#138 GGG: Mit Resilienz ins neue Jahr! Aber wie geht das?

Shownotes

Gerade am Anfang des Jahres, nach Familienfesten, Feiertagen, vielleicht sogar Auseinandersetzungen, nimmt man sich gerne mal Großes vor. Endlich abnehmen, Meditation lernen, mit Konflikten oder Krisen besser umgehen. Doch wie schafft man das? Wie kommt man aus einer Krise gut heraus? Wie hält man durch, wenn Aufgeben eigentlich so viel leichter zu sein scheint?

Darüber sprechen Karl-Theodor zu Guttenberg und Gregor Gysi in der ersten Folge des neuen Jahres 2026. Sie teilen persönliche Krisen, wie den Verlust einer geliebten Person. Sie erklären, wie Akzeptanz zur Bewältigung einer Herausforderung beitragen kann, und welche Rolle auch das Mindset spielt, wenn es darum geht, sich mit unveränderlichen Tatsachen auseinandersetzen zu müssen.

All das und mehr in der neuen Folge Gysi gegen Guttenberg. Wir wünschen Ihnen allen ein frohes, neues Jahr, Gesundheit und Glück. Danke, dass Sie auch 2026 wieder dabei sind, wenn es heißt: "Let's get ready to rumble!"

Viel Vergnügen, Ihr Team Gysi gegen Guttenberg

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich wünsche niemanden Niederlagen, aber meine Niederlagen haben mich zu einem zufriedeneren Menschen gemacht, auch wenn das möglicherweise vordergründig Paradox klingen mag.

00:00:10: Und deswegen ist es manchmal nicht schlecht, auch durch schwere Zeiten marschiert zu sein und am Ende macht es einen gelassener.

00:00:38: Hallo und herzlich willkommen zu der Neujahrsausgabe von Gisi gegen Gutenberg.

00:00:46: Mir gegenüber sitzt der unvergleichliche Gregor Gisi.

00:00:50: Ich bin der genosse Gutenberg, wie er mich gerade genannt hatte, als er nach mir suchte.

00:00:56: Und man sieht an der Bezeichnung, wie sehr mein inneres und meine Überzeugungen und meine politischen Ansichten in den letzten zwei Jahren, in denen wir diesmal zweieinhalb Jahren, die wir diesen Podcast, wie ihr es nennt, bereits machen, gelitten hat, also der genosse Gutenberg.

00:01:12: Wir grüße ganz herzlich, wünscht Ihnen allen ein glückliches, gutes, gesegnetes und gesundes neues Jahr.

00:01:19: Lieber Gregor, das wirst du, der du immer noch dich genosse bezeichnest, aber wahrscheinlich... Durch mich schon denkst du gar nicht mehr bist.

00:01:26: Warst du noch nicht auch

00:01:28: du?

00:01:28: Also er hat mich wieder zum Nichtgenossen gemacht.

00:01:31: Noch habe ich ihm das ganze Konservativ nehmen müssen.

00:01:34: Da steckt volle Kanne in ihm drin.

00:01:37: Aber ich wünsche Ihnen auch allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr.

00:01:41: Und die, die in großen Schwierigkeiten sind, über die wir heute sprechen, denen könne ich, dass Sie Lösungen finden.

00:01:48: Und falls Sie ein schönes Weihnachtsfest und ein schönes Neujahrsfest hatten, denken Sie immer, Daran zurück, das baut einen auf.

00:01:57: Gregor, gute Tradition auch im neuen Jahr ist, dass wir uns gegenseitig fragen, was der andere denn Verrücktes, Absurdes, Erstaunliches erlebt hat, außer sich den Ranzen vollzumauen mit irgendwelchen Weihnachtsplätzchen und viel zu viele Knallkörper an Silvester in der Hand zu haben.

00:02:16: Also, bei mir ist es so, wir haben am hier am zwanzigsten meine Angehörigen und ich Alle eine Gänsekolle gegessen.

00:02:24: Das war schon nicht am fünfundzwanzig, sondern am vierundzwanzigsten.

00:02:28: Aber auch danach haben wir gut gegessen.

00:02:30: Diesbezüglich sündigt man ja zu Weihnachten.

00:02:32: Das ist aber auch nötig.

00:02:35: Es muss immer Ausnahmen im Leben geben und Weihnachten ist eine solche Ausnahme.

00:02:39: Außerdem waren die Leute mit meinen Geschenken ein Jahr Massen zufrieden.

00:02:43: Das befriedigt mich schon und ich mit ihren auch.

00:02:46: Meine Kinder haben zum Beispiel ausgemacht, sich untereinander nicht zu schenken.

00:02:50: Aber bei mir trauen sie sich das nicht.

00:02:52: Und das finde ich auch richtig so.

00:02:54: Unser Bester war ganz fröhlich.

00:02:56: Inzwischen mag ich so Knallbombons und Tischfeuerwerk.

00:03:01: Das finde ich immer ganz witzig, was da so rauskommt an Sprüchen und an Figuren.

00:03:06: Die schmeißt man zwar hinterher alle weg, aber erst mal ist das ein bisschen witzig.

00:03:11: Und dabei hast du doch Knallbombons die ganze Zeit im politischen Leben um dich herum.

00:03:15: Da brauchen wir das.

00:03:15: Ja, aber die sind nicht zum Ziehen.

00:03:18: Das hast du nur noch nicht probiert.

00:03:21: Was hast

00:03:21: du denn gemacht?

00:03:22: Weihnachten und

00:03:27: Silvester?

00:03:28: Mittlerweile lasse ich andere knallen.

00:03:30: Meine Kinder sind ja mittlerweile erwachsen.

00:03:34: Ich gebe zu, es gibt wahrscheinlich keine effektivere Art und Weise, um sein Geld zu verpulvern, nämlich solche Raketen oder Batterien, wie die heute heißen, zu kaufen.

00:03:48: Man zündet etwas an und man weiß, dass man, ich weiß nicht, hundert Euro in die Luft pustet.

00:03:53: Nur dafür, dass die ganze Geschichte nach ein paar Sekunden vorbei ist.

00:03:56: Trotzdem schaue ich natürlich mehr gerne ein schönes Feuerwerk an, aber habe irgendwie beschlossen, das dann an Orten zu machen, wo ich mit einem solchen rechnen kann.

00:04:05: Und hoffentlich keine Nebelwand drunter liegt es ja auch immer lustig, wenn dann einfach nur sozusagen ein bunter Nebel über einem erscheint und trotzdem die Hunderte von Euros verbraten werden.

00:04:15: Und genieße das was andere.

00:04:17: dann machen.

00:04:18: Klar, ich weiß auch, dass Feuerwerk natürlich durchaus auch mit kritischem Blick gesehen werden kann.

00:04:26: Aber ich gestehe offen zu, dass mir ein bunter Himmel mit großem Geschäpper und Gecrache einmal im Jahr durchaus gefällt.

00:04:33: Ja, meine Eltern haben mir mal erklärt, dass man ein bisschen Feuerwerk braucht, weil man damit die bösen Geister vertreibt.

00:04:40: Und ich will ja bei meiner Wohnung oder besser gesagt bei meinem Haus keine bösen Geister haben.

00:04:46: Aber früher habe ich das übertrieben, das mache ich heute nicht mehr.

00:04:50: Weil ich auch finde, ich spende dann lieber etwas an bestimmte Einrichtungen, die das nötiger brauchen.

