in soziale gesellschaftliche oder wirtschaftliche Abseits zu stellen.

00:21:21: Und das ist eben die Befürchtung, die ich habe?

00:21:24: Also... Ich hab ja kennengelernt den Professor Dr.

00:21:28: Walter Jens.

00:21:29: Damals war er der einzige Rhetorikprofessor in Deutschland und die letzten Jahre hat er dem Mensch nach Hause gelebt.

00:21:36: Es gibt keine Bilder von ihm nichts!

00:21:39: Ich weiß es nicht aber ich denke, es war auch eine schwere Belastung für die Familie.

00:21:44: Und wie hilft da die Gesellschaft?

00:21:47: Viel zu wenig.

00:21:48: Es gibt aber Ärzte, die sagen nein wir müssen in die Krankenhäuser auch dafür einrichten dass Demenzkranke dort untergebracht werden und sich wohlfühlen also das es Beschäftigung für sie gibt und vieles andere.

00:22:01: man muss ja auch erforschen was einen Demenzkranken noch kann und was er nicht kann und dann musst du ihn so einsetzen dass er das machen kann was er kann und du ihm da hilfst wo er eben keinen eigenen Weg mehr findet.

00:22:16: Das ist ja sehr unterschiedlich, es gibt natürlich so schwerwiegend Demenzkrankheiten da kannst du gar nichts mehr machen, da kannst du nur noch pflegen.

00:22:23: aber es gibt ja viele Zwischenstufen und so weiter.

00:22:26: und dann gibt's auch die Sekundärkranken.

00:22:29: Da kann man die Krankheit sogar heilen, aber das ist eben die Ausnahme.

00:22:32: Aber wenn man es früher erkennt, kann man früher etwas machen.

00:22:36: Und hier muss finde ich die Politik anfangen umzudenken.

00:22:39: Wir müssen auch in Form der Prävention denken, der Früherkennung denken.

00:22:44: A.)

00:22:44: Um den Menschen zu helfen aber

00:22:46: B.)

00:22:46: Auch um Kosten zu sparen und vor allen Dingen um eine schlimmere Entwicklung von Krankheiten zu verhindern.

00:22:53: Das ist ja das Entscheidende an der Früherkennung.

00:22:55: Wenn du ganz früh ein Krebs erkennst sind die Behandlungserfolge viel größer als wenn das ein zwei drei vier Jahre zu spät kommt.

00:23:04: Und deshalb finde ich an anderes Denken diesbezüglich in der Politik genauso wie bei den Leitungen der Krankenkassen.

00:23:11: Ist zwingend erforderlich, damit wir die sagen wir mal die schlimmen Folgen bestimmter Krankheiten zumindest mindern können wenn wir sie auch nicht verhindern können.

00:23:22: aber wir können sich mindern.

00:23:24: für viele wäre das dann ein erleichtertes Leben.

00:23:27: und wir müssen die Einstellung verändern.

00:23:29: und da bin ich wieder bei den Schulen.

00:23:31: Wir müssen schon in den Schulen unterrichten dass Vorsorge das Beste ist, Früherkennung das B beste.

00:23:37: Dass man sich jedes Jahr einmal gründlich untersuchen lassen sollte.

00:23:40: ich war als Kind auch mal ein halbes Jahr im Krankenhaus.

00:23:43: Ich weiß wie einen das völlig durcheinander bringt.

00:23:46: allerdings in der DDR war es natürlich so dass wir zweimal einer Woche Unterricht hatten.

00:23:50: Das gibt's heute gar nicht was ich völlig falsch finde.

00:23:53: ich musste deshalb keine schulklasse wiederholen Weil ich im Krankenhausunterricht hatte natürlich nur in den zwei wichtigen Fächern Deutsche Mathematik und so, nicht alle Fächer.

00:24:03: Aber mal hin die zweivichtigsten in der Grundschule.

00:24:06: also wir müssen uns Wir müssen hier anfangen umzudenken glaube ich.

00:24:12: Hast du das Gefühl dass unter den Kollegen und Kolleginnen im Parlament da die notwendige, sagen wir mal die notwendig sensibilität bereits gegeben ist?

00:24:23: Dass es da entsprechende Initiativen gibt?

00:24:25: Ich lese davon sehr wenig.

00:24:27: Wenn ich mich überlege, mit was man sich daran beschäftigt und zwar zu meiner Zeit auch nicht so anders, dann gibt es immer mal wieder diese Leuchtturmdebatten wenn es um Sterbehilfe geht und solche Geschichten.

