Zu Gast bei GGG: Land in Sicht #2: Der News-Talk mit Klaus Brinkbäumer & Friends

Shownotes

Zum zweiten Mal teilen GGG das Mikro mit der neuen Crew von Land in Sicht!

Der 60. Superbowl und die spektakuläre Half-time Show hatten es in sich. Dazu kommt Russlands Zermürbungskrieg und unsere Erwartungen an die Münchener Sicherheitskonferenz. Wir hören aus Versehen Musik, die nur von der KI produziert wurde, und erfahren Neues aus der Tech-Bro-Welt. Zum Schluss vergessen wir natürlich nicht Lindsey Vonns Sturz bei der Olympiade.

Klaus Brinkbäumer, KT Guttenberg, Rüdiger Barth, Ricardia Bramley und Peter Greve sprechen-immer mit Zuversicht-über alles, was uns in Deutschland und der Welt beschäftigt, was wirklich hinter den Kulissen der Entscheidungstragenden und Glanzfiguren steckt und wie man sich tatsächlich auch gegen den Algorithmus wehren kann.

Der neue Podcast für alle, die Weltpolitik, Kultur und gesellschaftliche Trends analysieren wollen-immer mit Tiefe und Humor.

Weitere Sendehinweise: Mittwochs sehen Sie KT Guttenberg und Gregor Gysi, wie gewohnt, mit brisanten politischen Themen unserer Zeit. Diese Woche geht es zum Beispiel um China.

Jeden Donnerstag gibt es den neuen Newsletter NEULAND Update von KT Guttenberg! Darin nehmen wir Sie mit hinter die politischen Kulissen und KT Guttenberg teilt seine Gespräche und Gedanken aus zahllosen Begegnungen und Interviews mit den Leaders und Thinkers unserer Zeit. Unbedingt abonnieren!

Freitags kommt "Make America GOOD again" mit Ricardia Bramley und KT Guttenberg. Gemeinsam sprechen die Beiden über die USA, ein Land, das für sie Heimat, Rätsel, Irritation und Inspiration zugleich ist-und das gerade jetzt besser verstanden werden will.

Schreiben Sie uns mit Themenvorschlägen, Fragen und Anregungen. Wir freuen uns über jede Email, auch wenn wir nicht alle beantworten können: lis@openminds.media

Nicht vergessen: Lassen Sie uns gerne eine Bewertung auf Spotify, Apple und Co. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Land in Sicht finden Sie überall, wo es Podcasts gibt, zum Beispiel hier: Spotify: https://open.spotify.com/show/1qHGLQxzH2HsB2iyJPrPHy?si=4c405f07dc204e15 Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/land-in-sicht/id1874020578?l=en-GB YouTube: https://www.youtube.com/@LandinSichtDerNews-Talk

Ahoi und viel Vergnügen bei LAND IN SICHT! Land in Sicht ist ein Guttenberg-Podcast, produziert von unserer Open Minds Media.

Transkript anzeigen

00:00:00: Land in Sicht hören Sie jeden Dienstag neu.

00:00:02: Sie finden unseren Kanal überall dort, wo es Podcasts gibt und jetzt zum Start zusätzlich auf dem Kanal von Giese gegen Gutenberg.

00:00:10: Danke für diese Gastfreundschaft.

00:00:12: Geben Sie gerne eine Bewertung ab, folgen Sie unsere Show und Sie erreichen uns.

00:00:16: unter lesatopenminds.media.les steht für Land in Sicht.

00:00:22: lesatopenminds.media.

00:00:26: Land in Sicht, der News Talk mit Klaus Brinkbäumer und Friends.

00:00:32: Ein Gutenberg-Podcast.

00:00:34: Hallo und herzlich willkommen zu Land in Sicht der zweiten Folge.

00:00:38: Ich bin Klaus Brinkbäumer.

00:00:39: Und ich bin Kathi Gutenberg.

00:00:41: Ich bin Likadia Bramley.

00:00:42: Ich bin Peter Krebe.

00:00:44: Ich bin Rüdiger Bart.

00:00:45: Worüber sprechen wir heute nur ganz kurz?

00:00:48: Wir sprechen nur ganz kurz über einen amerikanischen Präsidenten der seinen Vorgänger und dessen Ehefrau in einem Clip als Affen.

00:00:56: da gestellt hat.

00:00:57: KT, hast du auf der Bühne der Spitzenpolitik, der Weltpolitik einen der abplumpen Rassismus jemals erlebt?

00:01:04: Nein,

00:01:04: wirklich nicht.

00:01:05: Wobei, man sagen muss, dass subtiler Rassismus wahrscheinlich mindestens genauso perfide ist.

00:01:10: Hoffnungsvoll stimmt aber, dass dieser neue Abgrund und es gibt immer wieder, welches selbst dem Voten Republikanen zu weit geht.

00:01:20: Kurz über die Frage, ob die Deutschen also wir eigentlich zu Träge zu faul geworden sind.

00:01:26: Markus Söder und Teile der Union meinen das ja wirklich ernst.

00:01:31: Peter, ist das eigentlich in Zeiten von AI die richtige Debatte?

00:01:34: Nein, ich finde, das ist ehrlich gesagt nie die richtige Debatte.

00:01:38: Zum einen ist es ziemlich zynisch, zum anderen ein bisschen nutzlos.

00:01:41: Und es lenkt von viel wesentlicheren Themen ab, zum Beispiel der Frage, die sich immer stellt, wenn neue Technologien aufkommen.

00:01:47: Wem kommen die Produktivitätsgewinne eigentlich zugute?

00:01:50: Und ich glaube, darüber zu diskutieren lohnt sich sehr viel mehr.

00:01:53: Worüber sprechen wir heute ausführlich?

00:01:55: Wir sprechen über Russland und den Unterschied zwischen behaupteter und wahrer Stärke.

00:02:00: Wir gehen nämlich in die Woche der Münchner Sicherheitskonferenz, wo es ein zentrales Thema sein wird.

00:02:05: Wir sprechen über Musik komponierende künstliche Intelligenz, also über AI in der Musik.

00:02:11: Wir sprechen über Transhumanismus und Long-Termism.

00:02:15: Ich hoffe, ich habe es richtig ausgesprochen, Riccardia.

00:02:17: Ich bin erst mal gespannt, was das überhaupt ist.

00:02:20: Und dann über Olympia in Mainland, natürlich über Linsevon und den Super Bowl in San Francisco.

00:02:27: Rüdiger, war es eigentlich ein Welterereignis?

00:02:29: Kein Touchdown in der ersten Halbzeit.

00:02:31: Ich würde sagen, nein.

00:02:35: Soweit ich es gesehen habe, auch nein.

00:02:37: Es war eher tröge, eher ein Zernwirkungskampf wieder mal mit einem eindeutigen Sieger.

00:02:44: Riccadia war Bad Bunny, das wahre Welterereignis?

00:02:47: Halftime-Show?

00:02:48: Für mich absolut.

00:02:49: Ich bin Fan.

00:02:50: Ich fand, er zeigt uns, wie man Patriotismus richtig gesund auslebt.

00:02:55: Und für mich war das eine ganz tolle, eine ganz tolle Show.

00:02:59: Den Fußball, den Super Bowl habe ich nicht geguckt.

00:03:01: Ich gebe es zu.

00:03:02: Wir kommen später noch dahin.

00:03:03: Trump hat so wenig gefallen, muss man sagen.

00:03:05: Trump gefällt es nie.

00:03:08: Nein, dem kann es nicht gefallen, wenn Bad Bunny ... Gott save America sagt und dann von Süden nach Norden geht und die Vereinigten Staaten mit Kanada ganz am Schluss kommen.

00:03:19: Und alle südamerikanischen und lateinamerikanischen Staaten zuerst.

00:03:22: das kann Trump nicht mögen.

00:03:25: Politik.

00:03:27: Wir wollen aber mit Russland beginnen und der großen Sicherheitsfrage unserer Zeit.

00:03:33: K.T.

00:03:34: Putin spricht von einem sicheren Sieg Russlands.

00:03:38: Donald Trump nennt Russlands Armee explizit unbesiegbar.

00:03:42: Haben die beiden eigentlich recht?

00:03:44: Die Frage stellt sich, was ist ein Sieg?

00:03:46: Und es ist wahrscheinlich die die harteste Schifre, der harteste Begriff, den man anwenden kann und immer eine Definition unterworfen.

00:03:56: Und Klaus, ich glaube, man muss eines in den Blick nehmen, und das ist wahrscheinlich genau das, was einem Trump auch im Hinterkopf herumschwirrt, dass man Russland in seiner gesamten militärischen Kraft sehen muss.

00:04:10: Und Russland ist faktisch eine Atomacht.

00:04:13: Sie sind nuklear bewaffnet.

00:04:15: Und sollte es zu der sogenannten Ultima Ratio kommen, könnte die Ukraine gegenüber Russland nicht bestehen.

00:04:24: Die Frage, die sich immer wieder gestellt hat in den vergangenen Jahren, wird Russland irgendwann diese Karte ziehen, wird es auf kleine taktische Nuklearwaffen zurückgreifen, wenn es tatsächlich auf anderem Wege nicht zu den perfiden Zielen kommt, dass es sich selbst gesetzt hat.

00:04:39: Aber vor dem Hintergrund ist der Begriff unbesiegbar, ist er zumindest nahe an der Wahrheit, aber der Begriff Sieg oder Niederlage definiert sich... wirklich aus aus aus anderen Gegebenheiten heraus.

00:04:55: und besiegbar oder besiegbar kann man auch sein wenn man tatsächlich irgendwann erschöpfbar ist und diese Anzeichen spürt man.

00:05:03: Gerade haben wir, es ist natürlich ein völlig schräger Vergleich im Kontext vom Superbowl, vom Zermürbungskampf oder Krieg gesprochen angesichts dieses wirklich sehr sehr lahmen ersten, diese ersten Halbzeit von gestern.

00:05:17: Ich bin dann auch zur Halbzeit eingeschlafen, aber dieser Begriff Zermürbung und und und Erschöpfung ist wahrscheinlich das was am Ende in den in der historischen im historischen Vergleich wohl letztlich immer zu den Friedensschlüssen oder eben dann auch als Vorstufe zu irgendwelchen Waffenstillstanden geführt hat.

00:05:41: und deswegen glaube ich dass die Begriffe Sieg und Niederlage sind Begriffe die man nutzt um Narrative zu gestalten, sind Begriffe, die man nutzt, um auf die Menschen Einfluss zu nehmen.

00:05:54: und die Realität ist tatsächlich eine ganz andere.

00:05:59: Und jetzt?

00:06:01: Wie ist denn die Realität in Russland heute?

00:06:04: Welche Folgen hat der inzwischen ja vier Jahre während der Krieg, wir nähern uns den vierten Jahrestag der Inversion, auf Russland?

00:06:13: Da muss man sehr differenziert hinschauen.