00:04:57: Ich muss mein Geld nicht so popp verpulvern.

00:04:59: Außerdem muss man immer Rücksicht nehmen.

00:05:01: Ich mag die jungen Leute nicht, die die Knallkörper zwischen die Füße der anderen werfen.

00:05:05: Da kann es Verletzung geben.

00:05:07: Das muss man wirklich unterbinden.

00:05:10: ein bisschen albernes und manchmal auch nicht nur logisches und vermünftiges Vergnügen macht das Leben doch eigentlich nur noch reizvoller.

00:05:18: Wir sprechen heute über ein Thema, das einen am Anfang des Jahres nicht mit dem Begriff heim sucht, aber was irgendwie auch was mit dem Jahresbeginn zu tun hat, weil es ja diese schöne Gegemheit oder Tradition gibt, dass man sich für das Jahr was fornigt, aber dass man insbesondere Widerstandsfähiger wird gegen Versuchungen.

00:05:39: So, jetzt ist ja Weihnachten oder die Weihnachtszeit gerade zu einem Ausbund von Versuchungen.

00:05:44: Also man stopft sich mit den unnötigsten Sachen voll, man trinkt im Zweifel viel zu viel und es ist keine Zeit der Aschise.

00:05:54: diese diese Wochen um Weihnachten herum und man versucht widerstandsfähiger zu werden.

00:05:59: Das heißt mit einem neuen, nicht wirklich neuen Begriff, ein uralter Begriff eigentlich, aber eine der in aller Munde ist, man versucht resilienter zu werden, resilienter gegen Versuchungen, aber natürlich auch resilient nicht nur gegen Versuchungen, sondern auch gegen mögliche Einschläge, die das Leben bieten kann oder die ein Umfeld bieten kann, die politische Umstände bringen können und ähnlichen.

00:06:21: Deswegen Gregor, wollen wir heute über Resilienz sprechen.

00:06:26: Ein wirklich mittlerweile fast geschlügeltes Wort.

00:06:29: Und es gibt so ein wunderbares Zitat von Charles Darwin, der sagte, es ist nicht die stärkste Spezieste überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern diejenige, die am schnellsten auf Veränderungen reagiert.

00:06:43: Hat Resilienz was damit zu tun, dass man auf Veränderungen zu reagieren weiß?

00:06:48: Oder ist Resilienz vielleicht sogar eher etwas Statisches?

00:06:52: Das hat auch mit Widerstandskraft zu tun.

00:06:54: Das hat auch damit zu tun, wie man aus Krisen herauskommt oder wie man möglichst sich erst gar nicht in einen solchen Prozess hineinziehen lässt.

00:07:04: Das hat auch damit zu tun, wie man mit dem Tod von nahen Angehörigen oder Freunden umgeht.

00:07:11: Das alles ist ja nicht so leicht und die Menschen reagieren darauf sehr, sehr verschieden.

00:07:17: Früher dachte man, es ist einfach genetisch bedingt.

00:07:20: Das stimmt auch zum Teil, aber man kann es auch trainieren.

00:07:24: Man kann es üben.

00:07:26: Da gibt es sogar Einrichtungen, wo man das lernen kann.

00:07:29: Denn ich habe gerade als Anwalt schon so viele verzweifelte Menschen kennengelernt, wo ich dann immer versuche, die wieder ein bisschen aufzubauen, was aber sehr, sehr schwer ist.

00:07:40: Man muss da einen eigenen Weg finden.

00:07:44: Wie war das denn bei dir?

00:07:45: Wie bist du denn mit solchen Situationen umgegangen?

00:07:50: Es gab schon viele Momente in meinem Leben, wo mich Krisen angesucht haben oder wo ich Menschen verloren habe, die ich sehr geliebt oder geschätzt habe und wo man sich erschüttern lassen kann, wo man vollkommen aus der Bahn geworfen werden könnte und wo es natürlich darum geht, Techniken zu entwickeln, die man jetzt nicht zwingend alle von zu Hause mitbekommt.

00:08:16: Also ich habe zwei wunderbare Eltern, aber die hätten beide wahrscheinlich in eine sehr unterschiedliche Herangehensweise, sie sind immer getrennt gehabt, wie man mit Krisensituationen umgeht.

00:08:29: Mein Vater ist ja mittlerweile tot und der war jetzt jemand, den würde ich nicht wirklich als Resilient bezeichnen.

00:08:34: Also der hat sich immer wieder ganz gewaltig umwählen lassen von den Dingen, die ihn heimgesucht haben.

00:08:40: war ein sehr emotionaler Mensch, Künstler.

00:08:43: Und da gehörte das auch so ein bisschen dazu.

00:08:44: Deswegen habe ich das als Kind gar nicht so wirklich gelernt, wie das funktionieren könnte und musste mir das eigentlich selber beibringen.

00:08:52: Und dann hofft man, dass es Menschen gibt und Freunde gibt, die einem das beibringen.

00:08:58: Oftmals ist es aber so, dass man zwar von denen möglicherweise den Versuch von eines Trostes bekommt, aber nicht wirklich eine Handreichung oder eine Idee, wie man sich selbst stärkt.

00:09:12: Also nur von jemand anderem ein Satz zu bekommen, dass etwas nicht so schlimm sei, ist keine Hilfe.

00:09:18: Das reicht nicht.

00:09:20: Und man braucht schon eine Methode, um damit umgehen zu können.

00:09:25: Und das hat sehr viel damit zu tun, zum einen einen Umstand akzeptieren zu lernen.

00:09:31: Also zu begreifen, dass gewisse Dinge unabänderlich sind, weil sie so geschehen sind.

00:09:36: Dass man sich aber aus dem Geschehenes heraus neu entwickeln kann und dass ein Leben aus ständigen Brüchen besteht.

00:09:42: Und manchmal größer, manchmal kleiner.

00:09:44: Und dass das Letzte, was einen stärkt, die ständige Befassung mit der Vergangenheit ist.

00:09:50: und zu glauben, dass man bereut, dass Dinge so und so eingetreten sind, sind da eingetreten.

00:09:56: Reue ist nichts Falsches.

00:09:57: Auch nicht daraus zu lernen, ist etwas Falsches im Gegenteil.

00:10:00: Aber es darf einen der Blick auf die Vergangenheit nicht ständig treiben.

00:10:04: Dann wird man weniger widerstandsfähig, sondern die Akzeptanz und das Annehmen eines Umstandes.

00:10:10: Und das war eine Lehre, die ... Ich war wahrscheinlich viel zu spät erst bekommen hatte, insbesondere in der Zeitkriege, wo es mir auch massilisch sehr schlecht ging.

00:10:19: Und ich dann wirklich auch gelernt habe und lernen durfte von jemandem, der das professionell macht, wie man damit besser umgehen kann.

00:10:28: Und das hat mir sehr, sehr geholfen und deswegen auch für über viele Jahre hinweg mich zu einem sehr ausgeglichenen, ich glaube mittlerweile sehr resilienten Menschen gemacht.

00:10:39: Also hoffe ich es zumindest.

00:10:40: Also so ging es mir.

00:10:41: Wie ist es bei dir?

00:10:42: Ich meine, bei dir gab es ja auch Höhen und Tiefen und von allem nicht zu knapp.