00:24:38: aber ich kann mich an keine leuchtturmdebatte mit Blick auf Demenz erinnern, aber vielleicht bin ich hinterhinsicht auch schon dem Menschen.

00:24:43: Das stimmt das ist selten.

00:24:44: aber es gibt schon Abgeordnete die so denken dass Problem ist dass alle Hemmungen haben gegenüber den Leitungen der Krankenkassen und zwar der privaten Untergesetzlichen.

00:24:53: Aber mit denen müssen wir darüber sprechen, denn sie müssen ja auch umdenken und die Politik muss umdenaken.

00:24:59: Und ich sage noch mal ist ich will ja Gesundheit nicht rein ökonomisch sehen.

00:25:03: an Krankenhaus muß sich nicht in erster Linie rechnen sondern erster linie für Gesundheits sorgen.

00:25:08: das für mich öffentliche Daseinsvorsorge.

00:25:10: aber letztlich wird es sogar billiger wenn wir in die Früherkennung viel stärker investieren als das Gegenteil der Fall ist und zwar sowohl politisch als auch die Krankenkassen.

00:25:20: Und ich überlege mir, ob sich da mal eine Initiative im Bundestag starte, dass sich deine Gruppe überfraktionell findet, die sich dafür engagiert und einsetzt?

00:25:29: Vielleicht die gesundheitspolitischen... Da ist

00:25:31: ein guter Gedanke, Walde.

00:25:32: Die Betroffenheit ja ... Ich würde es wie bei diesen anderen so durchaus über die Gesundheitspolitischen Sprecher hinweg tun, weil sonst landet das wieder letztlich nur in den Fachzetteln!

00:25:42: Die Betroffenheit ist ja wirklich überall gegeben Und es gibt ja auch ein paar ganz hoffnungsvoll stimmende Ansätze.

00:25:51: Es gibt mittlerweile sogenannte dimenssensible Krankenhäuser, das wird tatsächlich was getan und da wird der Versuch unternommen auf das einzugehen, was du vorhin benannt hast.

00:26:01: Problematisch ist natürlich, dass alles für einen Erwerbsleben bedeutet.

00:26:06: Und zwar sowohl jetzt nicht nur der Erkrankten wie auch der Pflegenden selbst.

00:26:09: Ich meine die Gefahr beruflicher Explosionen ist riesig in einem solchen Fall.

00:26:15: Es fehlt dann an bestimmten Maßnahmen, wie man Aufgaben entsprechend anpassen kann.

00:26:19: Arbeitszeitreduzierung und so durchzuführen – das ist Sinn macht!

00:26:24: Die Debatte zu Erwerbsminderungsrente

00:26:26: etc.,

00:26:27: da ist ganz viel was damit hineinragt Und momentan ist es ebenso.

00:26:33: Ich habe am Anfang darauf hingewiesen dass ich selbst weniger das Gefühl habe, dass die Impulse ausgehen jetzt wirklich von der Politik zumindest so, dass ich sie wahrnehme.

00:26:43: Sondern dass es einfach ein paar private Ansätze gibt und ich hab auf diese Organisation Desideria hingewiesen.

00:26:52: Ich mach' das nicht um jetzt irgendwie dreist Werbung für eine Organisation zu machen aber... Wenn sich Menschen dafür einsetzen, dass Demenz kein Tabu und keinen Stigma sein soll.

00:27:01: Das ist mehr Sichtbarkeit auch für die Leistung von pflegenden Angehörigen geben muss das gesellschaftliche Teilhabe entsprechend stattfindet und dass man dafür Angebote schafft über Seminare, über Coaching wie das heute Neudeutsch heißt Über auch Podcasts, die gemacht werden und wo man den Menschen dort versucht zu erreichen.

00:27:22: Wo sie in ihre Einsamkeit haben, weil sie sind nämlich am Handy oder mit ihren Kopfhörern im Rohr.

00:27:27: Und aber damit eine gewisse... Norddeutsch sagt man Awareness zu schaffen, dass in der Aufmerksamkeit dafür zu schaffen was nötig ist und sich da schlau zu machen, sich da unter anderen Mit anderen Betroffenen entsprechend helfen zu lassen ist, glaube ich genau der Ansatz, den es braucht.

00:27:45: Und von daher kann ich nur sagen... Ich glaube wir wissen alle selbst zu aufgerufen nicht nur in unseren Umfeldern sondern in die Möglichkeiten, die wir haben entsprechende Angebote zu nutzen sie verbessern zu helfen und nicht immer nur zu warten bis parteipolitischer Klein-Klein zu irgendeiner fahlen Lösung kommt.