00:06:14: Zum einen hat Russland über Jahre hinweg jetzt eine Isolation erfahren und eine internationale Isolation, wie sie es vor dem Februar zwanzig zwanzig als solche nicht gab.

00:06:30: Nicht mal nach dem Jahr zwanzig vierzehn, wo man wahrscheinlich schon zu vergleichbaren Mitteln hätte greifen können, aber es nicht getan hatte, sich irgendwie noch von Hoffnung hat tragen lassen in der sogenannten westlichen Welt.

00:06:42: Und diese Isolation hatte auch erhebliche wirtschaftliche Folgen.

00:06:47: Neben diesen wirtschaftlichen Folgen hat sich aber ein anderes wirtschaftliches Feld aufgetan, nämlich die sogenannte Kriegswirtschaft.

00:06:54: Davon profitiert Russland schon in nicht unerheblichen Maße.

00:06:59: Auch von weiterhin gegebenen Bündnissen und Partnern, die zum einen ein Interesse daran haben, dass der Krieg mit der Ukraine möglichst lange weiterläuft.

00:07:09: Darunter unter diesen Partnern ist China, das da mit schon relativ zynisch herangehensweise zugange ist.

00:07:17: Und wenn man aber innenpolitisch auf Russland blickt.

00:07:20: hat diese Zermürbung, von der ich gerade gesprochen habe, natürlich schon auch Wirkung auf die Bevölkerung.

00:07:25: Das hat Putin lange versucht zu vermeiden, indem er insbesondere die Rekrutierung für die Front an der Ukraine und den Ostukraine und den Teilen Russland, auf die es ankam, obwohl auch die meisten Verluste zu beklagen war, sehr über Russland verteilt hat und versucht hat, fernzuhalten von den Meinungsstarken großen Städten, also insbesondere von Moskau und St.

00:07:48: Petersburg.

00:07:50: Das ist und war natürlich auf Dauer so nicht durchhaltig.

00:07:54: Und was er mittlerweile tatsächlich als Problemstellung hat, ist eine wirklich veritable Rekrutierungskrise.

00:08:04: Wir erinnern uns, er hat sich selbst aus Nordkorea Soldaten kommen lassen und er muss auch mehr und mehr auf Zwangsrekrutierungen zurückgreifen.

00:08:13: Und das ist ja etwas, das zieht sich jetzt auch schon über einige Jahre.

00:08:16: unter diesen Zwangsrekrutierten, befinden sich Gefangene, befinden sich Leute, die hochverschuldet sind und immer noch in diesen Abhängigkeiten, die er auch mit seinen Partner hat.

00:08:27: Und ein letzter Punkt, der hinzukommt, das ist auch etwas, was sich dann irgendwann auch wie ein Bleigürtel um die Bevölkerung herumlegen kann, ist, die Korruption nimmt zu auch in der Armee.

00:08:38: Menschlich ist es ja durchaus nachvollziehbar, dass sich manche versuchen, der Frontlinie zu entziehen und Teile ihres Soldes dann tatsächlich auch an ihre Vorgesetzten weiterreichen.

00:08:48: Und das Schlimmste, was für ihn innenpolitisch passieren könnte, ist, wenn er wirklich auf eine Vollmobilisierung zurückgreifen müsste.

00:08:56: Da kann es gut sein, dass es auch in der Bevölkerung dann plötzlich zu echten Gegenbewegungen kommt, obwohl die Durch die Nachrichtenlage, durch das Brainwashing, wenn man so will, über die staatsgesteuerten Medien immer noch ein Bild vermittelt bekommen, dass unserer Wahrheit zumindest es nicht entspricht.

00:09:15: Bati, du hast vorhin den Begriff des Narrativs schon eingeführt.

00:09:19: Ich finde ja, dass die die Erzählung vom unbesiegbaren und so allumfassend bedrohlichen Russland den realen Zahlen, die am XXV Januar um die Welt gingen, aufgrund einer Studie komplett widersprechen.

00:09:28: Da hat das Center for Strategic and International Studies gemeldet, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass Russland, dass in diesen bisher vier Jahren des Krieges.

00:09:45: Und ein zweiter Teil der Meldung war, dass Russland pro Tag im Schnitt fünfzehn bis siebzig Meter vorankomme, dass in diesen vier Jahren also eins Komma fünf Prozent der Ukraine erobert worden sein.

00:09:59: Das ist ja das Gegenteil von wirklich effektiven.

00:10:02: Effektiven ist so ein gemeines Wort in diesem Zusammenhang.

00:10:04: Deswegen zöger ich gerade selber.

00:10:06: Das ist ja das das Gegenteil von von vorankommen von Sieg.

00:10:10: Das ist das Gegenteil der Erzählung.

00:10:14: Es ist das Gegenteil der Erzählung und es muss natürlich schwer getroffen haben, dass das ursprüngliche Ziel nämlich eine Hauptstadt einzunehmen und die Ukraine in seinen Worten von einem Korrupten und mit Nazi-Gedanken versehnten Selensky zu befreien, jetzt seit Jahrzehnte und Jahrzehnte nicht funktioniert hat.

00:10:36: Wir im vierten Jahr dieses schrecklichen Krieges sind und er zusehen musste, wie ein Donald Trump in Venezuela mit den amerikanischen Streitkräften Venezuela in Anführungszeichen wiederum von Maduro befreit innerhalb von wenigen Stunden.

00:10:51: Hier zeigt sich zum einen, dass Narrative endlich sind, zum anderen aber auch, dass er offensichtlich immer noch durchdringt mit dieser Erzählung.

00:11:00: Und warum dringt er durch?

00:11:02: Weil er es wie kaum ein anderer versteht und der Apparat um ihn herum unsere Wirklichkeit zu beeinflussen, unsere wahrgenommenen Wirklichkeit zu beeinflussen.

00:11:13: Er versteht es über das Nutzen von sozialen Medien, aber auch über eben die Gleichschaltung der Medien zu Hause, aber eben auch über Netzwerke, die sich über die Welt verteilen, ein Bild zu zimmern, dass von den Zahlen, die du gerade genannt hast, von CSRS und anderen wirklich malenweit entfernt ist.

00:11:34: Also ist der strahlende Bezwinger westlicher Sanktionen.

00:11:39: Er tritt auf als ein Garant von Stabilität.

00:11:43: Diese militärische Überlegenheit wird immer wieder nach außen getragen und negative Nachrichten verschwinden dann doch relativ schnell.

00:11:51: auch lustigerweise ja aus unserem Gedächtnis.

00:11:54: Wir diskutiert heute noch Prigogen.

00:11:56: Das war derjenige, der seinen ehemaliger Koch, der dann die Wagner-Truppen, diese Söldner-Truppen befähigt hatte und plötzlich gegen Moskau gegen Putin marschierte, der dann ein relativ widerwertiges Schicksal hatte, als er dann plötzlich auf dem Flug von Moskau nach St.

00:12:12: Petersburg dieses Flugzeug explodierte, natürlich nicht ganz zufällig.

00:12:16: Aber wir merken, wie schnell das auch aus unserem Gedächtnis verschwindet und Zeit Das zeigt dann gleichzeitig, wie viel Einfluss dieser Apparat, dieser Mann auf unsere Wahrnehmung hat.

00:12:27: KT.

00:12:27: aus historischer Sicht möchte ich hinzufügen, dass tief in der russischen Psyche ja zwei große Kriege verankert sind, nämlich einmal Napoleon, der Einmarsch der Truppen, sogar noch Moskau.

00:12:40: Die Stadt wurde besetzt, verheert, aber kurz später waren seine Truppen besiegt, vernichtet.

00:12:46: und dann später die Überfall Hitlers, Nazi Deutschlands auf die Sowjetunion.

00:12:51: Die auch endete so, wie man es weiß.

00:12:53: Damals übrigens sind deutlich mehr russische Soldaten gestorben als im Vergleich als heute in der Ukraine.

00:12:59: Der Historiker Sönke Neitzel hat das vor kurzem einmal durchgerechnet.

00:13:03: Das Faktor Fünf oder Sieben, damals ein unvorstellbarer Blutzoll, neben den Kreueltaten natürlich von Nazi Deutschland.

00:13:11: bedeutet, man kann sich dort, also auch das gehört ja zum Narrativ dazu, auf eine Leidensfähigkeit verlassen, die die Bekanntes im historischen oder im kollektiven Bewusstsein der Russen.

00:13:23: Und die auch tief durch die Literatur hindurch trägt und in vielen Kompositionen sich auch wiederfindet.

00:13:29: Ja, es sind zahlreiche Stücke darüber geschrieben worden auch in den letzten Jahren, ob diese Erschöpfung von der ich vorhin gesprochen habe, zuerst die Russen treffen wird oder die Ukraine.

00:13:41: ist das eine verwegende Debatte, die ich jetzt führen würde, wenn ich sage, der weitere Kulturkreis ist sich sehr ähnlich, aber beide Nationen sind historisch Leid geprüft und der Zynismus Putins findet sich eben darin, dass er dieses Leid geprüfte immer wieder auch einzusetzen weiß und damit auch eine Verlängerung dieses Krieges wahrscheinlich besser absorbieren kann als Zumal wir im Westen, aber gleichzeitig offen war natürlich auch angesichts begrenzterer Mittel die Ukraine nehmen.

00:14:15: Und das bringt uns eben zu dem Punkt, wo wir das Ganze hinführen.

00:14:30: Narrative sind Strategie in Geschichtenform.

00:14:36: Wohin will Putin mit diesem Narrativ vom unbezwingbaren Russland?

00:14:41: Ist der Sinn des Ganzen am Ende, am Verhandlungstisch, bessere Ergebnisse zu erzielen, als man sie bekäme, wenn man als schwach wahrgenommen würde?

00:14:51: Weil ja jemand wie Trump zum Beispiel der Ukraine explizit abverlangt, Gebiet abzutreten.

00:14:57: Die Ukraine habe ja sowieso keine Chance.

00:14:58: Das ist ja inzwischen Teil der globalen Debatte geworden.

00:15:01: Das

00:15:01: ist richtig, er ist Teil einer globalen Debatte geworden und er wird natürlich auch befeuert von Netzen, die ausgeworfen und entsprechend nochmal gespannt wurden über die letzten Jahre.

00:15:12: Und das sind Netze, die auch Meinungsmacher in den USA mit umfassen, in unserem Lande zumal.

00:15:18: und an vielen anderen Stellen.

00:15:20: Was ist der Zweck?

00:15:21: Zum einen ist er natürlich nach innen gerichtet.

00:15:24: Er muss die Stabilität zu Hause wahren und da hilft es natürlich, wenn man immer wieder diese Nachrichten so setzt, wir setzt.

00:15:33: Zum zweiten verschiebt sich, wir haben es vorhin schon mal kurz angesprochen, unsere eigene Wahrnehmung, weil wir In der Hinsicht offensichtlich versagen, nämlich eine klare Gegenerzählung, ein klares Gegennarrativ, so zu verankern, dass wir sagen, das ist tatsächlich der Wahrheit sehr viel näher, als das, was ein Vladimir Putin in der Welt hinausposaun.