00:10:48: Und bist du jemand, der sich dann lange mit der Vergangenheit befasst und wie hast du deine Stärken dann entwickelt?

00:10:57: Also mein Vater hat mal zu mir gesagt, immer wenn du eine Niederlage erlebst, musst du wissen, dass Leben geht weiter.

00:11:05: Und selbst wenn du einen Beruf verlierst, dann übst du eben einen anderen aus.

00:11:09: Und musst du, das ist natürlich leichter gesagt als realisiert und dann musst du versuchen daran schöne Seiten zu finden.

00:11:16: Dann kommst du am besten drüber weg.

00:11:18: Also man muss die Zukunft gleich versuchen zu gestalten.

00:11:22: Zum Beispiel habe ich eine Frau erlebt, deren Mann war gestorben.

00:11:25: Sie sind immer zusammen verreist.

00:11:26: Jetzt war sie einsam.

00:11:28: Aber sie hatte glücklicherweise eine gute Freundin.

00:11:32: die auch kein Mann mehr hatte.

00:11:34: Und dann haben die beiden beschlossen, immer zusammen zu verreißen.

00:11:36: Und das macht den Spaß.

00:11:38: Das heißt, das ist zum Beispiel wirklich ein Angebot zur Hilfe, wenn du jemanden die Einsamkeit nimmst.

00:11:44: Ich kenne allerdings auch Leute, die so unfreundlich sind zur gesamten Umgebung, dass niemand mit ihnen verreißen will.

00:11:50: Also, das heißt, es ist leichter.

00:11:52: Es ist leichter, wenn du gute Freundinnen und Freunde hast, aus bestimmten Situationen herauszufinden, als wenn du sie nicht hast.

00:11:59: Dann gibt es natürlich Fehler, die man selber begangen hat, wo man sich schwach über sich selbst ärgert.

00:12:05: Das ist ja der Schlimmste, weil du den Ärger über dich selbst ja nicht loswirst.

00:12:09: Und auch da muss man sagen, gut, jetzt hast du den Fehler begangen, jetzt musst du die Konsequenz A, B und C ziehen.

00:12:15: Und jetzt versuche, danach wieder ein Leben zu führen, das dir Spaß macht.

00:12:19: Also zum Beispiel hast du ja die Erfahrung gemacht, rein in die Öffentlichkeit, raus in die Öffentlichkeit.

00:12:24: Genau diese Erfahrung hab ich auch gemacht.

00:12:27: Also ich war in fast allen Fernsehsendungen und dann drei Jahre in keiner mehr.

00:12:31: Aber es hat mich nicht so getroffen.

00:12:33: Ich habe ein Reiz gesehen, in meiner neuen Aufgabe als Anwalt zu arbeiten, mich also ganz anders einzuarbeiten, etc.

00:12:41: Den Weg muss man finden.

00:12:43: Aber nun werden manche zu mir sagen, du bist gleichzeitig Anwalt, du kannst einfach einen anderen Beruf ausüben.

00:12:49: Ich nicht so ohne weiteres, das stimmt.

00:12:52: Aber da muss man entweder versuchen, eine andere Tätigkeit zu finden oder sich auf andere Dinge im Leben zu konzentrieren.

00:12:59: Ich kann nur so viel sagen, Widerstandskraft hat nichts mit Geld zu tun.

00:13:04: Du kannst reich sein und bist überhaupt nicht in der Lage, Widerstand zu leisten.

00:13:08: Du kannst arm sein und bist dazu in der Lage.

00:13:11: Natürlich nicht.

00:13:11: Alles ist immer alles sehr unterschiedlich.

00:13:14: Aber ich glaube, unsere Gesellschaft ist ungenügend dafür aufgestellt.

00:13:20: Menschen mehr Widerstandskraft zu geben.

00:13:23: Es ist mir alles zu unpersönlich bei uns.

00:13:26: Wirkliche Freunde und Freundinnen sind eher in Rarität.

00:13:33: Wenn ich erlebe, in einem Neuberblock liegt eine Frau zwei Jahre tot und das merkt keiner.

00:13:39: Dann sagt das etwas über die ganze Atmosphäre in dem Haus.

00:13:42: Man kennt sich nicht, man spricht nicht miteinander, man merkt gar nicht, dass die Frau nicht mehr da ist.

00:13:49: Und ich finde, das müssen wir ein bisschen verändern.

00:13:51: Eine Regel will ich nur sagen, die mir imponiert hat, die Versuch, jetzige Städtenverbände in Berlin ein bisschen zu erklären.

00:13:59: Also in Ostberlin zur DDR-Zeit war es so, dass sie festgestellt haben, die meisten Suizide gab es zu Weihnachten von Menschen, die allein waren, die einsam waren und das fällt ihr Weihnachten so besonders auf.

00:14:11: Und damals konnte man das natürlich anordnen.

00:14:13: Das geht heute durch.

00:14:15: Heute müssen wir Sie dafür gewinnen, angeordnet, dass eine bestimmte Zeit von Gaststätten am vierten, zwanzigsten und sechsten, zwanzigsten Dezember immer aufhaben musste, dass sie Reklame machten mussten, dass gerade alle alleinstehenden hinkommen, dass es gutes Essen gibt und so.

00:14:30: Und davon haben dann viele Gebrauch gemacht und haben sich mit anderen alleinstehenden unterhalten und so weiter.

00:14:35: Und deshalb habe ich den Gaststättenverband in Berlin aufgerufen, sich doch auch mal Gedanken zu machen, dass immer eine bestimmte Zeit von Gaststätten aufhat.

00:14:44: Die kommen dann erst wieder, weiß ich, zehn Jahre später dran, damit die ja auch ansonsten Weihnachten und zu Westerfeiern können.

00:14:50: Aber man muss versuchen, den Leuten die Einsamkeit zu nehmen.

00:14:54: Das ist das eine.

00:14:55: Und bei wirklichen Tiefschlägen, die selbst verschuldet sind oder nicht selbst verschuldet sind oder nur zum Teil selbst verschuldet ist, Darf man die verschuldete Frage auch nicht ewig stehen.

00:15:05: Irgendwann muss man akzeptieren, so ist es jetzt und es beginnt neue Abschnitte in Leben und da muss man versuchen Gewinn draus zu ziehen.

00:15:14: Ganz genau.

00:15:15: Ich glaube, dieser Weihnachtsvorschlag ist schön.

00:15:18: Wird natürlich nicht ganz leicht durch für wahr sein, weil viele sagen werden, wir können doch nicht um Himmel zwählen, ist auch noch unsere... Mitarbeiter von anderen da an Weihnachten zu arbeiten.

00:15:27: Ein oder andere kriegen.

00:15:32: Ja, das reicht natürlich nicht.

00:15:37: Aber der Gedanke ist natürlich gut.

00:15:38: Und der ist einer, der genau die Brücke darin baut, dass wir aus dieser überindividualisierten Gesellschaft wieder ein Stück Zuwendung gewinnen, dass wir Empathiefeger werden.

00:15:49: Das ist daran mangelt es schon an vielen Ecken und Enden und dass man einfach auch Menschen als Menschen und nicht nur als Projektionsfläche begegnet.

00:16:00: Und das gilt jetzt für solche die in der Öffentlichkeit stehen und für solche die nicht in der Öffentlichkeit stehen.