00:28:05: Ja und wir müssen auch Folgendes sehen.

00:28:06: also zum Beispiel ehrlich gesagt Ich hoffe natürlich nicht, dass ich zu einem Pflegefall werde.

00:28:12: Aber ich will gar nichts, das meine Kinder mich dann betreuen.

00:28:15: Dann sollen sie mich unterbringen!

00:28:17: Sie soll mich natürlich regelmäßig besuchen...

00:28:19: Ich halte dich frisch?

00:28:20: Also ich bin ja für dich schon.

00:28:23: Prävention lieber Gregor.

00:28:24: Das musste er sich... also erstens musst du mir noch mehr Sport machen, du musst immer wieder Sport

00:28:30: machen.

00:28:30: Ich mach schon ausreichend Sport.

00:28:32: Ich

00:28:33: bleibst geistig beweglich.

00:28:35: Ich

00:28:35: trainiere meinen Geist in Gerichtsverhandlungen, wie schnell kann ich worauf reagieren?

00:28:40: Nein, ich will der Erfolg nicht sagen.

00:28:41: das was mir wirklich wichtig ist weißt du was mir als Kind im Krankenhaus lag unangenehm war Der Besuch meiner Eltern und Anderer.

00:28:50: ich freute mich darauf aber hat ein schlechtes Gewissen weil ich immer dachte sehr langweilig für die.

00:28:57: Wie nimmt man den Leuten das schlechte gewissen?

00:28:59: das heißt Du gehst sie besuchen Und zwar nicht, weil du sagst, jetzt muss ich da mal wieder hin.

00:29:05: Der liegt ja schon wieder zwei Wochen da.

00:29:09: Wenn die das spüren, dann wollen sie gar nicht besucht werden, weil sie ja die anderen nicht belasten wollen.

00:29:14: Aber wie macht man denn daraus für andere Bereicherung?

00:29:18: Das sind immer Fragen, die mich bewegt haben und zwar ... kann man sich wie folgt helfen, dass man sagt wenn die dich nicht besuchen leiden sie darunter, dass sie dich nicht Besuchen.

00:29:29: Insofern tust du ihnen vielleicht doch einen Gefallen, wenn du dich freust und sagst ja ich werde regelmäßig besucht und die würden auch leiden wenn Sie es nicht machten.

00:29:38: also vielleicht müssen wir komplizierter umdenken um dann auch Hilfe positiv entgegenzunehmen und nicht immer ein schlechtes Gewissen zu haben das man überhaupt Hilfe benötigt.

00:29:49: Ja und gleichzeitig sich als Besuchender daran zu erinnern, dass was für einen Mehrwert ist nicht nur für denjenigen hat, den man besucht sondern im Zweifel auch für das eigene Selbstwertgefühl plus.

00:30:03: Sich immer mal wieder den Gedanken zu machen wie wird es sein wenn ich einmal betroffen sein sollte?

00:30:09: Und ich glaube das ist dann der Brückenschlag dahingehend und das fällt uns um alle schwersten.

00:30:14: Wir haben vorhin über Prävention gesprochen.

00:30:16: Das ist die Prävenzion zunächst einmal sich davor zu schützen, selbst in den Demenz zu verfallen.

00:30:24: Eine andere Form der Prävention ist sich darauf vorzubereiten auf die Pflegeaufgabe, die einem zufallen kann und darüber macht sich überhaupt kein Mensch gedauert.

00:30:33: Das kommt irgendwann wie ein Donnerschlag auf die meisten heruntergesaust und weil wir Freunde drüber gesprochen haben.

00:30:39: auch was man heute in Schulen oder in der Ausbildung manchmal auch am Arbeitsplatz Menschen vorbereiten können müsste ist, dass man auch dieses Angebot einer Lebensfortbildung gibt.

00:30:50: Wie ist es eigentlich wenn ich selbst pflegender werde?

00:30:55: Und ich glaube viele versuchen dem aus dem Weg zu gehen was so ein unangenehmer Gedanke ist.

00:31:02: aber das ist dann eine kommunikative Frage und Aufgabe.

00:31:05: schafft man es tatsächlich Menschen schon mal gedanklich darauf vorzubereiten, das kann dich treffen so wie dich ein Herzinfarkt treffen kann.

00:31:13: So wie dich kann ich eben die Demenz eines nahen geliebten Angehörigen treffen.

00:31:18: und was sollte möglicherweise einfach schon gedanklig aber auch in der Vorbereitung auf diese ja durchaus hohe Wahrscheinlichkeit im Vergleich zu vielen anderen Dingen eingerichtet sein um nicht in ein völliges Disaster zu verfallen?