00:15:56: Man zunehmend das Gefühl bekommt, dass bei mehr und mehr Menschen die Diktion, die aus Moskau gesteuert wird, über die Möglichkeiten des Internets, über die Möglichkeit der sozialen Medien, über die Möglichkeiten heute moderner Kommunikation, bei weiten mehr Platz greift als das, was wir versuchen, dem entgegenzuhalten.

00:16:15: Und hier zeigt sich eine ganz interessante Kombination wie eine Entspannungsfeld, wie sich Narrative aus der sogenannten alten westlichen Welt und solche, die die westliche Welt heute neu zu definieren versuchen, Klammer auf Trump, Klammer zu und derer, die unsere Schwächen erkannt haben.

00:16:36: Hier wird mit Plattenparolen gearbeitet, aber mit sehr wirkungsvollen Bildern.

00:16:40: Und hier wird mit etwas gearbeitet, wovor wir uns scheuen, nämlich auch mit Redundanz.

00:16:44: Eine Unwahrheit, eine gestreckte Wahrheit und eine Lüge wird so oft verbreitet, bis sie sich wirklich in den Köpfen festmachen.

00:16:52: Und die Gegenreaktion ist Klaus in der Regel, würden wir sagen verantwortungsvoll, weil wir sagen halt, halt, hier muss man differenzieren oder möglicherweise ist es sehr viel komplizierter.

00:17:02: Und genau mit diesem Satz tappen wir bereits in die Falle.

00:17:05: weil wir es schwerer verständlich machen, weil die Menschen einem zweiten Halbstart schwerer folgen können, als der Plattenparole, die nach außen getragen wird.

00:17:14: Und das ist ein wenig dillematisch.

00:17:16: Auf der einen Seite und auf der anderen Seite, glaube ich, ist es aber auch der Aufruf die eigenen Narrative, nicht mit weniger Verantwortung, aber klarer, deutlicher, sicher manchmal verkürzter und mit dem Willen auch zur Wiederholung zu formulieren.

00:17:32: Tati, was gibt uns denn Zuversicht?

00:17:35: Wir wollen ja Land in Sicht haben.

00:17:37: So heißen wir.

00:17:38: Was gibt uns Hoffnung?

00:17:40: Es ist Land in Sicht, Klaus.

00:17:41: Und trotz dieses schweren Themas, trotz des immer noch stattfindenden Krieges, findet Europa mittlerweile in einer Form zusammen, wie ich es vor zwei, drei Jahren noch gar nicht zu träumen gewagt hätte.

00:17:53: Mark Carney hat in Davos, wir haben letzte Woche darüber gesprochen, nochmal so einen ganz, ganz wichtigen Anstoß für die Mittelmächte gegeben.

00:17:59: Hier tut sich etwas.

00:18:00: Hier wird im Verteidigungsbereich, im wirtschaftlichen Bereich, hier wird in vielen Bereichen mittlerweile über neue Konzepte nicht nur nachgedacht, sondern tatsächlich auch gehandelt.

00:18:08: Und das sollten wir es nicht.

00:18:09: kleinreden lassen, insbesondere nicht von fremden Narrativen.

00:18:13: Wir reden über Russland auch deshalb, weil in dieser Woche die Münchner Sicherheitskonferenz beginnt.

00:18:19: KT.

00:18:20: wird die Bedrohung durch Russland oder vielleicht ja auch die Erzähltebedrohung durch Russland wesentliches Thema sein?

00:18:29: Ja, sehr verständlich, so wie es in den letzten Jahren war und wie es im Grunde schon sehr viel früher auf dieser Münchner Sicherheitskonferenz der tatsächlich bedeutendsten Plattform oder Zusammenkunft von Staats- und Regierungschefs, Außenministern, Verteidigungsministern, aber auch Singtänkern und anderen, die in dieser sogenannten Sicherheits- und Verteidigungspolitischen und Außenpolitischen Szene eine Rolle spielen.

00:18:54: So wie wir es seit Jahren hätten tun können und tiefer und auch zielgerichteter hätten diskutieren können.

00:19:00: Wir erinnern uns im Jahre, im Jahr seven, trat ein Vladimir Putin beider Münchner Sicherheitskonferenz auf.

00:19:06: hat zur Schockstarre und Schnappatmung geführt, weil er in einer Deutlichkeit sich von seiner Diktion verabschiedet hatte, die er noch im Jahre two-tausend-eins beispielsweise vor dem Deutschen Bundestag den Menschen dargebracht hatte.

00:19:22: Und wir sind danach wieder in den Tiefschlaf verfallen, um dann two-tausend-viertzehn festzustellen, Moment mal, das sind ja Dinge geschehen.

00:19:30: die sich irgendwie in dieser Rede von vor damals sieben Jahren ja bereits wiedergefunden hat oder bereits finden ließen.

00:19:38: So, das wird ein großes Thema sein bei dieser Sicherheitskonferenz dieses Jahr, wobei die Münchner Sicherheitskonferenz sehr... breite Themenspektren abdeckt.

00:19:48: Also man spricht genauso über natürlich in diesem Zusammenhang über die Verteidigungsfähigkeit, die wir selbst an den Tag legen können, der sogenannte Westen.

00:19:56: Es wird über den Ostkonflikt gesprochen werden.

00:19:58: Es wird über Iran gesprochen werden mit großer Sicherheit.

00:20:01: Es wird.

00:20:02: insgesamt werden die heute neuen Technologien mehr und mehr in den Blick genommen.

00:20:07: Es wird ein Bezug zur Wirtschaft hergestellt, zur wirtschaftlichen Perspektiven, aber auch den Möglichkeiten, dass die Wirtschaft.

00:20:15: aufgrund der vielen Konflikte Schaden nehmen könnte und und und.

00:20:19: Also es sind ganz viele Themen komplex in diesen zweieinhalb, drei Tagen abgedeckt werden von etwa tausend Gästen.

00:20:27: Ich werde auch dabei sein und dann werden wir in der Woche darauf sicher, dass eine oder andere zu berichten haben.

00:20:34: Rund fünfundsechzig Staats- und Regierungschefs werden kommen.

00:20:38: Natürlich die Leiter und Leiterin internationaler Organisationen.

00:20:42: Viele, viele Minister.

00:20:43: Marco Rubio wird der Kopf der amerikanischen Delegation sein.

00:20:47: Das ist der Außenminister, der im Moment auch noch Sicherheitsberater ist.

00:20:52: Also ein ganz wesentlicher Mann der Trump-Regierung.

00:20:55: Und ich Kennt den Bayerischen Hof während der Tage der Sicherheitskonferenz auch ganz gut.

00:21:00: Ich finde es ja jedes Mal claustrophobisch.

00:21:02: Diese engen Gänge.

00:21:04: Ja, es gibt einen großen Saal, wo J.D.

00:21:06: Wenzel vergangenen Jahr seine inzwischen berühmte Rede gehalten hat gegen Europa.

00:21:11: Das ist der Saal der großen Reden eben, aber... Es ist eng, es ist wudelig, es ist auch in Wahrheit unübersichtlich.

00:21:20: Hilf uns mal, was ist wirklich wichtig auf der Münchner Sicherheitskonferenz, wie funktioniert die eigentlich?

00:21:28: Also es gibt einen offiziellen Teil, der ja auch medial übertragen wird, der im Wesentlichen aus diesem großen Saal sich heraus definiert.

00:21:40: Es gibt einige öffentliche Podien, die an den Seitenlinien stattfinden und mit etwas kleineren Publikum.

00:21:47: All das mit dem Sinn und Zweck, dass darüber auch berichtet wird.

00:21:52: Die wahre Kraft der Münchner Sicherheitskonferenz ist mit wenigen Ausnahmen allerdings weniger diese öffentliche Teil.

00:21:59: Sondern das, was du als wuselig und eng und klaustrophobisch bestrieben hast, ist ja fast von dem Charakter eines Klassentreffens geprägt, weil man darf nicht vergessen, siebzig-achtzig Prozent der Menschen, die dort unterwegs sind, begegnen sich während des Jahres auch sonst irgendwo, allerdings nie in dieser Verdichtung und in dieser Masse.

00:22:20: Die Masse ist das eine, wo man sich am Gang irgendwo begegnet und plötzlich sich greift und eine Konversation führen kann, die man wahrscheinlich sonst lange und jahrelang vorbereiten, nicht jahrelang, aber oft Wochen und Monate vorbereiten müsste, und man plötzlich alle in einem Platz hat.

00:22:37: Noch viel wichtiger aber ist, dass man weiß, es sind so viele Vertreter, oftmals auch in konfliktbefindlicher Staaten oder Institutionen, an einem Ort, dass es die Möglichkeit gibt, sich im ruhigen, in einem, was ja so gerne als Hinterzimmer beschrieben wird, an einem Ort zu treffen, wo man wirklich die Möglichkeit zum Austausch, die Möglichkeit zur Debatte, die Möglichkeit auch zum... Sicher zum zum zum Streit und zum zum zum Habal für hoffentlich irgendwelche Lösungen hat.

00:23:12: Und das hat es bei der Münchner Sicherheitskonferenz immer wieder über die Jahre hinweg gegeben und das ist eigentlich der wahre Mehrwert.

00:23:18: Also es war immer wieder so, dass auch während der Münchner Münchner Sicherheitskonferenz Parteien aufeinander und zusammen trafen, die sich sonst unter dem ganz großen Rampenlicht gescheut haben, überhaupt den nächsten Schritt zu gehen.

00:23:33: Deswegen sollte man bei aller Kritik, die diese Konferenz aus gewissen Kreisen immer wieder erfährt, dem durchaus etwas Gutes abgewinnen, weil man sagt, hier bietet die Bundesrepublik Deutschland, die mitbeteiligt ist, sowohl finanziell, aber in Teilen auch natürlich konzeptionell, wobei die Veranstalt immer wieder sagen, wir lassen uns da nicht reinreden, was ich finde auch ihr gutes Recht ist.

00:23:58: Aber wo aus der Bundesrepublik Deutschland ein Format kommt, das seines Gleichen auf dieser ganzen Welt sucht und wo offensichtlich unserem Land auch genug Vertrauen geschenkt wird, dass es die Organisationskraft für so etwas hat.

00:24:10: Und in der Hinsicht kann man sagen, bei aller Kritik, die wir immer wieder auch auf unsere eigene Wirkkraft legen, die Sicherheitskonferenz ist etwas, was außer unsicherheitspolitisch wahrscheinlich zu den wirkmächtigsten Instrumenten immer noch zählt.

00:24:25: Vielleicht sind es ein bisschen zu viele Teilnehmer mittlerweile.

00:24:28: Das fing mal mit ganz wenigen an vor vielen, vielen, vielen Jahrzehnten.