00:16:04: Es gab vor Weihnachten, nur wirst ich erinnern, gab es den Fall von Thomas Gottschalk, den mit dem ich lange befreundet bin und der über den kühlweise Heeme ausgeschüttet wurde, weil er mehrere Ausfälle hatte vor Weihnachten bei zwei Preisverleihungen damals bei Bambi und bei der Bromi-Preis und einfach keinen Maß und Mitte mehr herstellen.

00:16:30: Und natürlich hat er auch Fehler gemacht über die Jahre hinweg, ohne Frage.

00:16:34: Aber man hat nicht mehr den Menschen gesehen, sondern man hat im Grunde nur noch denjenigen gesehen, den man Sport und Heeme zukommen lassen wollte.

00:16:41: Und dann hat er gesagt, er hätte Krebs.

00:16:43: Und dann kommt ein ganz erstaunlicher... Jetzt kann man sagen, sich dorthin zu stellen und das zu sagen, ist Ausdruck von Resilienz.

00:16:52: Ich glaube, es war eher Ausdruck dessen, dass er keinen anderen Weg mehr gefunden hatte, um überhaupt zu erklären, wie es zu diesen Ausfällen kam.

00:16:59: Und die gleichen, die davor noch hemisch waren, sind dann plötzlich auf denselben Plattformen dann betroffen.

00:17:05: Und dann geht die Maschinerie aber sofort wieder weiter.

00:17:08: Und das ist schon einfach ein Irrer... ein Irrermechanismus, den wir mittlerweile unterworfen sind in diesem Lande, die einfach dieses einmal zurücktreten, bevor man ein Urteil spricht, bevor man irgendwas auf Twitter absetzt, bevor man irgendwas auf sozialen Medien über jemanden, über jemanden an Urteilen spricht, einfach diese Zuwendung nicht mehr schafft.

00:17:27: Und gleichzeitig aber damit auch die Resilienz gegenüber sich selbst verliert, also um den Bogen wieder dorthin zu dem Thema zu schließen.

00:17:34: Und ich glaube, Der Punkt, den du genannt hast, ist eben so wichtig, dass in der Gemeinschaft und in der gelebten Gemeinschaft, in dem gelebten Willen, sich selbst aber auch anderen auch mal Fehler nachzusehen, steckt wahrscheinlich die größte Form der wechselseitigen Stärkung.

00:17:53: Und das ist das, woran es uns leider empfehlen Punkte mangelt.

00:17:57: Würdest du mir zustimmen, Gregor, wenn ich sage, wenn wir über Resilienz sprechen?

00:18:01: dass unter den Geschlechtern die Männer, die jammenden, schnell kranken und immer wieder wahrscheinlich die am empfindlichsten Charaktere sind und die wirklich Resilienten eigentlich eher die Frauen bei uns sind.

00:18:18: Und wir das noch nicht gerne zugeben.

00:18:21: Doch das geben die auch zu.

00:18:23: Die sind widerstandsfähig.

00:18:25: Das sind sie auf jeden Fall.

00:18:26: Sie können mit Niederlagen ganz anders umgehen.

00:18:28: Sie können das anders verkraften.

00:18:31: Ich kann dir nicht genau erklären, woran das liegt.

00:18:34: Ich glaube, das liegt daran, was ich aber so allmählich jetzt auch erledigt, dass wir so sehr beruflich orientiert waren und Frauen auch beruflich orientiert sind, aber eben auch anders orientiert sind, dass uns Niederlagen dann ganz anders treffen.

00:18:50: Frauen können anders damit umgehen, habe ich festgestellt.

00:18:55: Und ich glaube, da müssen wir ein bisschen einfach ... von ihnen lernen.

00:18:58: Das ist das eine.

00:18:59: Das zweite, was ich zu Thomas Gottschalk sagen wollte, ist Folgendes.

00:19:05: Mich kotzt eins an.

00:19:06: Wenn jemand oben ist, dann wird er natürlich gelobt und gefeiert und ausgezeichnet.

00:19:12: Und wenn plötzlich jemand eher unten ist, dieses Nachtreten, das kann ich überhaupt nicht leiden, um es mal vorsichtig auszudrücken.

00:19:22: Und das mache ich nie.

00:19:25: Wenn ich jemanden habe, der oben steht und plötzlich ist er unten, dann sage ich auch immer zu meinen Leuten, einen Nachtreten gibt es nicht.

00:19:31: Der ist jetzt unten.

00:19:32: Jetzt muss er wieder aufgebaut werden.

00:19:34: Anders geht das nicht.

00:19:35: Wenn er zu hoch ist, kann man ja ein bisschen ziehen.

00:19:37: Aber nicht, wenn er unten ist.

00:19:39: Und das finde ich ganz wichtig.

00:19:41: Und wenn jemand Aussätze hat ... dann muss ich mir doch auch als Journalistinnen oder Journalist Gedanken machen, ja, warum hat der denn Aussetzer?

00:19:48: Der ist ja geistig, ich bin da bemittelt, was ist da eigentlich los?

00:19:52: Also, das ein bisschen zu hinterfragen, gleich über ihn herzuziehen, das finde ich wirklich falsch.

00:19:58: Und er tut mir auch leid, weil wenn man von einer solchen Krankheit erfährt und dann gibt es ja die ganz... ganz unterschiedliche Therapien.

00:20:08: Und ich kenne so viele Menschen, die an so einer Krankheit verzweifelt sind.

00:20:12: Und, das darf man nicht vergessen, die anderen Menschen, denen fällt es dann immer schwerer, zu kranken Kontakt zu halten.

00:20:19: Weil sie das als ... Also, das macht sie depressiv.

00:20:24: Und deshalb versuchen sie, die Termine zu reduzieren.

00:20:27: Derjenige, der betroffen ist, merkt dann aber, dass die anderen, die zu ihm kommen, sich nur verpflichtet fühlen.

00:20:35: zu ihm zu kommen, dass es gar nicht ihr wirklicher Wille ist, dass es alles furchtbar ist.

00:20:40: Also solche Szenen kann ich dir hundertfach beschreiben.

00:20:43: Ja, ja, ich auch.

00:20:44: Das Wichtigste ist,

00:20:44: das eigentlich nicht.

00:20:46: Weißt

00:20:46: du?

00:20:46: Und Optimismus auszustrahlen, wenn es noch irgendein Optimismus gibt.

00:20:50: Was ich ganz schön finde, sind die Einrichtungen in Kliniken, wo sie wissen, er stirbt, dass es medizinisch nichts mehr zu machen.

00:20:57: Und was mir gefällt ist, dass sie alles machen dürfen.

00:21:00: Also die dürfen da... Wenn sie wollen, spielt überhaupt keine Rolle.

00:21:05: die letzten Tage.

00:21:07: Da habe ich welche getroffen, fällt mir auch nicht so leichter hinzugehen.

00:21:11: Aber da habe ich welche getroffen, die waren plötzlich fröhlich, weil sie so alles dooften, was sie gar nicht kannten.

00:21:18: Auch wenn sie nicht wussten, wann sie sterben, aber sie wussten, dass sie bald sterben.

00:21:21: Selbst das kann man Menschen erleichtern.

00:21:24: Da sind wir inzwischen etwas großzügiger geworden als früher.

00:21:29: Ja, früher hat man auf eine weiße Wand gestarrt und hat irgendwie darauf gewartet, dass ein der Sensenmann holt.

00:21:38: Und jetzt dem Sensenmann mit einem Joint im Mund zu begegnen, ist noch mal eine andere Form.