00:31:33: Und Das ist glaube ich das was wahrscheinlich uns mehr beschäftigen sollte als manch anderes.

00:31:39: Und von daher kriegst du jetzt als wählender Bürger sofort fast den Auftrag von mir mit, so was im Bundestag noch mal entsprechend zu platzieren weil es wäre ein so starkes Signal sowas über die Parteigrenzen hinweg zu machen und ich glaube da kann sich auch keiner wegdrucken.

00:31:59: also das ist oft gesagt eine Fraktionsführung oder ähnliche ja meine Gott wir haben wir haben schlimmere Probleme als jetzt.

00:32:05: genau dass nein Das ist eines der ganz maßgeblichen, großen Probleme bisherweise Herausforderungen vor die wir gestellt werden als Gesellschaft.

00:32:15: Als Einzelne und meine Erwartungshaltung in die Politik geht eher in die Richtung dass man sich auf diese Fragen entsprechend einstellt

00:32:22: Und die Möglichkeiten die es heute schon gibt zum Beispiel Sterbeverfügung und Ähnliches zu machen was die ärztliche Behandlung betrifft sollte genutzt werden.

00:32:34: Pflegeverflugungen auch nicht, auch das.

00:32:37: Und da sind wir jetzt zwar noch nicht auf dem Stand, auf den wir sein müssten – das ist eine andere Frage.

00:32:42: aber was möglich ist?

00:32:44: Das sollte man wirklich machen, auch im Interesse der Angehörigen.

00:32:47: also ich habe so eine Verfügung gemacht und habe das Meister ausgeschlossen weil ich das nicht will.

00:32:54: Andere mögen es nicht ausschließen, aber dann sollen sie das auch verfügen.

00:32:57: Ich glaube, dass das relativ wichtig ist und man muss sich damit beschäftigen – das Leben ist nun mal endlich Punkt!

00:33:04: Und junge Leute können das noch gar nicht richtig erfassen?

00:33:08: Das verstehe ich auch, ich war ja auch nicht anders als ich jung war.

00:33:12: Aber man muss daran denken und insofern sind solche Verfügung wichtig, aber auch Testamente wichtig vor allem wenn es kompliziertere Familienverhältnisse gibt Ordnung und Reitschaft.

00:33:23: Wenn man das nicht schafft, hinterlässt man

00:33:25: Chaos.".

00:33:27: Und dann mögen eigentlich Leute nicht mehr wenn man gestorben ist.

00:33:29: Das ist ja auch nicht schön!

00:33:31: Also sollte man es ihnen so leicht wie möglich machen und alle Vorkehrungen treffen?

00:33:35: Das ist so mein Rat den ich als ältere Mensch auf den Weg gebe.

00:33:40: Und den ich nur hundertfach unterstreichen kann.

00:33:44: und gleichzeitig bleibt es ein Kampf nicht nur in der Hinsicht gegen das Vergessen, sondern gegen das Verdrängen.

00:33:51: Es ist etwas was man verbringt und das Vergessens zu verdrängen wäre blöd.

00:33:55: und weil Damen und Herren bevor sie uns beide vergessen und wir uns einmal wieder vergessen übereinander aneinander und an den Themen die wir betrachten wollen wir Sie daran erinnern dass Wir zum ende dieser Sendung ihnen einen Hinweis geben dass sie uns live sehen können Und zwar in diesem Jahr sind wir an unterschiedlichen Orten quer über das Land verteilt.

00:34:18: Einmal mehr freuen uns daran, mit ihnen zu diskutieren ihre Fragen entsprechend aufzunehmen und gleichzeitig eben auch live Aufnahmen unseres Podcasts ... dann mit ihnen gemeinsam zu haben.

00:34:31: Und wir sind, Krieger, weißt du wo wir überall sind?

00:34:34: Ich glaube...

00:34:35: Wir beginnen

00:34:35: in Rostock dieses Jahr.

00:34:36: Du bist

00:34:37: jünger!

00:34:37: Ja, du kannst jetzt sowas leichter merken als

00:34:41: ich.

00:34:41: Hast das

00:34:42: vergessen?!

00:34:43: Also wieder ein Anzeichen.

00:34:44: Wie gesagt, ich stehe zu deiner Pflegung zum... pflege zum Beispiel dieses Patient zur Verfügung.

00:34:50: Am zwölften Februar sind wir in Rostock auf der Moja Kulturbühne am siebenundzwanzigsten Mai im schönen Aachen, im Eurogräs Aachen.