00:24:32: Und in den Sechzehn?

00:24:33: Im Bayerischen Hof.

00:24:36: Genau.

00:24:37: Und das hatte damals noch so etwas von einem wirklichen Diskursformat, wo jeder mit jedem sprach.

00:24:43: Das hat sich natürlich verändert.

00:24:45: Aber trotzdem bleibt es ein außerordentlich wichtiges Ereignis im Jahreskalender eines Außenpolitikers.

00:24:55: Kann man es mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos vergleichen?

00:24:58: Der Vergleich wird ja hin und wieder gezogen und an beide Foren wird auch der Vorwurf gerichtet, dass es eine Klüngelei der Eliten sei.

00:25:06: Ist es vergleichbar?

00:25:09: Das Vef in Davos ist noch größer natürlich, noch mehr, noch sehr viel mehr Menschen und räumlich ein bisschen gefächert, auch wenn Davos jetzt keine Welt statt ist.

00:25:19: In München sind wir im Bayerischen Hof, in einem Hotel, deswegen ja diese Enge.

00:25:24: Vergleichbar KT.

00:25:25: und zweitens ist der Vorwurf des Klüngels eigentlich berechtigt.

00:25:29: Letzterem würde ich doch widersprechen wollen, weil ein Klüngel etwas als Klüngel zu bezeichnen, wenn wirklich offensichtlich auch Vertreter verfeindeter Nationen aufeinandertreffen, ist zumindest in der Pauschalität nicht gerechtfertigt.

00:25:45: Der Unterschied liegt auch darin, dass beim Weltwirtschaftsforum doch ein ganz wesentlicher Fokus auch auf echte wirtschaftliche Interesse gelegt.

00:25:53: Jetzt kann man sagen, auch bei der Sicherheitskonferenz hat man nicht nur die Rüstungsindustrie, sondern mittlerweile auch die Großindustrie.

00:25:57: Aber es ist sehr wichtig, dass die endlich auch außen und sicherheitspolitisch zu denken und zu begreifen beginnen.

00:26:03: Und ich glaube insgesamt... Haag, der Vergleich ein wenig, weil das Weltwirtschaftsforum ist auch ein, ist einfach ein Fegefeuer der Eitelkeiten.

00:26:12: Es sind auch Außen- und Sicherheitspolitiker nicht für Eitelkeit gefallen, wie wir wissen.

00:26:16: Aber es ist breiter gefächert in Davos.

00:26:18: In Davos gibt es, gibt es unsägliche Abend- und Nachtveranstaltungen, wo man wieder sagt, was hat das eigentlich mit dem Format als solches zu tun?

00:26:25: Klar geht es auch bis spät nachts oft bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

00:26:29: Aber es ist zielgerichteter, es ist fokussierter, es ist verengter in der Themenstellung, obwohl die ganz Welt dort vertreten ist.

00:26:35: Pate, und du kennst es ja auch, also die Sicherheitskonferenz meine ich natürlich als Verteidigungsminister, als heute ehemaliger Verteidigungsminister.

00:26:43: Wie geht eine Bundesregierung dort eigentlich hinein?

00:26:46: Weißt, weiß die Bundesregierung, was Kontrahenten sagen werden?

00:26:51: Wusste sie zum Beispiel im vergangenen Jahr, was JD Vance sagen würde?

00:26:55: Was ist das Ziel der Deutschen, die Sicherheitskonferenz betreffend?

00:27:00: Also sie war in meinen Augen komplett ahnungslos, was JD Burns sagen will.

00:27:03: Es gab so ein paar Gerüchte, dass er in eine gewisse Richtung tendieren könnte.

00:27:08: Aber die Reaktionen haben ja gezeigt, dass man diesbezüglich völlig unvorbereitet war.

00:27:14: Was aber heutzutage auch... Falls etwas eigentlich sehr normales ist, weil man eben versucht angesichts dieser Neigung jede Nachricht sofort zu liegen, sofort in die Öffentlichkeit zu geben, bloß wenn man etwas erfährt, dass wenn man selbst derjenige ist, der die Rede hält, es möglichst im kleinsten Kreis zu halten.

00:27:32: Also die Vans Rede, ich saß da letztes Jahr auch drin, hat einem Small offen stehen lassen, aber ich habe dann, ich war da auf der Tribüne gesessen und habe so in die Vertreter der Bundesregierung hineingeguckt, den standen die Mäuler ebenso offen, also da eine entsprechende Vorbereitung gegeben.

00:27:46: gewesen wäre, davon kann man nicht ausgehen.

00:27:48: Es gab damals eine gute und auch scharfe Replik vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der an diesem Tag auch gesprochen hatte.

00:27:55: Und ansonsten blickte man in starre Gesichter.

00:27:57: Aber Klaus, man bereitet sich natürlich wirklich bis ins Detail als Bundesregierung auf diese Konferenz vor.

00:28:05: Es ist jedes Regierungsmitglied hat am Tag unzählige Termine zu bestreiten, unzählige Termine.

00:28:11: Also das sind teilweise fünfzehn, sechzehn, siebzehn Termine, manchmal nur für zehn Minuten, viertel Stunde, manchmal für eine Stunde.

00:28:16: Es fängt morgens früh an, geht bis spät hinein.

00:28:19: in die Nacht.

00:28:20: Und gleichzeitig muss man aber immer wieder genug Flexibilität für Überraschungen haben.

00:28:24: Es ist oft so, dass erst in der letzten Minute entschieden wird, ein Gast kommt oder er kommt nicht ein sehr hochrangiger.

00:28:30: Es ist nicht auszuschließen, dass ein Vans noch sagt, der jetzt bei den Olympischen Spielen auch herumgeturnt ist und sich in Mainland einige Buchrufe anhören durfte oder sogar erhebliche Buchrufe anhören durfte, dass der plötzlich ist doch sagt, warum nicht, gebe ich den Deutschen oder den Europäern nochmal eins mit.

00:28:44: Aber und dann rollt natürlich die Konferenz, wenn ein so hochrangiger kommt, vierzehn Flugzeuge hin oder her, den Teppich aus und dann wird wieder alles plötzlich umgeworfen und umgeschmissen.

00:28:54: Also es ist eine extreme Detail genaue Vorbereitung.

00:28:58: Gleichzeitig muss man aber diese Flexibilität haben bei einer solchen Veranstaltung, auch Dinge sofort umzuschmeißen, rauszuschmeißen, um zu disponieren.

00:29:05: Und das macht natürlich auch den Reiz des politischen Handelns an einem solchen Ort aus, weil dann tatsächlich mal so etwas wie Flexibilität auch gefragt ist und sich dann diejenigen zeigen, die jetzt nicht nur vorgestanzte Reden ablesen können, sondern die genug in hoffentlich in der Birne haben, um mit einer solchen Konstellation umzugehen.

00:29:27: Ich bin damals immer sehr, sehr genau gebrieft worden und muss sagen, dass die Hälfte der Sicherheitskonferenz sich dann eigentlich ganz anders dargestellt hatte, als es ein Ministerium um einen herum geplant hatte, was aber vielleicht eben auch genau der reizvolle Teil war.

00:29:42: Kathed, das ist ja ein exklusiver und wichtiger Kreis.

00:29:46: Wer sagt eigentlich, wer kommt?

00:29:48: Also wer lädt ein, wer bestimmt, wer kommen darf?

00:29:51: Einladen tut tatsächlich die Münchner Sicherheitskonferenz, also die Organisation, die hinter dieser Konferenz steht.

00:29:58: Und es ist wahrscheinlich einer der Gäste-Listen, auf die ganz, ganz, ganz viele drauf wollen.

00:30:04: Jetzt ist es aber schon so, dass auch die Bundesregierung und der mitfinanzierende Bayerische, dass die Bayerische die Staatsregierung auch versuchen, da ihre Wünsche durchzusetzen.

00:30:17: Und ein Wunsch kann ein Gast sein, aber kann auch in der Verhinderung eines Gastes liegen.

00:30:22: Also ich gebe euch mal ein Beispiel.

00:30:24: Ich sage das jetzt gerüchtetweise, aber man hört, dass letztes Jahr noch verhindert werden sollte, seitens der Bundesregierung.

00:30:31: dass Reza Parlawi, also der Sohn des Schaars, nach München eingeladen werden würde.

00:30:38: So der Stand damals schon auf der Wunschliste offenbar der MSC und damals hat die Bundesregierung interveniert.

00:30:44: Aus Gründen, die kann man jetzt natürlich noch lange diskutieren.

00:30:47: Dieses Jahr steht er auf die Einladungsliste.

00:30:50: Ich kann mir vorstellen, dass die Bundesregierung darüber wieder nicht besonders glücklich war.

00:30:53: Aber es zeigt, dass das so ein, so ein Kräftemessen auch immer wieder ist, weil natürlich einer der Hauptfinanziers ist die Bundesregierung und auch die Bayerische Staatsregierung, wo man sich manchmal fragt, wer ist denn da noch auf die Gästeliste gekommen, weil er halt möglicherweise mit gerne mit Markus Söder am Würstelstand steht und wo man sich immer mal wieder fragt, wer, warum, warum ist das tatsächlich jetzt ein Teilnehmer einer solchen Konferenz, aber da Menschels halt dann eben auch oder es wird mal ein Gefallen in diese oder jene Richtung gemacht.

00:31:23: Aber es ist deswegen ganz interessant.

00:31:24: Offiziell die MSC, aber es wird sich immer wieder eingemischt, manchmal mit Erfolg und manchmal auch nicht.

00:31:31: Kultur.

00:31:33: Wir kommen zur Kultur.

00:31:34: Peter, die menschliche Kunst, die Kunst des Komponierens, meine ich ganz konkret, ist die in den Zeiten, in denen wir heute sind, eigentlich noch wichtig?

00:31:45: Die Antwort ist für immer ein ganz entscheidendes Jein.

00:31:48: Also ich glaube, die Frage rührt ja daher, dass die... die Playlist bei den Musik Streaming Plattformen, Spotify etc.

00:31:57: Quellen seit dem Aufkommen von generativer KI über mit KI erzeugten Songs.

00:32:04: Und mir geht das so, ich weiß ja ob euch das schon passiert ist.

00:32:07: In meiner Empfehlungs-Playlist habe ich Songs gehabt, die habe ich gehört, die habe ich geliebt und dachte wow, das ist so viel Seele drin.

00:32:15: Und irgendwann, und ich sage auch konkretes Beispiel, I forgive that man, von Let Babylon Burn.

00:32:21: Das ist so irgendwo zwischen Soul, Reggae, keine Ahnung.

00:32:25: Klingt so ein bisschen, ich habe es in meiner Empfehlungs-Playlist gehabt, klingt so ein bisschen nach Michael Kiwanuka, den ich sehr liebe.

00:32:30: Und ich habe es gehört und dachte, wow, das kommt aus tiefster Seele.