00:21:45: Aber ich sehe das genauso.

00:21:49: Ich habe viele Menschen begleitet in ihren letzten Tagen.

00:21:54: ganz viele Verkennen, die du gerade beschrieben hast, die es als eine Verpflichtung sehen, jemanden noch einmal zu besuchen und den du diese Verpflichtung eben auch anmerkst, verstehen nicht, wie viel eigene Stärkung das bedeutet, nämlich nicht nur die Stärkung desjenigen, den man da besucht, sondern wie viel mit wie viel Kraft man selbst aus solchen Besuchen wieder da nach Hause geht und was man selbst dabei mitnehmen kann.

00:22:19: Und ohne jetzt zynisch klingen zu wollen, ich bin oft in solchen Momenten Mit einer gewissen Leichtigkeit und Fröhlichkeit dann auch wiedergegangen, weil natürlich hofft man jemanden ein Stück weit geholfen oder eine Umarmung zu geben für jemanden, der jetzt Zukunft nicht mehr so sieht wie wir.

00:22:40: Aber der eines erkennt nämlich, dass bis hin zu dieser Zukunft, die nicht mehr so lange sein wird, jeder Augenblick, jeder gegenwärtige Moment seine eigene Kraft hat.

00:22:51: Das ist etwas, was einen durch das Leben ganz anders begleiten kann.

00:22:54: Und dann ist es auch in den letzten Momenten des Lebens etwas, was dann plötzlich eine Unendlichkeit fast bekommt.

00:23:01: Und das zu vermitteln, dafür muss man kein Psychologe sein, dafür muss man nicht jemand sein, der in solchen Sachen geschult ist, sondern dafür muss man eigentlich nur Mensch sein.

00:23:12: Und das ist so etwas, was ich so zum einen als schön empfinde, als stärkend empfinde.

00:23:17: Und man macht es vordergründig um jemand anderen, die die Resilienz in solchen Momenten zu geben.

00:23:23: Und eigentlich schafft man sich selbst die Resilienz damit.

00:23:26: Ich hatte einen Mandanten, der mir erzählte, dass er gemobbt wird.

00:23:31: Und da habe ich gesagt, nur von dem Chef oder der Chefin.

00:23:35: Nee, sagte er, die ganze Abteilung, in der ich arbeite, kann mich nicht leiden.

00:23:39: Diesen.

00:23:40: Alles ist so unangenehm zu mir.

00:23:42: Sag ich, gibt es da mal so eine Tagung, wo alle zusammen sind?

00:23:45: Ja, sagt er so jeden Monat einmal.

00:23:48: Haben Sie da mal was gesagt?

00:23:49: Nein.

00:23:50: Sag ich, traue ich mich nicht.

00:23:52: Da sage ich, ich gebe Ihnen mal Folgen daran, wenn Sie es können.

00:23:54: Bei der nächsten Setzung stehen Sie auf und sagen, also ich habe festgestellt, ihr könnt mich alle nicht leiden.

00:24:00: Das muss ich an Grund haben.

00:24:02: Der muss ja bei mir liegen.

00:24:04: Und ich möchte einfach, dass jemand mal sagt, was ich falsch mache.

00:24:08: Ich bin gerne bereit, mich zu ändern, wenn ihr euch dann auch ändert.

00:24:12: Da sind die so verblüfft, weil sie damit überhaupt nicht rechnen.

00:24:17: Du überforderst sie im ersten Moment, aber im zweiten fangen sie an, darüber nachzudenken.

00:24:22: Und das hat er gemacht.

00:24:23: Und er kam wirklich nachher zu mir und sagte danach ist jeder zu ihm gekommen und gesagt, ja, ich will dir mal was sagen.

00:24:29: Mich stört immer, dass du das und das sagst oder das und das machst.

00:24:32: Und wenn du dir das abgewöhnen kannst, ich kipp mir dann auch große Mühe, dich anders überhandeln etc.

00:24:38: Also der hatte damit Erfolg.

00:24:39: Das heißt, da habe ich plötzlich festgestellt, so eine Offenheit.

00:24:42: und das direkt anzusprechen, aber gar nicht so zu tun, als ob die an allem schuld sind und du nicht schuld bist.

00:24:50: Er sagte auch, sag mir, was ich falsch mache.

00:24:52: Ich bin ja bereit, mich zu verändern.

00:24:54: Das hat mir eigentlich gefallen.

00:24:56: Den Mut müsste man des Öfteren haben.

00:24:59: Ich würde auch, wenn ein Chef mich nicht leiden kann, und ich merke, dass wir die ganze Zeit versucht, mich auszugrenzen, würde ich hingehen und sagen, jetzt sagen Sie mir, was Sie an mir nicht leiden können.

00:25:08: Ich will mich gerne ändern, wenn es geht.

00:25:12: Aber sie müssen mich dann auch anders behandeln.

00:25:14: Also das erwarten sie nicht.

00:25:16: Die erwarten, dass du eine Beschwerde schreibst oder so.

00:25:19: Aber das bringt meistens nicht.

00:25:20: Dann verteidigen die sich ja nur und sagen, nein, ich hab den nie falsch behandelt usw.

00:25:25: Aber man muss so einen offenen Aussprache wegfinden.

00:25:28: Ich stelle immer fest, Chefs und andere sind dadurch am meisten verblüfft und reagieren dann anders.

00:25:35: Ja, offene Konfrontationen sind ja solche, die am ersten Entwaffen entwirken auch.

00:25:40: Und wo man einen Chef, der einen Brief bekommt, wird ihn sofort wegdelegieren zu jemanden, der diesen Brief dann für ihn beantwortet.

00:25:47: Und der muss sich gar nicht auch emotional damit auseinandersetzen.

00:25:49: Jetzt ist es natürlich schon so, dass es auch dann ein Chef, der sich in einer solchen Situation über Rump befüllt, kann natürlich auch emotional ganz falsch reagieren.

00:25:56: Auch das kommt relativ häufig vor und kann natürlich auch wieder um Folgen haben, die jetzt nicht nur positiv sind.

00:26:04: Auf der anderen Seite halte ich immer mehr davon, dass man sich direkt in die Augen blickt.

00:26:07: Und wenn man das Gefühl hat, dass zwischen zwei Menschen einfach die Chemie nicht stimmt, dass man das wirklich dann auch offen anspricht.

00:26:15: Und insbesondere im Unterordnungsverhältnis.

00:26:18: Aber es fällt natürlich nicht jedem leicht.

00:26:19: Und man kann das auch jetzt nicht jedem abverlangen.

00:26:22: Ja, das stimmt.

00:26:22: Aber Kati, für die Einzelne der wichtigste Satz ist, was mache ich falsch?

00:26:26: Das möchte ich gerne abstellen.

00:26:29: Das überrumt den anderen.

00:26:31: Nicht, was sie machen falsch.

00:26:33: Das weiß er schon.

00:26:34: Der kann ihn eben nicht leiden.

00:26:35: Sondern was führt er zu?

00:26:38: Und das macht die dann etwas wehrlos.

00:26:41: Weil er ja gesagt haben will, was er falsch macht, wieso er gemobbt wird, was man an ihm nicht leiden kann, etc.

00:26:48: Und da kann er auch sagen, ja, wissen Sie, ich hatte einen anderen dafür vorgesehen und ich ergebe mich noch immer, dass er es nicht geworden ist.