00:34:59: Am neunzwanziger September sind wir an der wunderbaren Einbegriff den ich irgendwann erklärt bekomme wenn ich dort bin Gebläsehalle in Neuen Kirchen.

00:35:11: Wir werden uns fragen, ist es ein Gebläse was mit Musikinstrumenten zu tun haben?

00:35:15: Ist es eine Geblässe das mit Wärme und Kälte zu tun hat.

00:35:18: Ist es einen Geblöße was mit unseren Äußerungen etwas zu tun hatte?

00:35:21: Wir werden jetzt sehen!

00:35:22: Am dreißigsten Oktober sind wir im Bochum im Ruhrkongress mit oder ohne Geblase und am ersten zwölften blasen wir zum Sturm nach Cullnbach nämlich in die Stadtthalle von Cullmbach um dann mit oder ohne Geblese langsam uns wieder Weihnachten anzunehren.

00:35:38: so schnell geht ein Jahr vorbei Und wir hoffen, dass sie kommen und Sie finden die Tickets.

00:35:45: Lieber Gregor glaube ich in den Show Notes beziehungsweise Möglichkeit.

00:35:48: Die kann man

00:35:49: über Show Notes erwerben.

00:35:51: Das ist ganz wichtig.

00:35:52: dann empfehlen wir ihn logischerweise.

00:35:54: unsere Bücher also Kati von uns.

00:35:57: zu Gutenberg hat über den Herrler Verlag ein Buch herausgegeben.

00:36:01: drei Worte neue Notizen aus der Gegenwart.

00:36:03: das sind interessante Aufsätze, Kolumnen die er geschrieben hat.

00:36:09: Seine Schreibweise ist angenehm.

00:36:10: man erfährt sehr vieles weil es ja auch zu verschiedenen Zeiten geschrieben worden ist.

00:36:15: dann gibt es ein Buch Gisi gegen Gutenberg Gespräche über die Zeit in der wir leben auch vom Herr Dapfalak.

00:36:21: da haben wir sozusagen unsere Gespräche die wir hier führen versucht in einem buch zusammenzufassen und natürlich ein bisschen zu ergänzen Und ich zumindest finde das Buch auch ganz interessant.

00:36:34: Ich hoffe sie auch.

00:36:35: Dann gibt es noch ein Buch von mir, aber das stelle ich nicht vor.

00:36:38: Das wäre jetzt zu eitel und hoffe auf den guten

00:36:41: Berg.

00:36:41: Nein!

00:36:41: Ein Berg aus... Ja genau um dieser Ausbrüche der Bescheidenheit ist gerade zu erschüttern.

00:36:47: Lieber Gregor, also ist ... Aber das Buch is wirklich lohnend.

00:36:50: Mein Leben in dreizen Büchern erschienen im Aufbauverlag.

00:36:54: Ein Buch, das dreizehn Bücher die Gregor wirklich im Leben etwas bedeutet haben und bedeuten entsprechend aufgreift.

00:37:01: sehr lesenswert.

00:37:02: Und unbedingt sich auch im neuen Jahr als solches zu Gute zu führen.

00:37:12: uns nächste Woche wieder hören.

00:37:13: Wir freuen uns, wenn Sie sich bei uns melden und Hinweise geben, möglicherweise auch mal Themenvorschläge uns geben.

00:37:20: Dieses Thema was wir heute besprochen haben ist nämlich auch an uns herangetragen worden und die haben sicher delitiert weil uns die Expertise fehlt wie so vielen Menschen in diesem Leben.

00:37:30: aber die Diskussion ist wichtig darüber und von daher war es unseren Anliegen das entsprechend aufzugreifen unsere Gedanken aufzugreifen oder uns anzugreifend, dann können Sie das über eine E-Mail Adresse.

00:37:48: deal lieber Gregor wie lautet.

00:37:50: Wie lautet GGG at openmindspunktmedia und das wird auch gelesen und zur Kenntnis genommen.

00:37:59: also haben sie keine Scheu uns ihre Meinung zu schreiben.

00:38:03: Und jetzt wünschen wir Ihnen alles Gute bis zur nächsten Woche und Tschüss

00:38:08: Bis zur nächsten woche.

00:38:09: Und tschüss.

00:38:10: und mit der Erinnerung an diese E-Mail Adresse ist der Beweis erbracht, dass wir von der Demenz Gottlog noch weit entfernt sind.

00:38:17: Wünschen Ihnen alles Gute!

00:38:19: Und hoffentlich diesem Land einen besseren Umgang mit dieser schweren Thematik.

00:38:34: Tschüss!

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