00:32:34: Und irgendwann dachte ich, von dem Künstler möchte ich irgendwie mehr hören.

00:32:38: Und bin aufs Album gegangen, dann habe ich das Cover gesehen und dachte, irgendwie das Foto dieses Covers ist so ein bisschen Uncanny Valley.

00:32:46: Also das sieht so ein bisschen... Unangenehm aus.

00:32:49: Irgendwas ist komisch.

00:32:50: Und dann habe ich angefangen, den Künstler zu googeln und bin auf ein Artikel gestoßen bei so einer Seite, die darüber geschrieben hat und siehst Reggae Without Roots.

00:32:59: Also Reggae ohne Wurzeln stellt sie sich heraus.

00:33:03: Fake, gibt es nicht.

00:33:05: Diesen Menschen, der da ist, der mir da entgegenschaut, so mit bisschen grauem Bart, Dreadlocks, der so tief gequält, irgendwie nicht gequält, aber so seelenvoll guckt.

00:33:16: Den gibt es einfach nicht.

00:33:17: Der ist erfunden.

00:33:20: Und die Stimme gibt es nicht.

00:33:21: Diese Stimme, von der ich das Gefühl hatte, sie berührt irgendwas in mir, die gibt es einfach nicht.

00:33:28: Und das fand ich, es hat mich irgendwie eine Mischung auschockiert und gekränkt, ehrlich gesagt.

00:33:34: Ich war beleidigt.

00:33:37: Ich kann gar nicht genau sagen, warum.

00:33:38: Aber ich war irgendwie beleidigt, weil ich dachte, das ist nicht okay, dass ich hier ... so berührt werde von etwas zutiefst menschlichem was null menschlich ist.

00:33:49: So

00:33:50: und erstmal war ich dann natürlich kulturpässe mystisch und dachte alles geht vor die hunde und so.

00:33:53: und dann dachte ich gleichzeitig ehrlich gesagt muss man sich an genau so stellen hüten vor so einer romantisierung von wegen.

00:33:59: früher war alles besser und bis vor kurzem war musik noch ehrliches handwerk von künstlerisch durch drohenden menschen.

00:34:06: und dann kam die böse k.i.

00:34:08: und macht alles kaputt.

00:34:10: das war natürlich noch nie so.

00:34:12: Und das ist nicht das, was geschieht.

00:34:14: Also, Milly Vanilli ist nur ein Beispiel, was den älteren unter unseren Zuhörern was sagen wird, die, äh, äh, wo neunzehnt neunzig dann rauskamen.

00:34:23: Die haben nie, die, die da standen, haben nie irgendwas gesungen.

00:34:26: Man kann sogar noch weitergehen.

00:34:27: Man kann auch in die, die wirklich hochklassige Musik rangehen.

00:34:31: Äh, äh, äh, legendäre Künstler wie die Beatles.

00:34:34: Der schreckliche Phil Spector hat sozusagen deren ... Alben zugekleistert mit seiner Wall of Sound.

00:34:42: Das war eine Technik, die er damals erfunden hat, wo er ganz, ganz, ganz viele Tonspuchen übereinander gelagert hat.

00:34:48: Und auch da könnte man argumentieren, war das jetzt irgendwie fake?

00:34:53: Weil das ist nicht das, was die vier Musiker gespielt haben.

00:34:56: Diesen Sound könnten sie nie rekreieren.

00:34:58: Wenn sie auf eine Bühne gehen, es war Phil Spector, der da sitzt und irgendwie stundenlang bastelt, bis es alles noch ein bisschen bombastischer klingt.

00:35:05: Das ist ja ein echter Unterschied, ob du im Studio Musik perfektionierst, ob du Tonspuren übereinander legst, ob du natürlich hier oder dort auch meinen Fehler rausnimmst, der möglicherweise gemacht wurde.

00:35:21: Oder aber, ob KI einen Song erstens schreibt und zweitens sinkt.

00:35:28: Ich möchte Ich möchte schon wissen, ob ich von Menschen berührt und erreicht werde oder nicht.

00:35:33: Und ich glaube, da lag die Lenkung, die du gerade beschrieben hast.

00:35:36: Wenn man an der Stelle getäuscht wird, das ist eine Täuschung.

00:35:38: Absolut richtig, Klaus.

00:35:40: Ich glaube, das ist genau der Unterschied.

00:35:42: Ich wollte vor allem darauf hinaus, dass meines Erachtens keine komplette neue Entwicklung ist.

00:35:47: Das ist nichts, was es vorher in der Art nie gegeben hätte.

00:35:50: Und jetzt ist die Welt eine andere.

00:35:51: Es ist eine Weiterentwicklung von Produktionstendenzen, von Produktionstechniken, die es schon immer gab.

00:35:59: Weil wenn wir über Gesang sprechen, wir alle kennen Autotune.

00:36:03: Autotune ist sozusagen eine Technik, mit der Gesangsspuren in die richtigen Lagen verfrachtet werden können, mal einfach gesagt.

00:36:13: Oder anders gesagt, mit Autotune kann ich dafür sorgen, dass jeder den Ton trifft.

00:36:19: Und das ist seit Jahren, seit Jahrzehnten eine völlig gängige Technik in der Popmusik.

00:36:25: Das heißt auch das, was ich höre auf Alben.

00:36:29: Ist nicht etwa so, dass alle, die da singen, in Studio gehen, dann nehmen sie das dreimal auf und hinterher höre ich das, was sie da aufgenommen haben.

00:36:37: Es wird poliert, es wird gefrickelt.

00:36:39: Natürlich ist der Ursprung dessen ein echter Mensch.

00:36:43: Und gleichzeitig irgendwie auch nicht.

00:36:46: Peter, du hast so davon erzählt jetzt, dass wir es hören wollen.

00:36:50: Ich möchte wissen, ob man hören kann, dass es kein Mensch ist.

00:36:55: I forgive that man.

00:36:55: Lass uns einmal reinhören.

00:37:04: Katja, kennst du den Computer?

00:37:06: Also wenn man uns Schunkeln sieht und wenn man dazu hört, frage ich mich doch, warum wir eigentlich kulturpässemistisch sein müssen oder sein sollten.

00:37:15: Also ich ringe auch mit mir, aber ich bin zwischen dem, was wir gerade als Kränkung diskutiert haben.

00:37:23: Und dem, was, ich glaube, der Schlüsselwort von Peter gerade war, nämlich zu sagen, es hat meine Seele berührt, neige ich doch dazu zu sagen, was ist denn so schlecht daran, wenn Dinge generiert werden, die es schaffen, unsere Seele zu berühren?

00:37:36: Also es ist ja letztlich an uns dann wiederum das daraus zu machen, dass letztlich das menschliche sei es in der Reaktion oder sei es in der Schöpfung noch gewahrt bleibt, aber so schlecht ist das doch nicht.

00:37:47: In der Film- und Serienwelt hat AI und haben Algorithmen eine Wirkung, die viel diskutiert wird.

00:37:57: Nämlich Serien und Filme werden kürzer, werden noch sehr viel stärker Handlungsgetrieben.

00:38:03: Du musst in allen neunzig Sekunden oder alle drei Minuten wieder einen neuen Action-Höhepunkt haben.

00:38:10: Wenn man die Derien von heute sich anschaut, ich denke gerade an Teheran zum Beispiel, da passiert genau das.

00:38:17: Permanent alle drei bis fünf Minuten wieder irgendwas, was es dann auch unrealistisch macht, weil es in diesem Tempo absurd wird irgendwann.

00:38:26: Peter, was macht das mit der Musik, was wir gerade diskutieren?

00:38:29: Wird sie flacher, wird sie schlechter?

00:38:31: Nein, das finde ich auch irgendwie, das ist mir zu kulturpessimistisch.

00:38:35: Ich glaube Songs werden... zuallererst auf Erfolg optimiert.

00:38:39: Früher war das dann vor allem der Radio-Edit mit irgendwie drei Minuten dreißig, einem direkten Einstieg, gleichförmiger Lautstärke, ohne anzügliche Textpassagen etc.

00:38:49: Das war schon zu David Bowie's Zeiten so.

00:38:53: Heute muss man eben auf was anderes optimieren.

00:38:55: Das ist irgendwo auch noch Radio, aber natürlich haben inzwischen die Empfehlungsalgorithmen der Streaming-Plattformen zum Beispiel.

00:39:03: die Bedeutung des Radios eigentlich abgelöst.

00:39:06: Das heißt, daraufhin wird optimiert.

00:39:08: Es wird optimiert auf Ausschnitte, die man auf TikTok unter Videos legen kann.

00:39:13: Es wird optimiert auf Charability.

00:39:15: Es wird womöglich optimiert auf eine Art Gebrauchsmusik oder funktionale Musik.

00:39:19: Einige der erfolgreichsten Songs und Playlists auf Spotify, auf YouTube heißen Low-Fi Beats to Study To.

00:39:28: Das ist Musik, die gar nicht als Musik primär funktionieren soll, sondern die funktionieren soll, um mich in einem bestimmten Modus zu verlagern, in dem ich dann gut studieren oder gut lesen oder gut arbeiten kann.

00:39:42: Und ich glaube, das ist das, worauf es hinoptimiert wird.

00:39:44: Und gleichzeitig gibt es ja immer Menschen, und hier sage ich bewusst Menschen, die aus all dem ausbrechen, die sagen, na ja, diese Regeln, auf was ich hinoptimieren muss, darauf... auf gut dort scheiß ich jetzt mal und mach einfach was ganz anderes.

00:40:01: Die scheren sich nicht um die Regeln und sind genau deswegen dann mega erfolgreich und bringen die Popmusik wieder ein ganzes Stück voran.

00:40:09: Ich finde es spannend, was Peter sagt und weil wir es mit Bad Bunny am Anfang hatten, wir haben eine gewisse Wirksamkeit gegenüber dieser Dinge.

00:40:16: Kulturpessimismus hin oder her, es gibt Dinge, die wir tun können und Bad Bunny hat es getan.

00:40:21: Er ist nicht in diese algorithmische Falle gelaufen.

00:40:24: Er hat mit Soundcloud.

00:40:25: Das ist diese Underground.

00:40:27: Ich bin noch ein Artist, der wirklich was Originäres kreieren möchte, Plattform.

00:40:32: Und da ist er rein.

00:40:33: Und dann wurde natürlich immer lauter der Ruf.

00:40:36: Er soll auch mal Englisch singen und so.

00:40:38: Und er hat es nicht gemacht.

00:40:39: Nicht wie Shakira und man kann es total verstehen.

00:40:42: Nicht wie andere Hispanex, sondern er ist bei Spanisch geblieben.

00:40:46: Er ist auf Soundtalk gegangen und er hat allen vorgemacht, dass du trotzdem originäre Musik machen kannst und erfolgreich sein kannst.

00:40:54: Und das finde ich total wichtig zu sagen.