00:26:54: Aha, sag ich, aber dafür kann ich ja nichts.

00:26:56: Ich bin genommen worden, habe mich natürlich gefreut.

00:26:58: Wer ist denn der andere?

00:26:59: Vielleicht können wir mit dem mal zusammen essen gehen.

00:27:01: Weiß ich was?

00:27:02: Also, man kann so entwaffnete Strategien entwickeln, wenn man will.

00:27:08: Und dafür kann man vielleicht eine Beratung brauchen.

00:27:11: weil nicht jeder weiß, wie er jetzt damit umgehen soll.

00:27:15: Und da meine ich nicht so ein tiefen psychologischen Kram, wo da sonst was in dir alles festgestellt wird, sondern ich meine, wo du so praktische Hilfe gibst, machen sie es doch mal so, versuchen sie doch mal auf die Art und Weise.

00:27:27: Und ich glaube, das ist nicht unwichtig in solchen Situationen.

00:27:32: Und auch wenn es ganz trivial und banal klingt, ist für solche Situationen immer ganz gut, sich auch vorher einfach mal mit Freunden, mit Familie, mit Menschen auszutauschen, denen man vertraut.

00:27:42: So, jetzt gibt es natürlich auch solche, die da nicht viele haben.

00:27:47: Aber selbst wenn es nicht viele sind, klar, es lohnt es sich im Leben immer diesen Bereich auszubauen und auszuweiten.

00:27:55: Aber das ist ein Gespräch, das in solcher oft sehr, sehr starken wirken kann.

00:28:00: Und wo man auch mal, wenn man dann auch Kritik zulässt, wo ein Mensch, der einem nahesteht und der einen mag, auch offen sagt, möglicherweise hast du da an der einen oder anderen Stelle auch ein Fehler begangen.

00:28:12: Und diese Offenheit mitzubringen, ist in meinen Augen auch wieder etwas grundsätzlich, etwas grundsätzlich stärkendes.

00:28:19: Jetzt gibt es aber natürlich Situationen, wo die absolute Überrumpelung entfunden wird.

00:28:26: Also es ist der unmittelbare Jobverlust, für den der einzelne möglicherweise gar nichts kann oder zu dem er selber auch beigetragen hat.

00:28:35: Und plötzlich steht man vor allem im Abgrund.

00:28:38: Es ist der geliebte Mensch, der einen verlässt, entweder für immer oder in einen anderen Lebensabschnitt hinein, wie auch immer.

00:28:46: Und das sind Augenblicke, wo Emotionen vollkommen überwältigend wirken können.

00:28:53: Und zu den Zeitpunkten, Gregor, wo du in solchen Situationen warst, was war deine unmittelbare Reaktion?

00:29:03: Wie hast du dich damit gespielt, mit der politischen Niederlage, mit einmal dem zurücktreten müssen, mit dem Moment, wo ein geliebter Mensch gestorben ist?

00:29:17: Ist es eine Technik, die immer anders ist?

00:29:19: oder ist es etwas, wo du sagst, da ist ein gewisses Muster, was dir geholfen hat?

00:29:24: Also in bestimmten Situationen, wo ich vor der Frage stehe, eine bestimmte Konsequenz ziehen zu müssen, regt mich an mir am meisten auf, dass ich mich nicht entscheiden kann.

00:29:36: Das heißt, ich verbringe dann Tage und noch Nächte damit zu überlegen.

00:29:40: So, lege ich jetzt alles nieder oder ist das falsch?

00:29:44: Muss ich anders reagieren?

00:29:45: Und da passiert bei mir Folgendes, das ist bei mir wirklich komisch.

00:29:49: Plötzlich mache ich Mittag, Nachts auf und sage, so mache ich es.

00:29:53: Und dann bin ich nicht mehr zu korrigieren.

00:29:56: Also da müsste was, also ganz außergewöhnliches geschehen, dass ich noch mal korrigiere, weil ich dann so froh bin, dass ich eine Entscheidung getroffen habe.

00:30:05: Und dann stehe ich auch dazu und sage so, die ziehe ich jetzt durch.

00:30:09: Und dann fällt es mir wieder leichter.

00:30:11: Weil ich habe eine Entscheidung getroffen, ich habe eine Begründung für die Entscheidung und mache mir gleich Gedanken, was ich danach weiter tue.

00:30:18: Und das

00:30:19: hilft.

00:30:20: Und wenn du dich nicht entscheiden kannst, wenn du hin und her, also wie ich so, zwei, drei Tage hin und her geht, das ist quälen, wirklich quälen.

00:30:29: Und irgendwann musst du eine Entscheidung treffen, aber das muss ... Die Entscheidung, es tut mir leid, die darfste nicht zwankhaft treffen, dass ich sage, ich weiß nicht, soll ich jetzt A oder B nehmen, ziehen, los oder so.

00:30:41: Sondern bei mir ist das so, dass plötzlich in mir eine Entscheidung greift.

00:30:46: Und dann weiß ich noch, wie ich Mittag nachts aufgewacht bin und gesagt habe, jetzt habe ich mich entschieden.

00:30:51: Ich mach das so und so.

00:30:53: Und dann war ich ein bisschen glücklich, ehrlich gesagt.

00:30:56: dass ich raus war aus diesem Hin und Her, in mir selbst aus diesem Hin und Her, sondern eben eine Entscheidung getroffen hatte.

00:31:03: Kennst du solche Situationen?

00:31:05: Ja, ich kenne solche Situationen, allerdings gibt es bei mir nicht dieses, wenn ich mit der Nachts aufwache, da bin ich absolut rammdösig und unzurechenbar.

00:31:13: Also das liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich so ein intensiver Träumer bin.

00:31:17: Und also Nachts aufwachen und sagen, ich weiß genau, was ich zu tun habe, dass er nicht.

00:31:23: Aber es gibt dieser Moment, wo bei mir Klarheit eintritt, wo ich sage, das ist es.

00:31:28: Und wenn der nicht eintritt und ich merke, jetzt ist ... Es vergeht zu viel Zeit, weil einfach ich zu viele Dinge abwege und oft sind es ja hochkomplexe Entscheidungen, die man trifft.

00:31:39: Dann lasse ich dann irgendwann auf das Fallball runter sausen und sage jetzt muss eine Entscheidung getroffen werden und egal, ob die sich später als dem möglicherweise aus der heutigen Sicht.

00:31:48: falsche herausstellen mag oder aus der dann gegebenen Sicht muss ich sie akzeptieren und sie entsprechend tragen.

00:31:53: Und ich komme zurück auf das, was wir am Anfang diskutiert haben, was dir dein Vater gesagt hat.

00:31:57: Man muss dann das positive aus diesen Dingen ziehen, für die man sich letztlich auch entschieden hat.

00:32:01: Selbst wenn etwas Neues kommt, was etwas Ungewohntes sein mag und das mit einer entsprechenden Neugierde begleiten.

00:32:08: Das klingt alles.

00:32:09: leichter für jemanden, der jetzt zuhört und gerade seinen Job verloren hat.

00:32:12: Der wird sagen, was quasseln die zwei da?

00:32:14: Das ist, mir geht es gerade furchtbar dreckig und ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen soll.

00:32:19: Das klingt für solche, die jetzt, sagen wir mal, über nicht so viele Perspektiven verfügen, wie wir es tun, weil Gregor, du immer wieder sagst, du hast fünf Jobs, aus denen du wählen kannst und wenn einer wegfällt, sind nochmal vier andere da.

00:32:30: Hat viel damit zu tun, wie man natürlich auch sein Leben davor gestaltet hat, um das auch entsprechend hinzubekommen.

00:32:35: Und ich fall ... Ich falle natürlich auch immer wieder vergleichsweise weich.

00:32:40: Auf der anderen Seite gibt es Schicksalschläge, die haben nichts mit finanzieller Unabhängigkeit zu tun, sondern die haben einfach etwas damit zu tun, dass einem das Herz fast aus dem Leib gerissen wird.

00:32:53: Und das ist etwas, wo ich immer wieder einfach baue auf die Möglichkeit des nächsten Augenblicks.

00:33:01: Und der schreckt mich nie, sondern er ist einer, der mich eigentlich immer auf eine Weise zuversichtlich stimmt?

00:33:09: Ich will dir mal was von meinem Vater erzählen, was ich spannend fand.

00:33:13: Als er jung war, hatte er natürlich kein Auto, weiß ich nicht, wie er da gelebt ist und den Verkehr gemeistert hat.

00:33:19: Aber als er dann Verlagsleiter wurde, hatte er ein Dienstauto, fuhr natürlich auch selbst.

00:33:24: Und so blieb das ja in der ganzen Zeit.

00:33:26: Als er Minister war, als er Botschafter war, als er Staatssekretär für Kirchenfragen und dann flog er raus als Staatssekretär für Kirchenfragen.

00:33:34: Er brauchte auch keine Arbeit mehr, er war längst im Rentenalter.

00:33:38: und da habe ich ihn bewundert, als ich gesehen habe, wie der da saß und alle U-Bahn-Linien, S-Bahn-Linien und Bus-Linien auswendig lernte und sich richtig damit beschäftigte.

00:33:51: Also wirklich, da stand ich daneben und habe gedacht, das gibt es doch gar nicht und sich darauf freute.

00:33:57: Sagt er, hier komme ich ja günstig dahin und dann komme ich von dort günstig dorthin.

00:34:02: Das heißt, er hatte die Kraft, daraus wieder was Angenehmes, Sportliches zu machen, dass er das alles im Kopf hat und dann damit umgehen kann.

00:34:11: Das hat mir ehrlich gesagt imponiert.

00:34:12: Ich hätte gedacht, er leidet länger darunter, dass er keinen Fahrer anrufen kann, der ihn abholt.

00:34:19: Er hat einen anderen Weg gefunden.

00:34:22: Aber so ging es mir damals auch, als ich zurückgetreten bin aus einer Position, wo du nicht nur einen, sondern mehrere Menschen hattest, die dich gefahren haben, wo du von Sicherheit umgeben warst, wo du ruffiert wurdest, wo du keine Gedanken machen musstest, ob das Hotelzimmer zu klein oder nicht viel zu groß ist und all diese Geschichten.

00:34:41: Die hatten halt sehr viel mit den sogenannten Privilegien eines Ministeramtes zu tun.

00:34:45: Aber ich meine, die haben jetzt ähnlich gegangen in hohen Positionen.

00:34:51: dass man es halt nur mit dem Amt verbunden und es ist eine absolute Endlichkeit damit auch verbunden.

00:34:57: Und es ist bizarrer auf eine Weise, weil es eben auch eigentlich nicht der eigenen Lebensempfindung und Lebenswirklichkeit entspricht.

00:35:05: Und als ich dann in die USA gezogen bin, Ich glaube, raten mal, was ich zuerst studiert habe, den U-Bahn-Plan von New York.

00:35:12: Der studiert man nämlich auch besser, weil man sonst irgendwo in einem der Schlüsse landet und nicht mehr weiß, wo man wieder rauskommt.

00:35:19: Man landet nicht im Fluss, aber es ist so verwickelt, dass man sich eigentlich nur verirren kann.

00:35:23: Und ich habe das Genossen.

00:35:24: Ich habe das Genossen, eine Normalität zurückzukehren, zurückkehren zu können.

00:35:28: Oder ob du das

00:35:28: genießen kannst.

00:35:29: Wenn du das genießen, mein Vater genoss das richtig.

00:35:32: Wenn du das auch genossen hast, das finde ich fantastisch.

00:35:35: Ich fand es großartig, auch morgens mit dem Zug in die Stadt hineinzufahren, mit einem Pendlerzug, der Picke-Packe voll war, wo es ein bisschen anders gerochen hat als in der schönen Staatslimousine, als in Anführungszeiten.

00:35:47: Trotzdem warst du von unglaublich interessanten Menschen wieder umgeben.

00:35:52: Du konntest beobachten, du hast eine Dynamik erkennen können.

00:35:55: Und du bist nicht nur die Projektionsfläche für andere gewesen auf eine Weise.

00:36:01: Mir hat es extrem viel Freude bereitet, ich bin oft gefragt worden.

00:36:04: Wie gehst du denn damit um den Verlust dieser ganzen Privilegien und all das?

00:36:07: Ich habe gesagt, es hätte mir nichts Besseres passieren können, weil ich wieder begonnen habe, die sogenannten kleinen Dinge im Leben zu genießen und uns hier mit ihrer ganzen Schönheit und Kraft zu erkennen.

00:36:18: Also, deswegen, da wurde ich zur Resolvenz gezwungen geradezu, aber es ging ganz schnell und ist etwas, was dann auch nicht irgendein Phantomschmerz ausgelöst hat, sondern eigentlich eine die die Fähigkeit wiedererweckt hatte, in vermeintlich kleinen Dingen wirklich großartige Dinge entdecken zu können.

00:36:38: Also von daher, ich glaube, kann das Leben auch eine großartige, tolle Schule sein.

00:36:45: Und ich wünsche niemanden Niederlagen, aber meine Niederlagen haben mich zu einem zufriedeneren Menschen gemacht, auch wenn das möglicherweise vordergründig Paradox klingen mag.

00:36:56: Und deswegen ist es manchmal nicht schlecht auch, durch schwere Zeiten marschiert zu sein und am Ende macht es ein gelassener.

00:37:06: Die Schwierigkeit besteht bei vielen daran, dass sie also nicht wissen, wie sie über ein Trauerfall oder eine Krise oder den Verlust eines Jobs oder gar dem Verlust einer Wohnung, was ja genauso schlimm ist, wie sie darüber hinwegkommen.

00:37:23: Und das ist... in unserer Gesellschaft auch schwer darüber hinwegzukommen.

00:37:27: Und trotzdem gibt es Wege, weil das Leben immer viele Facetten hat.

00:37:33: Der Beruf ist ja nur eine Facette.

00:37:35: Es gibt ja auch andere Seiten, wie Angehörige, Freunde und so weiter.

00:37:40: Und man darf dann mal in so einer Zeit auch anderen ein bisschen auf die Nerven gehen.

00:37:44: Das ist nicht so schlimm.

00:37:45: Und wenn die ein bisschen tolerant sind, verstehen die das sogar.

00:37:49: um dann also eine Hilfe zu bekommen.

00:37:51: Natürlich eine Wohnung braucht man eine neue.

00:37:53: Da muss man vorübergehend und wohin ziehen.

00:37:56: Dann ist man unglücklich.