00:40:56: Wir sind nicht immer Opfer des Algorithmus, wenn wir mal ab und zu einfach das Hirn einschalten und sagen, will ich das hier?

00:41:03: Was hier gerade passiert?

00:41:04: Und gibt es Alternativen?

00:41:05: Und es gibt sie?

00:41:06: Man muss nur leider ein bisschen Hausaufgaben machen.

00:41:08: Wir haben nicht nur die Woche der Münchner Sicherheitskonferenz, sondern auch die Woche in der die Berlinale beginnt, Peter.

00:41:14: Was erwartet uns dort?

00:41:17: Ja, vermutlich das Gleiche wie immer.

00:41:20: Das klingt jetzt so unspektakulär.

00:41:21: Es wird natürlich wie immer ein tolles Filmfestival sein.

00:41:25: Am Donnerstag geht es los.

00:41:26: Also am zwölften Februar, dann zehn Tage, es gibt über zweihundertzwanzig Filme aus rund achtzig Ländern.

00:41:31: Darunter zum Beispiel der Eröffnungsfilm No Good Man, der afghanischstämmigen Regisseurin Shabanu Sadat, das Historiendrama Rose mit Sandra Hüller in der Hauptrolle, The Weight mit Ethan Hawke oder auch die Blutgräfin, ein Achtung, Vampirfilm der Regisseurin Ulrike Othinger mit Isabel Ypere in der Haupttrolle.

00:41:51: Es werden Stars jeglicher Art und Größe da sein, deutsche Stars, internationale Stars, die überrote Teppiche laufen, es wird Fotos geben, es wird tolle Filme, großartige Filme geben, es wird auch stinklangweilige Filme geben, in denen man dann sitzt.

00:42:06: Und ich glaube, also alles wie immer.

00:42:11: Und damit zu den gesellschaftlichen Themen über die Wir-Rikadia.

00:42:15: Immer wieder Woche für Woche bei Land in Sicht diskutieren.

00:42:19: Die Worte über die wir heute diskutieren muss ich ablesen, weil ich sie ansonsten kaum aussprechen kann.

00:42:24: Transhumanismus, Long-Termism, Space-Kolonialisierung und Accelerationism.

00:42:32: Wo rüber reden wir hier?

00:42:34: Ich gebe zu, es ist ein sehr ehrgeiziger Agenda, aber ich versuch's mal in a nutshell.

00:42:38: Erst mal, warum will ich über Transhumanism und Long-Termism reden?

00:42:42: Ich habe sehr, sehr viel Zeit in der Start-up-Szene verbracht mit diesen Tech Bros, diese voll optimistik rüberkommen, viele der Bücher gelesen und mich immer wieder gefragt, wie kriegen die, ich nenne sie jetzt mal Tech Bros, das hin, dass sie all diese Entscheidungen treffen, zu denen ich gleich komme und dafür in irgendeiner Form in ihren Köpfen zumindest eine Rechtfertigung, eine Vision.

00:43:03: wie Sie es nennen, also statt Rechtfertigung.

00:43:05: Wie kommt das?

00:43:06: Und so stolpert ich eben über diese Wörter, die es schon länger gibt.

00:43:09: Also, I'm late to the party, weil es gibt sie ja schon seit ein paar Jahrzehnten.

00:43:13: Transhumanism oder Transhumanismus ist die Idee, dass der Mensch, so wie er jetzt existiert, defizitär ist.

00:43:21: dass der auf jeden Fall auch aufgepimpt werden dürfte.

00:43:24: Mit, haben wir letzte Woche drüber gesprochen, Biohacking, diesen ganzen körperlichen Dingen.

00:43:28: Aber auch eben mit allem, was ja ein Input in sich reinsteckt.

00:43:32: Supplements, Literatur, wenn Sie die dann lesen.

00:43:36: Und eben Ideen, Philosophien, da kommen ganz viele Namen auf, da kann ich gar nicht auf alle eingehen.

00:43:41: Aber es geht darum, diese menschliche, defizitäre Form zu überwinden.

00:43:46: Das ist Transhumanismus.

00:43:58: dass wir in einer Epoche der Stagnation, wie er es nennt, Stagnation lebten, während wir alle, glaube ich, oder jedenfalls sehr viele von uns denken, boah, sind die Zeiten schnell, sind die Zeiten rasant, permanent ein Wandel, sagt Thiel allen Ernstes Stagnation überall, wohin er auch blickt, weil die Menschen immer noch sterblich seien.

00:44:19: Ja, das sind diese ganzen Bros.

00:44:21: aus dieser Move Fast and Break Things Philosophie.

00:44:24: Also bewegt die schnell und bricht auch ruhig mal was, aber dann kommen wir schneller zum Ziel.

00:44:28: Das ist so die Idee.

00:44:30: Long-Termism, wo man ja erstmal denken würde, auch langfristig angelegte Pläne könnte man ja assoziieren, denkt man zunächst, warum nicht?

00:44:38: Long-Termism ist aber tatsächlich diese Idee, dass zukünftige Menschen Ideen, Konzepte genauso wichtig sind wie jetzige.

00:44:48: Und wohin man denn denkt, Mensch, im Sinne von Klimawandel, total richtig?

00:44:52: Da ist ja zunächst mal nichts falsch dran zu überlegen, wie soll's unseren Kindern gehen, wenn wir Glück haben unseren Enkelkindern, aber darum geht's nicht unbedingt im Long-Termism, sondern es geht darum, dass du Entscheidungen triffst, bei denen es abgewogen wird.

00:45:06: Okay, wir könnten eine Million Menschen jetzt retten, aber wenn wir diesen Schritt gehen, irgendwas apokalyptisches, ne, nimm dir irgendeinen Hollywood-Film, dann retten wir nicht.

00:45:16: zum Beispiel zwei Billionen in der Zukunft.

00:45:20: Und diese Rechnung anzustellen, da ich glaube, brauchen wir gar nicht darüber reden.

00:45:23: Das ist eine krasse Idee.

00:45:25: Das ist ja immer wieder eine alte philosophische Frage.

00:45:28: Rette ich jetzt diesen einen Menschen hier oder rette ich zehn auf dem anderen Boot, weil es ist zehn gegen eins.

00:45:35: Diese Art Nummergegenüberstellung, die finde ich sehr krass und die findet statt beim Long-Termism.

00:45:42: Und die anderen sagen, ja, KT.

00:45:45: Ich bitte.

00:45:48: Musst du zuhören und zuhören erklären, dass ich gerade meine Pfote gehoben habe.

00:45:52: Und ich also zum einen dieses Beispiel mit dem Boot hinkt so ein bisschen, weil das ist die gleichzeitige Entscheidung, die getroffen werden muss.

00:46:00: Also du hast den einen da und die zehn dort.

00:46:02: Und das andere ist die Zeitspanne, die davon umfasst ist.

00:46:06: Und gleichzeitig überlege ich mir aber auch, und das ist so ein Spannungsfeld, was ich hier spüre.

00:46:13: ist das nur schlecht, dass wir solche Leute haben, die so ticken.

00:46:17: Und weil sie sind gleichzeitig natürlich auch Treiber für Innovation.

00:46:21: Ohne die würde wahrscheinlich mancher Durchbruch auch in der Medizin gar nicht stattfinden.

00:46:26: Ohne die würde mancher Durchbruch im Bereich des Digitalen sich nicht stattfinden.

00:46:30: Ohne die wäre er einig dort, wo es heute wäre.

00:46:33: Es kann man immer das Gegenargument auch fahren.

00:46:35: Aber ich bin auch da, ich bin gespalten, aber ich will es nicht nur negativ sehen.

00:46:40: Ich finde aber auch, KT, es ist kein Entwederoder.

00:46:44: Und die Frage, die sich hier grundsätzlich stellt, ist nicht Technologiejahr oder nein, sondern die Frage ist, wer bestimmt unsere Werte?

00:46:52: Und wir haben gewachsene Werte.

00:46:53: Wir haben die Constitution, Don't get me started, was wir gerade mit der machen.

00:46:57: Wir haben das Grundgesetz in Deutschland.

00:46:59: Wir haben gewachsene Werte, die aus Schmerz und was weiß ich, noch allem entstanden sind und die ich immer noch für richtig und gut behalte.

00:47:07: Christliche Werte.

00:47:08: Ich bin keine praktizierende Christin, seitdem ich es entscheiden konnte, nicht mehr.

00:47:12: Aber das sind Werte, die wir, die gewachsen sind und an die ich glaube und die aber in Frage gestellt bzw.

00:47:20: übertumpft werden von Menschen, die jetzt nur noch in der Zukunft unterwegs sind.

00:47:26: Und wenn ich überlege... Dass du nur in der Zukunft unterwegs bist, dann ist ja auch klar, was hier alles schiefläuft.

00:47:32: Die Erde, ach komm, lass mal, wir gehen jetzt zu Mars.

00:47:36: Apropos Space Colonization.

00:47:38: Also mich interessiert immer weniger das entweder oder und mich interessiert immer mehr das sowohl als auch.

00:47:45: Bin totaler Sci-Fi-Freak.

00:47:47: Ich liebe diese Zukunftsideen, die megatrend sind, die das Zukunftsinstitut jedes Jahr rausbringt.

00:47:52: Aber die Frage ist wirklich, können wir nicht sowohl als auch, können wir unsere Werte als fest stehend akzeptieren und trotzdem nach vorne schauen und gucken.

00:48:01: Yes, AI ist super für medizinische Forschung.

00:48:04: AI wird vielleicht sogar diesen kleinen Hebel finden, der den Klimawandel abmildern kann.

00:48:14: Aber was passiert auf dem Weg und ist uns das Resultat wichtiger als der Prozess?

00:48:19: Ich glaube, dass das wirkliche Problem, wenn wir über die Diese Menschen reden, diese Innovationen vorantreiben, von denen auch du eher loben gesprochen hast, darin liegt, dass da viel zu viel Macht versammelt ist.

00:48:35: Wenn Menschen wie Thiel einerseits Innovation vorantreiben, die ich bis dahin voll erneugiere und durchaus auch Begeisterung mit, wenn sie dann aber sagen, die Demokratie sei nicht mehr gut genug, Weil die Demokratie den Wandel ja nicht schnell genug vorantreiben, Stagnation überall, schaffen wir doch die Demokratie ab, dann wird es gefährlich.

00:48:57: Dann haben wir viel zu viel Macht und natürlich auch viel zu viel Geld.

00:49:02: Damit meine ich jetzt den Absodenreichtum von Elon Musk und wenigen anderen bei ganz wenigen Leuten versammelt.

00:49:09: Und dann kann eine einstmals innovative Kraft zu einer politischen Gefahr werden, oder?

00:49:18: Ja, ich bin total dabei.

00:49:19: Also bei dieser Kritik, die du anlegst und bei dem Verhalten einiger Protagonisten, da steht vielleicht außer Frage.

00:49:27: Gleichzeitig ist dieses sowohl als auch Denken eines natürlich, dass uns auch hindern kann, die wirklich großen Schritte zu machen.