00:37:57: Aber gleichzeitig kann man sagen, ach, mal sehen, wie so ein Zusammenleben wird.

00:38:01: Vielleicht hat er sogar seine Reize für eine bestimmte Zeit.

00:38:04: Und danach versuche ich, wieder eine eigene Wohnung zu bekommen.

00:38:07: Also, wenn man sich immer so einen Ruck gibt und sagt zu, ich brauche jetzt eine andere Variante und die ist erst mal negativ.

00:38:14: Aber ich versuche auch, das positive daran zu sehen.

00:38:17: Dann, glaube ich, kommt man am besten über solche Krisen hinweg.

00:38:21: Es gibt einen schönen Satz vom Dalai Lama, Gregor.

00:38:24: Die schwierigste Zeit in unserem Leben ist, die beste Gelegenheit innere Stärke zu entwickeln.

00:38:30: Das stimmt.

00:38:32: Und daran kann man sich immer wieder auch mal aufbauen, finde ich.

00:38:38: Ja.

00:38:39: Aufgebaut haben wir uns heute um den, oder unsere Gedanken gebaut, aufgebaut haben wir um den Begriff Resilienz von, das ist ja ein lateinischer Stamm, jetzt muss ich mal wieder klug scheißen, nach neun Jahren Latein.

00:38:52: Sag mal mal, übersetzt Biderstand.

00:38:56: Ja, lustigerweise, das Verb, der Stamm, heißt eigentlich zurückspringen und abprallen.

00:39:04: Beides ist eigentlich was... Derschiediges.

00:39:06: beim Zurückspringen springt man ja selbstbestimmt zurück.

00:39:09: Und wenn man abprallt, ist es ja etwas, was von einem anderen letztlich ausgeht.

00:39:14: Aber

00:39:14: du gehst vor zurück,

00:39:15: wenn man abprallt.

00:39:17: Da gehst du auch, da gehst unfreiwillig zurück.

00:39:19: Genau.

00:39:19: Das

00:39:21: ist einmal freiwillig.

00:39:22: Hier jeden Fall.

00:39:23: Will

00:39:26: jeden Fall gehen nicht mehr ins letzte Jahr zurück, was in vielerlei Hinsicht ein schwieriges war, geopolitisch, politisch, innenpolitisch auch, was eines ist, was viele Menschen verängstigt hat, wo die Tonalität in unserer Gesellschaft noch härter geworden ist, manchmal noch unversöhnlicher, Menschen weniger verzeihen sich und aber auch gegenseitig.

00:39:48: Und für dieses neue Jahr haben wir beide uns wieder vorgenommen, da wirklich einigen... kleinen, aber hoffentlich wohltunden Gegenpol zu setzen, indem wir einfach weiter mit Freude miteinander sprechen, auch wenn wir gelegenlich unterschiedliche Ansicht zu gewissen Themen sind und uns da gar keine Resilienz angewöhnen müssen, sondern einfach nur Verständnis und Respekt füreinander und auch Freude aneinander.

00:40:11: Und das wünschen wir Ihnen und Ihren Lieben auch für das kommende Jahr, dass Ihnen das so gelingen mag, wie es uns über die letzten Jahre gelungen ist.

00:40:21: Lieber Gregor.

00:40:22: Und wir werden deswegen weiterhin in ihren jeweiligen Ohren sitzen, wenn sie uns hören oder an ihrem Bildschirm auftauchen und werden im kommenden Jahr auch wieder live unterwegs sein.

00:40:38: In Kürze wird der Plan in den sogenannten Show-Nots erscheinen.

00:40:43: Sie können gleichzeitig, auch wenn Sie Lust haben, Dinge von uns lesen.

00:40:48: Gregor hat ein tolles neues Buch herausgebracht.

00:40:50: Das heißt, mein Leben in dreizehn Büchern, nicht in dreizehn Tüchern, auch nicht in dreizehn Bänden, die man sich kaufen muss, sondern dreizehn Bücher beschreiben sein Leben.

00:41:06: Es

00:41:07: sind sehr unterschiedliche Bücher dabei.

00:41:10: zum Beispiel das kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels, aber auch die Bibel, und zwar Altes- und Neustestament.

00:41:18: Also ich mag ja solche Widersprüche.

00:41:20: Und ich will nur sagen, der K. T. Gutenberg hat auch ein neues Buch herausgegeben, drei Worte, neue Notizen.

00:41:27: Aus der Gegenwart, das ist eine Zusammenfassung von Aufsetzen, von Kolumnen etc.

00:41:32: auch sehr interessant zu lesen.

00:41:34: Und dann wollte ich Ihnen noch was sagen für das neue Jahr.

00:41:38: Wahrscheinlich haben Sie sich Silvester wieder viele Veränderungen vorgenommen.

00:41:42: Und ich ahne, Sie halten nicht alle ein.

00:41:46: Darüber müssen Sie hinwegkommen.

00:41:48: Das ist nicht so tragisch.

00:41:49: Mir geht es jetzt seit etwa sieben und siebzig Jahren so, obwohl ich mich nicht erinnere, was ich mit einem Jahr mir Silvester vorgenommen habe.

00:41:57: Aber ist auch egal.

00:41:59: Ich will nur sagen, man nimmt sich mehr vor als man schafft.

00:42:02: Aber das ist nicht schlimm.

00:42:03: Wahrscheinlich ist es der Grund, warum man am Silvester einen über den Durst trinkt, damit man sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnern muss, was man sich am letzten Tag des Jahres vorgenommen hat.

00:42:11: Also das ist für manche eine gute Strategie.

00:42:14: Und ob es ihre war, das wissen wir nicht.

00:42:17: Wenn Sie uns schreiben wollen, können Sie das immer gerne.

00:42:19: tun.

00:42:20: Zum neuen Jahr wünschen wir uns natürlich nur liebevolle und besonders nette Zuschriften und Hinweise und Ähnliches.

00:42:27: Aber wenn es mal anders sein sollte, lesen wir es auch und Gregor beantwortet jeden Brief, auch die, die an mich gehen.

00:42:33: Nein, das stimmt nicht.

00:42:34: Wir machen das natürlich, dass wir es beide lesen und aufnehmen und ernst und uns zu Herzen nehmen.

00:42:40: Und sie können uns schreiben unter welcher E-Mail-Adresse hat die sich im neuen Jahr verändert, lieber Gregor?

00:42:46: Ja, ich kenn sie jetzt.

00:42:47: Das ist ggg.atopenminds.mein.

00:42:52: Nee, Med.

00:42:53: Nee, Media.

00:42:55: Med.

00:42:57: Punkt ist der Dr.

00:42:58: Med.

00:42:59: Media.

00:42:59: Jetzt ist da also nochmal ggg.atopenminds.media.

00:43:05: Sie haben eine gewisse Resilienz, alle entwickelt gegenüber unseren verzweifelten Versuchen mit dieser E-Mail-Adresse.

00:43:11: Wir wünschen Ihnen ein wunderbares, gutes neues Jahr.

00:43:15: Hören uns in der kommenden Woche wieder und freuen uns wieder mit und bei Ihnen zu sein.

00:43:22: Ich wünsche Ihnen auch alles Gute für das ganze Jahr und im nächsten Jahr sehen wir uns auch wieder.

00:43:33: Neue Folgen hören Sie jede Woche.

00:43:35: Überall,

00:43:36: wo es

00:43:36: Podcasts gibt.

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