00:49:35: Also deswegen sage ich, ich bin hier sehr gespalten.

00:49:39: Ich bin auch eher derjenige, der sagt, der bedachte Schritt ist mir lieber als manchmal... der brutal überholende, ohne Rücksicht auf Verluste, was es da noch an Schäden nebenan geben könnte, ohne jetzt den alten Begriff des Kollateralschadens da gebrauchen zu wollen.

00:49:54: Man muss aber auch konstatieren, Klaus und Rikadia, die wirklich ganz großen Entwicklungssprünge sind oftmals genau solchen Geistern entsprungen.

00:50:05: Und deswegen ist das, ich glaube, liegt sehr viel darin, wie organisieren wir uns in einer sinnvollen, aber nicht komplett verhinderten Kontrolle.

00:50:16: Und das ist ja oftmals dieses deutsche Denken, was wir dann anlegen, dass wir sagen, um Himmels willen, wir müssen sofort eine Regulierung schaffen.

00:50:22: Regulierung macht oftmals Sinn, aber es kann einen natürlich auch sofort ins Hintertreffen buxieren.

00:50:28: Ich geb dir Rechkate und ich würde gar nicht von Regulierung sofort sprechen wollen, aber von Partizipation.

00:50:34: Wer nimmt Teil an diesen Entscheidungen?

00:50:37: Wer nimmt Teil an den Prozessen?

00:50:39: Und wenn du das diversifizierst, dann brauchst du eventuell auch nicht sofort mit diesem Regelkreuble zu kommen, weil du sagst, pass mal auf, wir haben jetzt zigtausend verschiedene Perspektiven, von denen ich übrigens auch glaube, dass sie effizient sein können, weil oft denken die Leute, wenn du zu sehr diversifizierst, Dann kommt ja gar keine Entscheidung.

00:50:56: Das stimmt nicht.

00:50:57: Der kann Rüdiger vielleicht auch so ein bisschen erzählen, wie so Hiring-Prozesse für ihn damals gelaufen sind.

00:51:02: Aber mir ist wichtig, Partizipation, gesunder Menschenverstand, totally out of fashion, bring it back.

00:51:09: Und dann geht's los.

00:51:11: Dann geht's auch los mit der Innovation.

00:51:13: Rüdiger, erklässt uns kurz.

00:51:16: Ich war es wirklich kurz, aber ich war Personalchef einer Agentur mit mehr als zweihundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, UK und Deutschland.

00:51:24: Und wie Riccardia sagt, die Ergebnisse von diversen Teams sind reichhaltiger.

00:51:30: Es macht allen mehr Spaß.

00:51:31: Es ist mitunter etwas langwieriger, etwas anstrengender.

00:51:34: Aber es lohnt immer wieder den Einsatz.

00:51:36: Riccardia, eines dieser schwierigen Wörter ist Accelerationism.

00:51:41: Ich hoffe, ich habe es halbwegs richtig ausgesprochen.

00:51:42: Was ist bitte das?

00:51:45: Ich kann es auch Deutsch auch nicht.

00:51:47: Es gibt ein Wort dafür, aber ich werde auch auf das Englische greifen.

00:51:50: Also Accelerationism ist die Idee.

00:51:53: dass man auch hier wieder positiv und negativ, dass man Dinge schneller vorantreibt, kann ein bisschen schmerzlicher sein, aber dann würde man schneller ans Ziel kommen, nehmen wir wieder die Medizin.

00:52:03: Wenn wir schneller forschen und schneller bestimmte Regelungen nicht beachten, dann kommen wir vielleicht schneller an die Heilung für Krebs.

00:52:11: Also da wäre das Ziel ein total noblis und da sage ich, all systems go.

00:52:17: Das Problem mit Accelerationism, ihr könnt es euch denken, ist natürlich auch hier wieder.

00:52:21: Was ich vorhin schon gesagt habe, die Move Fast and Break Things Idee, das okay, was passiert denn auf dem Weg?

00:52:27: Im medizinischen Bereich zum Beispiel finde ich es total interessant.

00:52:31: Bei anderen Dingen, jetzt struggle ich gerade mit einem Beispiel, aber mit anderen Dingen denke ich einfach, okay, können wir ganz kurz Einhalt gebieten.

00:52:39: Zum Beispiel, ach, jetzt fällt mir was ein, Krok, X. Elon Musk sagt euch, Wascock ist dieses Tool, mit dem in letzter Zeit vor allem chronographische Inhalte von realen Menschen kreiert werden konnten und auch kreiert werden.

00:52:54: Das ist zum Beispiel was, das ist sehr schnell entstanden.

00:52:58: Und vorher hatte Grog Nazi Inhalte verbreitet, was Musk angeblich nicht gewollt habe, aber da sind Nazi-Parolen massentauglich geworden.

00:53:07: Ein Botteben.

00:53:09: Ja.

00:53:10: Und da wieder Partizipation, kreiert das Tool.

00:53:13: Mach, ich hab Riesenfreude an AI.

00:53:15: Aber nimm dir diesen einen Moment, wo du Leute an Bord holst und sagst, okay, was könnte schiefgehen?

00:53:21: Machst du ja, wenn du einen Flugzeug baust, auch.

00:53:23: Du baust ja nicht einfach dieses Flugzeug und sagst, mal gucken, was passiert.

00:53:28: Du guckst, und da willst du vor allem Deutsche zum Beispiel dabei haben.

00:53:32: Dann noch eine Frage stellen, wo du manchmal denkst, mein Gott.

00:53:35: Toni, mach mal langsam hier.

00:53:36: Aber du baust nicht einfach ohne zu gucken, okay, wo sind die Safeguards?

00:53:41: Und lass mal die einbauen.

00:53:43: Und dann dauert es vielleicht noch ein halbes Jahr, aber dann ist das Produkt stimmig und dann nehmen mehr Leute dran teil.

00:53:49: Sorry, ich klinge wie so eine Priest-Preacher.

00:53:51: Aber ich denke mir, es ist nicht so schwer.

00:53:53: Aber die Leute haben nicht so richtig Lust drauf, weil es diese extra Zeit eben, die nicht bei Accelerationism gegeben ist, braucht.

00:54:02: Richardi, ich versuch mal, diese hoch spannenden Themenfelder, die du gerade aufgemacht hast, irgendwie zusammenzubringen.

00:54:08: Und ich weiß nicht, ob diese Frage beantwortbar ist.

00:54:12: Wie kann eine Gesellschaft wie unsere mit all dem umgehen?

00:54:15: Braucht es eine Definition der Werte?

00:54:18: Braucht es Regelungen, Regulierungen?

00:54:21: Das ist ein schrecklich europäischer Zugang an dieses Thema.

00:54:25: Was meinst du?

00:54:27: Ich glaube, es braucht einen gesunden Respekt für eine Evolution.

00:54:31: Evolution ist ja auch nicht über Nacht passiert.

00:54:33: Und warum ist die teilweise so unglaublich sinnvoll?

00:54:35: Wir gucken unsere Körper an, die Natur, was auch immer.

00:54:38: Da ist so viel, so logisch aufeinander aufgebaut, als wäre es engineered.

00:54:44: Und die Antwort ist, it is engineered.

00:54:46: Es hat nur ein bisschen gedauert.

00:54:47: Nun will ich nicht, bevor KT gleich einen Anfall kriegt, dann will ich nicht so lange brauchen wie die menschliche Evolution.

00:54:55: Aber ich will einfach nur dafür plädieren, dass man sagt, lass das Ding mal so ein bisschen organischer wachsen.

00:55:01: Und wenn wir sagen, okay, wir haben keine Geduld, dann guck einfach in die Geschichte.

00:55:05: Wir wissen ganz viele Dinge schon.

00:55:08: Wir ignorieren sie einfach.

00:55:09: Wir müssen das Rad nicht neu erfinden.

00:55:11: Wir müssen kurz zurückschauen.

00:55:12: Sag mal, wie haben die das Ding zusammengebaut?

00:55:14: Und dann spaß die Zeit.

00:55:15: So, Kathi, jetzt hab ich die hier bei meiner Seite, oder?

00:55:17: Rekatia, du hast mich immer auf deiner Seite.

00:55:19: Wie könnte es anders sein?

00:55:21: Also, was haben wir gesellschaftlich tun?

00:55:23: uns erstmal damit auseinandersetzen.

00:55:24: Ich glaube, damit beginnt alles.

00:55:26: Es ist nicht einfach, an uns vor Beipfeifen zu lassen und wahrscheinlich ist es ein Bildungs- und Ausbildungsauftrag auch.

00:55:31: Aber was mich besorgt ist, es ist ein Thema, das zunehmend auch politische Vereinnahmung erfährt.

00:55:37: Also Stichpunkt Curtis Yavin, einer der Vordenker in diesem Bereich oder Nick Lernnd.

00:55:43: Wie siehst du das?

00:55:44: Du hast Recht, KT, das findet auch absolut statt auf beiden Seiten der Politik, dass diese Konzepte auf jeden Fall genutzt werden, um eigene Agendas voranzutreiben.

00:55:55: Es war jetzt nur im Zusammenhang der Tech Bros.

00:55:58: so eine Art Lieblingsthema von mir, ja.

00:56:02: Sport.

00:56:05: Damit zum Sport, Rüdiger.

00:56:07: Wir beginnen mit dem Superbowl.

00:56:09: Und der Nacht von Sonntag auf Montag, wer es gesehen hat, wird sich möglicherweise geärgert haben.

00:56:17: Ein so langweiliges Football-Spiel habe ich jedenfalls lange nicht erlebt.

00:56:21: Kein einziger Touchdown in der ersten Halbzeit, nur Fieldgoals, gute Defensiven.

00:56:26: Seattle, das sollte man sagen, hat den Super Bowl gewonnen gegen New England, gegen die New England Patriots.

00:56:31: Was für ein Weltereignis, was denn?

00:56:33: Was eins?

00:56:35: Es war sportlich, definitiv kein Weltereignis überhaupt nicht, Klaus.

00:56:40: Man merkt daher erst, wie sie als normaler Zuschauer Tom Brady fehlt, der legendäre Quarterback der Patriots.

00:56:47: Also diese Geniestreiche, die fanden nicht statt.

00:56:49: Es war eher ein normales Football-Spiel.

00:56:53: Und ich dachte über das Wesen dieses Spiels nach, wie amerikanisch ist das denn?

00:56:59: Da geht es darum, Land zu erobern.

00:57:01: Es ist wie die amerikanische Frontier, die ständig neu verhandelt wird.

00:57:06: Es hat was Militärisches.

00:57:07: Es sind ja alles kleine Miniaturschlachten, die permanent stattfinden.

00:57:11: Und deswegen fand ich übrigens auch Bad Bunny so genial, weil ja dieses Spiel so amerikanisch ist und Trump das seh wahrscheinlich und seine Anhänger so als Uhr.

00:57:20: Ureignensspiel betrachten und das dann von der nfr-marketing technisch brillant gespielt wird und bad bunny da eingesetzt wird.

00:57:29: Da muss ich sehr drüber schmunzeln.

00:57:30: und dann dann dann zog das Spiel so an mir vorbei.

00:57:33: Irgendwann fühle ich auch ins wachkoma vikati sagen würde und wacht dann auf.

00:57:37: und es geschah dann auch ein bisschen.

00:57:39: was aber nicht sehr nicht sehr viel nicht sehr viel.

00:57:44: Olympia ist spannender in diesen Tagen.

00:57:45: Die Olympischen Spiele hatten schon diverse Höhepunkte.

00:57:49: Sie hatten auch einen Moment, an dem viele, die Luft angehalten haben.

00:57:55: Ich dachte, Linsel Vaughn hätte eine richtig, richtig schwere Verletzung.

00:57:59: Erzähl uns davon, was ist da passiert?

00:58:02: Und sofort die anschließende Frage, Rüdiger, kann man ohne Kreuzband Skifahren?

00:58:08: Ich bin selber Skifahrer, wenngleich auf einem Niveau das lächerlich ist.

00:58:13: Ich kann das nicht so recht vorstellen, ehrlicherweise.

00:58:16: Wobei, wenn man sich den Sturz genauer ansieht, ich bin nicht so gut darin, mir Stürze anzugucken.

00:58:21: Habt ihr ein oder andere Sportverletzung selber gehabt und kennen dieses Schreckliche Gefühl?

00:58:26: Aber ein Auslöser des Sturzes, den habe ich mir mehrfach angeguckt.

00:58:30: Das war das selbe Tour, wo die deutsche Emma Eicher, die ja Silber gewonnen hat, mit einer Hasaleurfahrt, muss man sagen, wo ein Mehrfach der Atem gestockt hat, auch ins Straucheln gekommen ist.

00:58:40: Lindsay Vaughn war nur näher an diesem Tour und ist dann eingehakt und der Oberkörper hat sich vertritt dabei.

00:58:47: Also die Frage, ob jetzt da das fehlende Kreuzband entscheidend war oder ob es nicht einfach... Ein Sturz war, wie er nun mal passiert im Racing.

00:58:56: Das kann man wahrscheinlich trefflich diskutieren.

00:58:59: Aus meiner Sicht ist es so, wir gucken Abfallslauf, so wie wir Formel eins gucken oder Formel eins gucken, wenn die mit mit hundert km Hardenberg runterrasen.

00:59:08: Mit der bangen Frage, ob was passiert und wir warten darauf, dass was passiert.

00:59:13: und wenn dann was passiert, dann sind wir schockiert und entsetzt und erregt und.

00:59:18: Naja, das ist eben das Business.

00:59:20: Wir sind Wojöre, wir sind Sensationslüstern.

00:59:24: Und diese Figuren, die wir da verfolgen, die sind larger than life, weil die fahren eben nicht ski wie wir Skifahren.

00:59:30: Wir könnten mit diesen Brettern gar nicht fahren.

00:59:32: Das ist ja einfach einfach die Wahrheit.

00:59:34: Und deswegen ist eine

00:59:36: Tragik.

00:59:38: Das musst du erklären, warum können wir mit diesen Skiern nicht fahren?

00:59:41: Das kann KT ganz bestimmt viel besser erklären, die sind so hart und die Bindung sind so brutal eingestellt, die Schuhe sind so, sind so unfassbar hart, dass man, dass das ein zerreißen würde.

00:59:51: Aber KT erklärt du es bitte, du bist der ganz sicher bessere Skifahrer.

00:59:56: Ich bin begeistert, dass Skifahrer beim wesentlichen Touren gehen und Tiefschnee, was dann doch ein bisschen ein Unterschied ist.

01:00:01: Meine Kinder sind viel Rennen gefahren und von da habe ich das schon mit verfolgt.

01:00:07: Wenn das Setup so ist wie bei einem Abfahrtsläufer, da willst du mit einem normalen Verstand nicht hinein.

01:00:14: Und mit diesem Schienen könntest du noch fahren, aber das stimmt schon, wie diese Schuhe festgezogen sind.

01:00:19: Plus, ich meine, Rüdiger, ich versuche mich dich gerade vorzustellen in diesem hübschen Rennanzug.

01:00:23: Also, da sind viele Sachen, glaube ich, die bei uns nicht sofort auf Euphorie stoßen würden.

01:00:28: Zurück zu der Frage von Linse Vaun, was ich schon sehr interessant fand.

01:00:31: Also, es ist... Man kann... Man kann, und das habe ich oft erlebt, auch bei anderen, die ein Kreuzbandriss hatten, man kann mit gerissenem Kreuzband durchaus schief fahren.

01:00:42: Marc Girardelli hat, glaube ich, damals mal den Weltcup gewonnen sogar.

01:00:45: Also, natürlich ist jeder medizinische Fall ein Einzelfall und ich wage da keine Pauschaldiagnose, aber grundsätzlich geht es.

01:00:54: Also, mit gerissenem Kreuzband, aber bitte nicht ohne Verstand.

01:00:58: Und ich glaube, da ist die Trennlinie zu ziehen ohne jetzt ein... sag ich mal, ein Werturteil über die Entscheidung, von denen sie wohnen zu treffen.

01:01:07: Sie ist Spitzensporterin, ist ihr Beruf.

01:01:09: Ich glaube, hätte es geklappt, wäre sie die absolute Helden gewesen.

01:01:12: Niemand oder kaum noch jemand hätte diesen wahnsinnigen Frage gestellt.

01:01:15: So hat es der Wahnsinn tatsächlich mal einen Tribut gefordert.

01:01:20: Man kann nur hoffen, dass sie schnell wieder gesund wird.

01:01:22: Und die ist ja nicht der Aufdame.

01:01:24: Also ich glaube, die wird schon wissen, wie sie damit umzugehen haben.

01:01:27: Ja, die Diagnose ist eher beruhigend, einen Beinbruch und eben keine Kopfverletzung, keine Lähmung.

01:01:33: Dergleichen hatte man ja zunächst befürchten müssen.

01:01:35: Es gab, das wollte ich noch einwerfen, weil mich, ich war gerade im Schiürlaub, diese Frage auch interessiert hat.

01:01:41: Es gab die Schweizer, glaube ich, Ski-Profi-Rennenläuferin Joanna Hählen, die ist wohl sechs Jahre ohne Linkes und zwei Jahre ohne rechtes Kreuzband gefahren.

01:01:50: Gleichzeitig.

01:01:52: Es ist kaum vorstellbar, gerade wenn man viel Fußball schaut, dass die Saison immer gleich beendet bei Kreuzbandriss, aber offensichtlich braucht man, um mit hunderten KMH die Piste runter zu rasen, keine Kreuzbänder, zumindest nicht unbedingt.

01:02:05: Genau, wenn die Muskulatur stark genug ist.

01:02:07: Rüdiger, welche Olympischen Spiele oder welche Art Olympischer Spiele erleben wir da?

01:02:11: Wie war es bisher?

01:02:12: Was ich sehe, ist ein spektakuläres Bergfest.

01:02:16: Also das ist das, was mich begeistert.

01:02:17: Ich liebe selber die Dolomiten und die Biertleten in Antolz, wo ich auch schon war.

01:02:24: Das ist eine traumhafte Natur.

01:02:26: Die Staaten sind voll, die Tribünen sind voll.

01:02:28: Das sind fachkundige Menschen dort im Publikum.

01:02:32: Das ist fair, soweit ich das beobachten kann.

01:02:36: Es ist enthusiastisch.

01:02:37: Und ich dachte gestern, Mein Gott, da ist irgendwie so die alte Welt.

01:02:42: Wir reden sehr viel von der Weltordnung aktuell.

01:02:44: Das ist die alte Weltordnung auf eine Art noch in Ordnung.

01:02:47: Man hält sich an die Regeln.

01:02:49: Das IOC ist zwar in vielerlei Hinsicht zu kritisieren, aber es gibt Nominierungskriterien.

01:02:54: und am Ende gibt es Gold, Silber, Bronze und es gibt eine objektive Zeitmessung.

01:02:59: Keiner behauptet, dass die Zeitmessung gefälscht ist.

01:03:01: Keiner behauptet, dass irgendwie die Staatreinfolge gefälscht ist.

01:03:07: Das fühlt sich irgendwie nach guter alter Welt an, auch wenn die Russen nicht dabei sind oder nur unter neutraler Flagge einiger Athleten.

01:03:13: Also da schwappt die Politik natürlich auch sehr stark rein.

01:03:17: Also ich betrachte das sehr, wie soll ich sagen, als Balsam auch.

01:03:21: Unbedingt lesen, hören, gucken.

01:03:24: Und unser Kulturtipp am Schluss, Roger Willemsen.

01:03:28: Am siebten Februar war sein zehnter Todestag.

01:03:32: Roger Willemsen war ein öffentlicher Intellektueller wie in unser Land.

01:03:36: braucht.

01:03:37: Ich will jetzt nicht sagen, dass wir keine öffentlichen Intellektuellen mehr hätten, aber er hat so fantastisch geschrieben.

01:03:45: Mein liebstes Buch von Willemsen ist der Knacks über die ganz kleinen, manchmal auch ganz großen Momente, die unser Leben komplett auf den Kopf stellen.

01:03:53: Und das war es mit der Nummer zwei von Land in Sicht.

01:03:56: Dankenswerterweise zu Gast auf dem Kanal von Giese gegen Gutenberg.

01:04:01: Jeden Dienstag neu.

01:04:02: Sie erreichen uns unter LES at OpenMinds.media.

01:04:06: Das LES zu Beginn steht für Land in sich, so kann man sich's am besten merken, also LES at OpenMinds.media.

01:04:14: Lassen Sie uns überall, wo es Podcasts gibt, gerne Ihre Bewertung da und folgen Sie uns.

01:04:20: Wir danken Liliane Johansen für den Schnitt und für die Produktion Stefan Weber für Recherche und Vorbereitung.

01:04:28: Wir sind ein Gutenberg Podcast, produziert von unserer Firma der OpenMinds.media.

01:04:33: Hören Sie GGG, immer Mittwochs.

01:04:35: Lesen Sie das Neuland-Update jeden Donnerstag.

01:04:39: Sie können es abonnieren unter www.gutenberg.media und freitags kommt Make America Good Again.

01:04:46: Unser Partner in der Vermatung ist die Seven One Audio, unser Partner bei Live Shows, Contra, Free Aid.

01:04:53: Vielen Dank euch und bis zum nächsten Mal.

01:04:55: Bye.

01:04:56: Tschüss.

01:04:58: Bis bald.

01:05:00: Land in Sicht.

01:05:02: Der News Talk mit Klaus Brinkbäumer und Friends.

01:05:06: Ein Gutenberg Podcast.

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